Elie Wiesels Werk als Beitrag zur religiösen Erinnerungs- und Erneuerungskultur im Rahmen der Bekämpfung des Antisemitismus. Grundlage des Projekts ist die Arbeit an der kritischen kommentierten Gesamtausgabe der Werke von Elie Wiesel (autobiografische, literarische, biblische, essayistische Schriften) in deutscher Sprache. Als internationales Kooperationsprojekt (D, L, F, Israel, USA) mit interdisziplinären (Geschichte, Literaturwissenschaft, Philosophie, Theologien, Kognitionswissenschaft, Pädagogik), multikonfessionellen und selbstreflexiven Forschergruppen, arbeitet es zu den Fragen, 1) wie Wiesels schriftstellerisches Werk die Suche nach Gott und dem Menschen nach Auschwitz vorantreibt, 2) Religion als sinnstiftendes humanisierendes Beziehungsgeschehen neu in die Gesellschaft einschreibt und 3) zu einer gegen den Antisemitismus zu einer transformativen Erinnerungskultur beiträgt. Eine Anschubfinanzierung ermöglicht die wissenschaftliche Gesamtkoordination in Kooperation mit der Luxembourg School of Religion & Society (die den gleichen Betrag zur Verfügung stellt) und die interdisziplinäre Verankerung an der Universität Tübingen.