Im Projekt Infra-Souveraen soll der Blick auf KI als eine eigene Form von Infrastruktur geschärft werden. KI wird daher aus sozial-, rechtswissenschaftlicher, ethischer und informationstheoretischer Sicht konzeptionell sowie empirisch als Infrastruktur untersucht und die Untersuchungsergebnisse für die Praxis nutzbar gemacht. Dabei spielen auch die Gestaltungsmöglichkeiten von KI-Systemen in Bezug auf digitale Souveränität und informationelle Selbstbestimmung eine zentrale Rolle, da bereits heute strukturelle Abhängigkeiten von marktbeherrschenden Unternehmen bestehen. Die Ergebnisse sollen in Designanforderungen für KI-Infrastrukturen sowie konkrete Handlungsvorschläge für Wirtschaft, Politik, Aufsichtsbehörden und Zivilgesellschaft überführt werden. Darüber hinaus sollen Vorschläge zur Vereinheitlichung datenrechtlicher Risikobewertungen gemacht werden.
Durch den Fokus auf Infrastrukturwirkungen von KI-Systemen können Gestaltungsmöglichkeiten herausgearbeitet werden, die aufgrund ihres systemischen Charakters über bloße Technikgestaltung hinausgehen. Das Vorhaben stärkt so das Fundament für eine souveräne und selbstbestimmte Nutzung und Gestaltung von KI-Infrastrukturen und erhöht die digitale Resilienz der Gesellschaft.