Fachbereich Geowissenschaften

Studieninhalte Bachelor Umweltnaturwissenschaften

Das Studium ist in sechs Semester gegliedert, wobei einzelne Stoffgebiete in thematisch abgeschlossenen Studieneinheiten (Modulen) zusammengefasst sind. Module werden in der Regel am Ende geprüft und tragen damit zum Studienabschluss bei. Neben fest vorgegebenen Modulen können weitere Module frei gewählt werden (Wahlpflicht), die aus allen Lehrangeboten der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät und vor allem aus den Bachelor- bzw. Masterstudiengängen Geoökologie, Geowissenschaften und Applied & Environmental Geoscience ausgewählt werden können.
Eine Besonderheit ist die freie Modulwahl im 5. Semester, die eine individuelle Profilbildung und das Absolvieren eines Auslandssemesters ermöglicht. Ein außeruniversitäres Praktikum (mindestens sechs Wochen) bietet die Chance, erste berufspraktische Erfahrungen zu sammeln und Kontakte im Berufsfeld zu knüpfen. Abschließend werden im 6. Semester die Bachelorprüfung abgelegt und die Bachelorarbeit erstellt.

Modulübersicht

Empfohlene Wahlpflichtmodule für den Studiengang BSc Umweltnaturwissenschaften sind:

  • Wassertechnologie
  • Mikrobielle Ökologie
  • Umweltchemie und Ökotoxikologie
  • Projektseminar
  • Umweltphysik 3

Wählbar sind alle Bachelormodule aus geowissenschaftlich oder naturwissenschaftlich ausgerichteten Studiengängen der Universität Tübingen. Über die Wählbarkeit weiterer Fachrichtungen entscheidet der Prüfungsausschuss auf schriftlichen Antrag.

Der Studiengang verfolgt einen mathematisch-naturwissenschaftlichen Ansatz. Im Vordergrund der Lehre stehen daher die quantitativen Methoden der Chemie, Physik, Biologie und Mathematik, mit denen hydrologische, atmosphärische und umweltchemische Prozesse analysiert werden. Dabei spielen auch ingenieurwissenschaftliche Methoden insbesondere aus der Strömungsmechanik und der Elektrotechnik eine wichtige Rolle.
Neben der reinen Analyse werden Verfahren der Messtechnik, Datenauswertung und der numerischen Datenverarbeitung und ‑simulation vermittelt. Dabei wird besonderer Wert darauf gelegt, die Studierenden im Rahmen von Seminaren, Feldpraktika und Übungen möglichst früh in aktuelle umweltnaturwissenschaftliche Fragestellungen einzuarbeiten und an laufenden Forschungsprojekten zu beteiligen. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Geochemische Prozesse und Transportprozesse an den Grenzschichten Atmosphäre-Boden und Wasser–Sediment
  • Spurenstoffe in der Umwelt und ihre Nachweismöglichkeiten
  • Prozesse in der unteren Troposphäre zu verschiedenen Tageszeiten und synoptischen Randbedingungen
  • Entwicklung und Anwendungen von Messmethoden einschließlich Fernerkundung und Flugmesstechnik
  • Energiegewinnung aus regenerativen Quellen, insbesondere Wind- und Wasserkraft
  • Darstellung von Umweltsystemen in numerischen Modellen

Da diese aktuellen Themen interdisziplinär auf internationaler Ebene behandelt werden, wird ein Auslandssemester (im fünften Fachsemester) nahegelegt und ein zweimonatiges Industriepraktikum verlangt.