Neuronale Informationsverarbeitung

News

16.06.2025

Das Ende des klassischen Gelehrten

Buchveröffentlichung von Soziologe Prof. Dr. Boris Nieswand und Historiker Prof. Dr. Ewald Frie m Rahmen des Sonderforschungsbereichs "Bedrohte Ordnungen": "Keplerstraße 2 – Innenansichten Geisteswissenschaftlicher Forschung".

Prof. Dr. Ewald Frie (rechts) und Prof. Dr. Boris Nieswand. (links)

Forschung hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert: Verbünde haben den klassischen Gelehrten abgelöst. Im Sonderforschungsbereich „Bedrohte Ordnungen“ arbeiteten über 12 Jahre rund 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Sozial- und Geisteswissenschaften in bis zu 18 Teilprojekten an einer Frage: Wie kann
man Krisen anders denken? Diese Frage stellten sie mit Blick auf so unterschiedliche Themen wie Russlands Angriffskrieg in der Ukraine, den Ausbruch der Pest im römischen Reich 541 n. Chr. oder die Kölner Silvesternacht 2015/2016. Der Historiker Professor Ewald Frie und der Soziologe Professor Boris Nieswand waren in leitenden Positionen an dem Sonderforschungsbereich „Bedrohte Ordnungen“ beteiligt. Gemeinsam haben sie ein Buch geschrieben, das nicht auf die wissenschaftlichen Ergebnisse, sondern auf die Umstände ihrer Entstehung, den Forschungsalltag, geprägt von Teamarbeit, Aushandlungsprozessen und persönlichen Dynamiken blickt: “Keplerstraße 2 – Innenansichten Geisteswissenschaftlicher Forschung“, C.H.Beck, 2024 geschrieben.

Ihr Fazit: Wissenschaft ist heute weniger elitär, aber dafür professioneller, vernetzter und menschlicher.

Zum Interview in Attempto: Attempto Artikel