Physikalisches Institut

Subatomare Physik

Der Bereich der subatomaren Physik beschäftigt sich mit Fragen der Astroteilchenphysik (AG Jochum), der Hadron-Kern-Wechselwirkung (AG Clement), der Untersuchung von Kernmaterie unter extremen Bedingungen (AG Schmidt) sowie der Untersuchung von Kernen mit elektromagnetischen Sonden (AG Grabmayr, bis 2017). Seit dem Wintersemester 2010/11 verstärkt die Gruppe von T. Lachenmaier das Arbeitsgebiet in Richtung Neutrinophysik, seit Beginn des Jahres 2011 die Gruppe von H.R. Schmidt mit Experimenten der Schwerionenphysik bei ultrarelativistischen Energien (LHC, FAIR, CBM@GSI).

In den Jahren 2005-2006 wurde ein unterirdisches Messlabor neben dem Institutsgebäude errichtet, welches insbesondere für Tests von Kryodetektoren bei reduzierter kosmischer Strahlung vorgesehen ist.

Für Ausbildung und Forschung betrieb der Bereich bis 2018 den Ionenbeschleuniger auf der Rosenau, ein 3MV-Van-de-Graaff-Beschleuniger. Hier fanden regelmäßig Kurse zur Ausbildung im Strahlenschutz statt, ebenso wurde für Studenten ein kernphysikalischer Kompaktkurs angeboten.

Insbesondere die Möglichkeit, Neutronen in einem Energiebereich von wenigen keV bis ca. 20 MeV erzeugen zu können, machte die Anlage bis zur Stillegung für Fragestellungen der Astroteilchenphysik interessant, z.B. für die Entwicklung neuartiger Detektoren. Im Moment befindet sich die Anlage vor dem Start des Freigabeverfahrens (bis 2021), es erfolgen momentan Demontagen und Freimessungen.