Philologisches Seminar

AR Dr. Simon Grund

Akademischer Rat

 

Kontakt

Wilhelmstraße 36 (Erdgeschoss, Zi. 20)
72074 Tübingen
Deutschland
+49 7071 / 29-72942
simon.grundspam prevention@uni-tuebingen.de
latinumspam prevention@philologie.uni-tuebingen.de

Sprechzeiten

während des Semesters: Di 14–15 Uhr 

sowie nach Vereinbarung per mail

 

Curriculum Vitae

2017/18
Erstes Staatsexamen an der Eberhard Karls Universität Tübingen

in den Fächern Lateinische Philologie und Philosophie/Ethik

2018–2020
Stipendiat des Promotionsverbundes 'Theorie der Balance - Formen und Figuren des Gleichgewichts in Medien- Kunst- und Literaturwissenschaft'
2020–2021
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Graduiertenkolleg 1808: 'Ambiguität - Produktion und Rezeption'

Assoz. Mitglied seit 2018

2021–2026
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Philologischen Seminar Tübingen

Assistentur des Lehrstuhls für Lateinische Philologie (Prof. Robert Kirstein)

02/2022–05/2022

Gastwissenschaftler an der New York University (NYU) gefördert durch den DAAD

2023
Promotion in Klassischer Philologie (Latinistik)

Titel: 'Exzess ohne Boden: Balance und Ambiguität in Ovids Tristien' 

seit 2026
Akademischer Rat am Philologischen Seminar Tübingen

Arbeitsbereich Latinum

Forschung

Forschungsinteressen

Augusteische Literatur (bes. Ovid), Exil und Literatur, (historische) Erzähltheorie und Emotionsforschung, Ambiguität, Ästhetik, Ideengeschichte der Balance

Aktuelle Publikationen

eine vollständige Liste finden Sie hier

Vorträge in Auswahl

2026

2025

2024

2023

  • Narrative Identity and Ambiguity: The Autofictional Mode in Ovid’s Tristia. Conference: Identität als Erzählung – Antike Perspektiven im Kontext/Identity as Narration – Ancient Perspectives in Context, 10. Kleine Mommsen-Tagung Tübingen Oct. 13–14.
  • Out of the Shadows – Spatial Semantics in Cicero's Reception of Plato’s Allegory of the Cave. Conference: The Transformation of the Platonic Dialogue in the Early Imperial Age, Gießen Oct. 06–07.
  • Der antike Diskurs um Gesundheit und Krankheit in der Metapher der Balance. Conference: Wie lässt sich vernünftig über Krankheit sprechen?, Tübingen (Institute for the Ethics and the History of Medicine) Aug. 01–02.
  • Mitte ohne Ende. Balance als Daseinsmetapher in Ovids Spätwerk. Forschungskolloquium Prof. Melanie Möller, Berlin Aug. 20 (with Robert Kirstein).
  • Narrating a State in Between – ‘Daseinsmetaphern’ in Ovid’s late Poetry. Conference: Ovid’s Poetry and its Afterlife. New Approaches and Perspectives, Liège Mar. 29–30 (with Robert Kirstein).
  • Geschichte(n) schreiben. Caesars Überschreitung des Rubikon als literarisches Ereignis. Conference: 42. Metageitnia, Basel Jan. 13–14.

2022

2021

  • A ‘State of in Between’ – Strategic Ambiguity in Ovid’s Tristia. Tandem-talk (together with Prof. Gareth Williams, Columbia University, NY): Tübingen May 06.
  • Ambiguity and Narratology: The State of the Art. Conference: “Ambiguity and Narratology”, Tübingen Apr. 22-24.

2020

  • Ereignishaftigkeit im griechischen und römischen Epos. Research Colloquium Prof. Robert Kirstein, Tübingen Jul. 03.
  • Ambiguity and Focalization. New Perspectives on Ambiguous Perspective?. Conference: Perspectives of Ambiguity, Heiligkreuztal Jan. 10-12.

2019

  • ‚Triumph of Fiction‘ – Bilder der Balance in Ovids Exildichtung. Conference: “Theory of Balance/Theorie der Balance”, Harvard University (Barker Center) Oct. 01-02.
  • ‚Crying Icarus‘: Präsenz und Absenz von Objekten in Ovids Tristien. Conference: “Flying Icarus – Mensch – Objekt – Maschine – Schnittstelle”, Tübingen (Museum of the University) June 06-07.

2018

  • Gleichgewicht als Ideal: Die Idee der Gütergemeinschaft in Thomas Morus Utopia und ihre ethischen und anthropologischen Implikationen. Conference: “Gleichgewicht und Ökonomie”, Tübingen (Forum Scientiarum) Nov. 15-16.

 

Dissertation

Exzess ohne Boden. Balance und Ambiguität in Ovids Tristien

In den Tristien erscheint Ovids Exil als Existenz „zwischen zwei Welten“, geprägt von Abschied und Verlust und verbunden mit der Notwendigkeit, fern von Rom in der exzessiven Welt am Pontus einen neuen, festen Halt zu finden. Damit stehen sie am Anfang einer Exilliteratur, die den Verlust der Heimat als Erfahrung radikaler Welt- und Bodenlosigkeit fasst. Das in seinen Grundfesten erschütterte, in sich zusammenbrechende Haus oder der stets drohende Schiffbruch stehen exemplarisch für ein dichtes Netz von Metaphern, das diese anthropologische Grunderfahrung in den Tristien vergegenwärtigt.

Die Studie widmet sich den ästhetischen Dimensionen dieses existenziellen Balanceakts und untersucht, wie es dem Dichter gelingt, sein Leben im „Dazwischen“ literarisch zu gestalten. Exil erscheint dabei in diachroner Perspektive als Verlust des Gleichgewichts, der sich nie wieder vollständig austarieren lässt. Ein besonderes Augenmerk gilt Strategien der Ambiguität, durch die der Zwiespalt und die Uneindeutigkeit, die mit der Extremerfahrung des Exils einhergehen, auf ästhetischer Ebene gespiegelt werden.

Varia

Mitgliedschaften

Tübingen Working Group Narrative Dynamics in Latin Literature Link
International Ovidian Society (IOS) Link
Mommsen-Gesellschaft Link
DFG-Graduiertenkolleg 1808 Ambiguität: Produktion und Rezeption (Alumnus) Link
Promotionsverbund Theorie der Balance – Formen und Figuren des Gleichgewichts in Medien-, Kunst- und Literaturwissenschaft (Alumnus) Link
DAAD-Alumni network
DAV Ba-Wü (Deutscher Altphilologenverband)

Gutachtertätigkeiten

BICS (Bulletin of the Institute of Classical Studies)

Acta Classica (Proceedings of the Classical Association of South Africa)

Eisodos – Zeitschrift für Antike Literatur und Theorie (Mitglied des editorial board; seit 2025)