Zentrum für Islamische Theologie

Prof. Dr. Fahimah Ulfat

Professur für Islamische Religionspädagogik

Leiterin des Instituts für islamisch-religionspädagogische Forschung (IIRF)

Mitglied des Vorstands des ZITh
Vorsitzende der Studienkommission
Gleichstellungsbeauftragte des ZITh
Mitglied des Zentrumsrats
Mitglied der Prüfungskommission

Büro
Zentrum für Islamische Theologie
Rümelinstr. 27, 72070 Tübingen
1. Obergeschoss, Raum 103
 +49 7071 29-75341
fahimah.ulfatspam prevention@uni-tuebingen.de

Sprechzeiten
Nach Vereinbarung


Forschung

Schwerpunkte

  • Religiöse Bildung
  • Interreligiöse Bildung
  • Empirische Untersuchungen zu Jugend und Religion
  • Empirische Unterrichtsforschung

Forschungsprojekte

„Die Normativität des Korans im Zeichen gesellschaftlichen Wandels“, Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft (AIWG)

Im Zentrum des Projektes steht eine umfassende hermeneutische und sozialethische Untersuchung der Koranverse, denen in der exegetischen und juristischen Tradition des Islams ein normativer Wert zugeschrieben wird. Der Diskurs um den rechtlichen Stellenwert dieser Normenverse (ayāt al-aḥkām) sowie deren Verbindlichkeit ist beinahe so alt wie der Koran selbst. Heute rücken die Normenverse vermehrt in den Fokus von Ethik- und Säkularisierungsdebatten. Die bis in die Moderne hinein verfestigte traditionelle Vorstellung einer festgefügten islamischen Rechtsordnung ist v. a. in Lebenskontexten außerhalb muslimischer Mehrheitsgesellschaften nicht mehr haltbar.
Das Forschungsvorhaben zielt darauf ab, die Debatte über die Normenverse des Korans anhand eines multidimensionalen Ansatzes wissenschaftlich zu ordnen und in einen direkten Bezug zu praktischen und pädagogischen Fragestellungen von Muslim:innen in Deutschland zu bringen.

Special Interest Group (SIG) des Arbeitsbereichs Forschung ‚TÜSE RESEARCH!‛ "Rekonstruktive fachdidaktische Unterrichtsforschung" und "Relativität, Normativität und Orientierung"

Rekonstruktive fachdidaktische Unterrichtsforschung
In der Erforschung unterrichtlicher Vermittlungs- und Aneignungsprozesse scheint sich u.E. eine Art Arbeitsteilung zwischen Erziehungswissenschaft und Fachdidaktiken etabliert zu haben: Während in der erziehungswissenschaftlichen Unterrichtsforschung zwar rekonstruktive Verfahren populär sind, beschränkt sich die Forschung weitgehend auf die Sozialdimension des Unterrichts (Positionierung, Adressierung, Differenzierung). Im Kontrast dazu ist in den Fachdidaktiken eine rekonstruktive und damit umfassende empirische Erforschung unterrichtlicher Praxis jenseits konzeptioneller Bezüge (Normen) bisher nur vereinzelt umfassend etabliert. Dafür stehen hier die gegenstandsbezogenen Vermittlungsprozesse und damit die Inhaltsdimension im Zentrum der wissenschaftlichen Auseinandersetzung. Ziel der SIG ist es, diese bisherige Arbeitsteilung zu überwinden und systematisch Möglichkeiten der Verbindung von Sach- und Sozialdimension in der Erforschung von Unterricht zu entwickeln.

Relativität, Normativität und Orientierung
Relativität scheint in einer pluralen und demokratischen Gesellschaft ebenso selbstverständlich wie konfliktär. Sie kann als Gefahr angesehen werden, aber auch ein Bildungsziel bezeichnen, das aus der notwendigen Einsicht in die Bedingtheit und Perspektivität von Erkenntnissen, Überzeugungen und Wertesystemen erwächst. Dies erklärt, warum Relativität auf der einen Seite immer wieder in eine gefährliche Nähe zu Beliebigkeit und Orientierungslosigkeit im Sinne eines Relativismus zu führen scheint oder auf der anderen Seite zu massiven Vereindeutigungsversuchen, z.B. in Gestalt eines politischen oder religiösen Fundamentalismus. Ohne einen angemessenen Umgang mit Relativität ist ein friedliches Zusammenleben in pluralen Gesellschaften, die zunehmend in einem globalen Horizont zu sehen sind, nicht möglich. Diese Situation stellt sowohl den Ausgangspunkt als auch den Hintergrund für die Ausbalancierung von Normen (-bildungen) dar, die der Herausforderung des Relativen nicht ausweichen. Orientierung und Gewissheiten lassen sich in dieser Sicht nur in bewusster Aufnahme und Reflexion des Relativitätsproblems gewinnen. Damit eine solche Perspektive gesellschaftlich wirksam werden kann, muss sie auch in fachliche Bildungsprozesse übersetzt werden bzw. muss ein Bildungsverständnis entwickelt werden, das auf die spezifischen fachlichen Anforderungen der Relativität eingestellt ist. Die fachdidaktische Arbeitsgruppe bietet unter Beteiligung der Erziehungswissenschaft vor diesen Hintergründen die seltene Gelegenheit, Relativität als ein Schnittstellenproblem unterschiedlicher Disziplinen zu entfalten und mit Blick auf Bildung das Potenzial einer multiperspektivischen Bearbeitung von Relativitätsfragen zu demonstrieren.

Un/doing gender, un/doing religion. Lokale Praktiken der Religion und des Geschlechts in der postsekulären Weltgesellschaft (Forschungsplattform Global Encounters)

Lokale Praktiken der Religion und des Geschlechts in der postsäkularen Weltgesellschaft
Workshop 16. ­- 18. Juni 2021

Gefördert im Rahmen der Plattform 4 "Global Encounters" (Universität Tübingen)
Trotz der weltweiten Etablierung von Gleichberechtigungsnormen sowie einer zunehmenden De-Institutionalisierung des Geschlechterverhältnisses haben sich Vorstellungen einer traditionellen Geschlechterordnung im Kontext (verschiedener) Religionen als erstaunlich hartnäckig erwiesen. Auf der einen Seite fungiert Religion zwar in Folge von Säkularisierungs- und Modernisierungsprozessen immer weniger als kulturelle Determinante gesellschaftlicher Geschlechterverhältnisse, und die Lebenswege und Lebenslagen von Frauen und Männern haben sich in vielerlei Hinsicht empirisch angeglichen. Auf der anderen Seite entzünden sich aber in der (post-)säkularen Weltgesellschaft zahlreiche Konflikte rund um das Thema „Geschlecht und Religion“: Im internationalen Menschenrechtsdiskurs kollidieren z.B. seit den 1990er Jahren regelmäßig Forderungen nach Frauenrechten bzw. Rechten für sexuelle und geschlechtliche Minderheiten mit religiös begründeten Traditionen. Hier agieren Vertreter der Katholischen Kirche gemeinsam mit Evangelikalen Rechten und fundamentalistisch orientierten muslimischen Staaten gegen die sog. „Gender-Ideologie“ und für die heterosexuelle Ehe und Familie als „natural and fundamental group unit of society“.
Und auch auf nationaler bzw. lokaler Ebene entzünden sich an der Geschlechterdifferenz erhebliche Konflikte in verschiedenen religiösen Kontexten: So wird in der Katholischen Kirche nach wie vor um den Zugang für Frauen zu geistlichen Ämtern und Leitungsfunktionen gerungen (Maria 2.0), in den Gliedkirchen der EKD streitet man darüber, ob gleichgeschlechtliche Paare getraut oder gesegnet werden dürfen, und es gibt nach wie vor Debatten unter traditionalistisch orientierten Muslim*innen, die von einer Ungleichheit zwischen den Geschlechtern ausgehen. Darüber hinaus hat sich die Situation in Deutschland in den vergangenen Jahren in Folge der zunehmenden Anzahl geflüchteter Menschen aus muslimischen Ländern noch einmal verändert und Debatten über religiöse und kulturelle Unterschiede bzgl. der Sexualmoral ausgelöst. Überdies verschwimmen in den öffentlichen Selbst- und Fremdbeschreibungen religiöse und ethnische Grenzziehungen zunehmend, was zu weiteren Politisierungen und Intensivierungen der Konflikte führt. 
Vor dem Hintergrund dieser Debatten interessieren wir uns für die alltäglichen sozialen Praktiken, mit denen religiöse und geschlechtliche Zugehörigkeit hergestellt werden, sich überlagern oder auch wechselseitig neutralisieren. Die beiden Personenkategorien Geschlecht und Religion werden hierbei nicht als vorgegebene oder feststehende kategoriale Unterscheidungen, sondern kulturell und historisch kontingente Formen sozialer Differenzierung verstanden. Damit knüpfen wir sowohl an praktisch-theologische Arbeiten zur alltäglichen lebensweltlichen Praxis von Religion („lived Religion“) als auch an die soziologische Forschung zu Humandifferenzierungen an.
Nimmt man praxistheoretische Überlegungen zu Humandifferenzierungen ernst, finden religiöse und geschlechtliche Zugehörigkeiten gleichzeitig statt, können sich überlagern, gegenseitig verstärken oder auch neutralisieren, und es ist letztlich eine empirische Frage, in welchen Situationen welche Form der Zugehörigkeit aktualisiert wird. Interessante und bislang in der sozialwissenschaftlichen Forschung kaum behandelte Fragen hierzu betreffen die Beobachtbarkeit religiöser Praktiken als soziale Zugehörigkeit: Was bedeutet doing religion und welche Formen von Ausprägungen von Religionszugehörigkeit sind hierbei denkbar bzw. lassen sich beobachten? Werden hier die Angehörigen verschiedener Religionen unterschieden (Muslime, Christen, Juden etc.), verschiedene konfessionelle Zugehörigkeiten (evangelisch/katholisch) oder vielleicht eher religiös Gläubige von Agnostikern, Atheisten und religiös Indifferenten? Auf der Basis welcher Merkmale erfolgen religiöse Zuschreibungen und inwiefern sind hierbei z.B. auch ethnische Zugehörigkeiten relevant? Welche Glaubensressourcen werden auf welche Weise aktualisiert oder negiert?  Über diese Fragen soll im Rahmen eines interdisziplinären Workshops diskutieren werden. Der Workshop wird gemeinsam veranstaltet von Marion Müller (Soziologie), Michael Schüssler (Praktische Theologie/Kathol. Theologie), Fahimah Ulfat (Religionspädagogik/Islamische Theologie), Ursula Offenberger (Soziologie/Methodenprofessur) und Birgit Weyel (Praktische Theologie/Evangelische Theologie).

Decolonizing Global Encounters: Religion - Politics - Culture (Forschungsplattform Global Encounters)

Global Encounters sind heute bestimmt von multidimensionalen Macht- und Herrschaftsverhältnissen. Koloniale und neoimperiale Muster bleiben auch nach dem formalen Ende der Kolonialzeit wirksam und verbinden sich zu Strukturen der asymmetrischen Verteilung von Ressourcen, Lebenschancen und Gestaltungsmöglichkeiten. Die Erforschung dieser komplexen Verflechtungen verlangt eine vertiefte transdisziplinäre Reflexion, in der sich die Analyse globaler Dynamiken mit der kritischen Untersuchung kontextspezifischer Konstellationen verbindet. Die anstehende Herausforderung lautet:  Decolonizing Global Encounters.
Forum 1 „Decolonizing Religion“ hinterfragt die Rolle von Religion in postkolonialen Konstellationen und das (de)kolonisierende Potential religiöser Diskurse und Praktiken. Forum 2 „Decolonizing Politics“ untersucht die Bedingungen und Möglichkeiten dekolonialer Politiken und Rechtsverständnisse, Menschenrechtsforderungen sowie die Vielschichtigkeit und Ambivalenz von Emanzipationsprozessen. In Forum 3 „Decolonizing Culture“ wird nach den Symbolstrukturen von Religion, Politik und Ökonomie sowie nach den Mechanismen und Voraussetzungen der Produktion von „Sinn“, „Bedeutung“ und „Identität“ in postkolonialen Kontexten gefragt.

Religionspädagogischer Verbund

Die Professur für Islamische Religionspädagogik und das Institut für islamisch-religionspädagogische Forschung arbeiten in mehreren Forschungsprojekten und in der Lehre eng zusammen mit Prof. Dr. Friedrich Schweitzer (Evangelisch-Theologische Fakultät) und Prof. Dr. Reinhold Boschki (Katholisch-Theologische Fakultät) an der Universität Tübingen. Eine besonderes intensive Forschungskooperation erfolgt mit dem Evangelischen und Katholischen Institut für Berufsorientierte Religionspädagogik, EIBOR und KIBOR.

Herbart-Professur für Lehrer/innenbildung

Im Rahmen der bundesweiten Qualitätsoffensive Lehrerbildung hat sich an der Friedrich-Schiller-Universität Jena seit einigen Jahren das Projekt "Professionalisierung von Anfang an im Jenaer Modell der Lehrerbildung" (ProfJL) etabliert. In der zweiten Förderphase hat jedes Jahr ein Teilprojekt die Möglichkeit eine Gast-Professur zu gestalten. In diesem Jahr wird die Herbart-Professur für Lehrer/innenbildung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena von Prof. Dr. Fahimah Ulfat wahrgenommen.
Eröffnet wird die Gast-Professur am 01. Juni 2021 mit einem Festvortrag von Prof. Dr. Fahimah Ulfat zum Thema „Demokratiebildung im / durch den Islam“. Abgeschlossen wird die Gast-Professur am 03. Juni 2021 mit einem Symposium zum Thema „Zukunft der Lehrer/innenbildung" mit verschiedenen Diskussionspartner/innen. Die Veranstaltungsformate werden digital umgesetzt.

Doktorand/innen

Fachtagungen

Sexualität, Gender und Religion in gegenwärtigen Diskursen - Theologie, Gesellschaft und Bildung

Am 27./28.09.19 fand die Fachtagung „Sexualität, Gender und Religion in gegenwärtigen Diskursen – Theologie, Gesellschaft und Bildung“ an der Eberhard Karls Universität Tübingen statt. Elf Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Disziplinen setzten sich mit der Thematik aus ihren jeweiligen Fachperspektiven auseinander. Die interdisziplinäre Ausrichtung hat bei den rund 80 Teilnehmer*innen ein äußerst positives Echo hervorgerufen.

Dipl.-Soz.päd. Meral Renz gab einen Einblick in die sexualpädagogische Arbeit mit muslimischen Jugendlichen, zeigte kritische Problemfelder auf und erklärte, wie derartige Situationen mit einer adäquaten Haltung begegnet werden können.

Dr. Alexandra Wörn befasste sich mit dem Thema Frauen und Macht im Protestantismus und ging der Frage nach, welche Gründe es für männlich kodierte Machstrukturen in der Kirche gab und gibt, wie beispielsweise nicht-theologische Faktoren.

Jun.-Prof. Dr. Fahimah Ulfat stellte aktuelle empirische Studien zu den Einstellungen von muslimischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor, arbeitete auf dieser Grundlage die Herausforderungen für die Islamische Religionspädagogik heraus und formulierte schließlich Anregungen für die religionspädagogische Arbeit.

Leyla Jagiella lenkte den Blick auf historische und gegenwärtige Beispiele für den Umgang mit nicht binären Geschlechtsidentitäten in muslimischen Kontexten und zeigte auf, wie u.a. durch den Kolonialismus Zweigeschlechtlichkeit Einzug in das muslimische Denken erhielt. Zudem ging sie auf unterschiedliche Herausforderungen für Muslim*innen in Iran, Pakistan und Deutschland ein.

Odette Yilmaz und Frederike Güler stellten die Arbeit und die Haltung des Liberal-Islamischen Bundes e.V. insbesondere in Bezug auf Homosexualität vor, machten auf bestehende Problematiken in der muslimischen Community deutlich und verwiesen auf zahlreiche Initiativen, die sich aus einer muslimischen Perspektive für die Rechte von LGBTQI* einsetzen.

Saboura Naqshband lenkte den Fokus auf Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen für queere Musliminnen oder für Musliminnen of Colour, die sie aus der intersektionalen Perspektive beleuchtete. Sie gab Einblicke in ihre Arbeit als Empowerment-Trainerin.

Jun.-Prof. Dr. Ursula Offenberger befasste sich aus einer soziologische Perspektive mit der Zweigeschlechtlichkeit als Institution, die durch Religion naturalisiert wurde. Sie zeigte auf, mit wie forschungsmethodisch das biographische Wissen über Geschlecht in religiösen Vergemeinschaftungen in religiös formatierten Gelegenheiten untersucht werden kann.

Dr. Ali Ghandour verdeutlichte wie ausgeprägt sexuelle und erotische Motive etwa in der muslimischen Dichtung waren und machte so deutlich, dass Sexualität historisch betrachtet in muslimischen Kontexten kein Tabuthema waren, wie heutzutage oft angenommen wird. In seinem Vortrag ging es auch um die Transformationen, die in den letzten Jahrhunderten in den muslimisch geprägten Gesellschaften stattfanden.

Prof. Dr. Michael Schüssler erläuterte eindrücklich das katholische Sexualitätsdispositiv, das sich in einer theologischen Sexualmoral niederschlägt, die heute an der Lebenswirklichkeit der Menschen scheitert.

Dr. Mithu M. Sanyal behandelte zum Schluss dann nochmal die Folgen des Kolonialismus und ihre Auswirkung auf konkrete Sexualitätsvorstellungen. Insbesondere ging sie auf Prozesse und Vorstellungen in Indien und im Hinduismus ein.

Die Tagung stieß auf großes Interesse bei den ca. 80 Teilnehmer*innen. Die Wichtigkeit des Themas zeigte sich auch in der Vielfalt unter den Gästen. Lehrer*innen, Professor*innen, Sozialpädagog*innen und zahlreiche Studierende aus den verschiedenen Fächern besuchten die Tagung und bereicherten sie mit ihren Fragen und Diskussionen.

Wir danken den Referent*innen, die uns mit ihren Beiträgen zu der Fachtagung bereichert haben. Wir danken den Teilnehmer*innen, die uns mit ihren Impulsen und Fragen neue Denkanstöße gegeben haben. Wir danken unserem Team, Erkan Binici, Dunja Mdakka und Yahya Lange, ohne deren exzellente Organisation die Planung und Durchführung der Tagungen nicht möglich gewesen wäre. Und wir danken der Fritz-Thyssen-Stiftung, der Tübingen School of Education und dem Universitätsbund, die die Tagung gefördert haben. Ein Tagungsband mit den Beiträgen der Referet*innen ist in Vorbereitung und soll voraussichtlich 2020 erscheinen.

Organisiert wurde die Fachtagung von Jun.-Prof. Dr. Fahimah Ulfat, Universität Tübingen, und Dr. Ali Ghandour, Universität Münster.

Den Flyer zur Tagung finden Sie hier und die Videoaufzeichnung hier.


Kurzvita

seit Juli 2020
Professorin für Islamische Religionspädagogik am Zentrum für Islamische Theologie

an der Eberhard Karls Universität Tübingen

2017 - 2020
Jun.-Professorin für Islamische Religionspädagogik am Zentrum für Islamische Theologie

an der Eberhard Karls Universität Tübingen

2016 – 2017
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Islamische Theologie

an der Eberhard Karls Universität Tübingen

2016
Promotion zum Thema: „Die Selbstrelationierung muslimischer Kinder zu Gott – eine empirische Studie über die Gottesbeziehungen muslimischer Kinder als reflexiver Beitrag zur Didaktik des Islamischen Religionsunterrichts“

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

2011 – 2016
Kollegiatin am Graduiertenkolleg für Islamische Theologie / Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Islamische Religionslehre

an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

2012
Nachqualifikation im Fach Kunst

an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

2010 – 2012
Wissenschaftliche Hilfskraft im Fachbereich „Islamische Religionspädagogik“

an der Universität Osnabrück

2008 – 2011
Erweiterungsfach „Islamische Religionspädagogik“

an der Universität Osnabrück

2002 - 2008
Lehrerin

2000 - 2002
Referendariat

2. Staatsexamen

1997 - 1999
Zusatzqualifikation „Interkulturelle Pädagogik“

an der Universität Duisburg-Essen

1995 - 1999
Lehramt für die Primarstufe

an der Universität Duisburg-Essen, 1. Staatsexamen


Publikationen (Auswahl)

Herausgeberschaft

Beiträge in Sammelbänden und Zeitschriften

2021

  • Ulfat, Fahimah (2021): Kultivierung des Selbst. Zum aktuellen Stand der islamischen Religionspädagogik. In: Herder Korrespondenz Spezial, S. 55–56.
  • Ulfat, Fahimah (2021): „Der Islam steht für Vielfalt“. In: Rotary Magazin. Integration oder Exklusion? Ist ein bekenntnisgebundener Religionsunterricht noch zeitgemäß?, S. 40–41.
  • Ulfat, Fahimah/Engelhardt, Jan Felix/Yavuz, Esra (2021): AIWG-Expertise Islamischer Religionsunterricht in Deutschland. Qualität, Rahmenbedingungen und Umsetzung. Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft. Hier abrufbar.
  • Ulfat, Fahimah (2021): Von traditionell über konservativ bis liberal. Heterogene Einstellungen zu Sexualität bei jungen Muslim*innen. In: RISE-Jugendkuluturelle Antworen auf islamistischen Extremismus. Hier abrufbar.

2020

  • Ulfat, Fahimah (2020): Rezension von: Wiedenroth-Gabler, Ingrid: Kulturelle Vielfalt in der Schule, Islam als Herausforderung. Stuttgart: Kohlhammer 2019. In: Erziehungswissenschaftliche Revue (EWR) 19, Nr. 4. Hier abrufbar.
  • Schweitzer, Friedrich/Boschki, Reinhold/Ulfat, Fahimah (2020): Theorien in der Religionspädagogik: evangelisch, katholisch, islamisch. In: Harant, Martin/Küchler, Uwe/Thomas, Philipp (Hg.): Theorien! Horizonte für die Lehrerbildung. Tübingen: Tübingen University Press. S. 279–292.
  • Schweitzer, Friedrich/Boschki, Reinhold/Ulfat, Fahimah (2020): Religion in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Fachwissenschaft und Fachdidaktik in evangelischer, katholischer und islamischer Perspektive. In: Cramer, Colin et al. (Hg.): Handbuch Lehrerbildung (Neuausgabe). Bad Heilbrunn/Stuttgart: Klinkhardt. S. 140–149.
  • Ulfat, Fahimah (2020): Wie wollen Musliminnen und Muslime im evangelischen und katholischen Religionsunterricht thematisiert werden? In: Altmeyer, Stefan et al. (Hg.): Judentum und Islam unterrichten. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. S. 114–128.
  • Ulfat, Fahimah (2020): Stellungnahme zu den Ergebnissen der Jugendstudie „Jugend – Glaube – Religion“ aus islamisch-religionspädagogischer Perspektive. In: Schweitzer, Friedrich et al. (Hg.): Jugend Glaube Religion II: Neue Befunde - Vertiefende Analysen - didaktische Konsequenzen. Münster: Waxmann. S. 138–144.
  • Ulfat, Fahimah (2020): Sexualität und Religion bei jungen Muslim*innen in Deutschland in islamisch-religionspädagogischer Perspektive. In: Zeitschrift für Pädagogik und Theologie 72, S. 79–95.
  • Ulfat, Fahimah (2020): Researching International Knowledge Transfer (IKT) in academic Islamic Religious Education using the example of gender. In: Schreiner, Peter/Schweitzer, Friedrich (Hg.): International Knowledge Transfer in Religious Education. Münster: Waxmann. S. 161–174.
  • Ulfat, Fahimah (2020): Religionsunterricht in muslimischer Perspektive. In: Hilger, Georg et al. (Hg.): Religionsdidaktik. Ein Leitfaden für Studium, Ausbildung und Beruf (Neuauflage). 7. überarbeitete Auflage. München: Kösel. S. 78–84.
  • Ulfat, Fahimah (2020): Optionalität religiöser Bindung aus islamisch-religionspädagogischer Perspektive. In: Ströbele, Christian et al. (Hg.): Säkular und religiös – Herausforderungen für islamische und christliche Theologie. Regensburg: Pustet. S. 146–153.
  • Ulfat, Fahimah (2020): Musliminnen und Muslime, Islam und Gender in der Wirklichkeitskonstruktion empirischer Studien. In: Amirpur, Katajun (Hg.): MuslimInnen auf neuen Wegen. Interdisziplinäre Gender Perspetkvien auf Diversität. Baden-Baden: Ergon. S. 23–38. 
  • Ulfat, Fahimah (2020): Mit der Kraft der Narrationen in den Islamischen Religionsunterricht. In: Ulfat, Fahimah/Ghandour, Ali (Hg.): Islamische Bildungsarbeit in der Schule. Theologische und didaktische Überlegungen zum Umgang mit verschiedenen Themen im Islamischen Religionsunterricht. Wiesbaden: Springer VS. S. 49-64.
  • Ulfat, Fahimah (2020): Gottesverständnisse und Gottesbeziehungen muslimischer Kinder und Jugendlicher. In: IRP Information und Material. I&M. Zeitschrift für den katholischen Religionsunterricht an Grund-, Haupt-/ Werkreal-, Realschulen sowie an Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren, S. 28–31.
  • Ulfat, Fahimah (2020): Empirical research: Challenges and impulses for Islamic religious education. In: British Journal of Religious Education 42, S. 415–423.
  • Ulfat, Fahimah (2020): Gottesnarrative und Gottesbeziehungen im islamischen Religionsunterricht. In: Schröter, Jörg Imran (Hg.): Islam Didaktik: Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II. Berlin: Cornelsen. S. 106–123.
  • Ulfat, Fahimah (2020): Die ‚Entdeckung der Heterogenität‘ muslimischer Religiosität. In: Grümme, Bernhard/Schlag, Thomas/Ricken, Norbert (Hg.): Heterogenität. Eine Herausforderung für Religionspädagogik und Erziehungswissenschaft. Stuttgart: Kohlhammer. S. 165–178. (= Religionspädagogik innovativ).
  • Ulfat, Fahimah (2020): Biblische Erzählungen auf für muslimische Kinder? In: IRP Erleben & Erfahren. Sinn, Werte und Religion in Kindertageseinrichtungen. Die Bibel in der Kita, S. 11–15.

2019

  • Ulfat, Fahimah (2019): Researching Non-Formal Religious Education in Islamic Contexts. In: Schweitzer, Friedrich/Ilg, Wolfgang/Schreiner, Peter (Hg.): Researching Non-Formal Religious Education in Europe. Münster: Waxmann. S. 85–94.
  • Ulfat, Fahimah: Sprachsensibler Islamischer Religionsunterricht? – Mit Begriffsarbeit zu fachspezifischer Sprachreflexion. In: Peuschel, Christina/Burkard, Anne (Hg.): Studienbuch Sprachliche Bildung und Deutsch als Zweitsprache in den geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Fächern. Tübingen: Narr. S. 187-196.
  • Ulfat, Fahimah (2019): Theologisch-anthropologische Grundlagen religiöser Bildung aus islamisch-religionspädagogischer Perspektive. In: Theologische Quartalsschrift. Bildung aus theologischer Perspektive 2, S. 149–160.
  • Ulfat, Fahimah (2019): Islamische Theologie und Religionspädagogik: Das dringende Abenteuer der Übersetzung. In: Haußmann, Werner et al. (Hg.): EinFach Übersetzen. Theologie und Religionspädagogik in der Öffentlichkeit und für die Öffentlichkeit. Stuttgart: Kohlhammer. S. 241–248.
  • Ulfat, Fahimah (2019): Werteorientierungen im beruflichen Handeln von muslimischen Lehrerinnen und Lehrern. In: Cramer, Colin/Oser, Fritz (Hg.): Ethos. Interdisziplinäre Perspektiven auf den Lehrerberuf. Münster: Waxmann. S. 117–126.

2018

  • Ulfat, Fahimah (2018): Muslimische Kinder und ihre Formen der Selbstrelationierung zu Gott und zu immanenten Größen. In: Klöcker, Michael/Tworuschka, Udo (Hg.): Handbuch der Religionen 57. Helmstedt: Westarp. S. 1-27.
  • Ulfat, Fahimah (2018): Chancen und Herausforderungen für die religiöse Bildung in einer globalisierten Gesellschaft. In: Dziri, Amir/Dziri, Bacem (Hg.): Religion, Werte und Gesellschaft – Aufbruch statt Abbruch. Religion und Werte in einer pluralen Gesellschaft. Freiburg im Breisgau: Herder. S. 255–265.
  • Ulfat, Fahimah (2018): Verbindet oder trennt die Schöpfungstheologie? Schöpfungsnarrative muslimischer Denkerinnen und Denker. In: Jahrbuch der Religionspädagogik: Schöpfung. Neukirchen-Vluyn: Vandenhoeck & Ruprecht. S. 71–84.
  • Ulfat, Fahimah (2018): Dokumentarische Methode. In: Pirner, Manfred L./Rothgangel, Martin (Hg.): Empirisch forschen in der Religionspädagogik - Ein Studienbuch für Studierende und Lehrkräfte. Stuttgart: Kohlhammer. S. 147–167.
  • Ulfat, Fahimah (2018): Das Kamishibai als erzählgenerierender Eingangsstimulus für narrative Interviews mit Kindern. In: Zeitschrift für Pädagogik und Theologie 70, S. 49–60.

2017

  • Ulfat, Fahimah (2017): Vielfältige Gottesnarrative im Islam und bei muslimischen Kindern. In: Marchtaler Beiträge zur Schulentwicklung. Interreligiöser Dialog, S. 25–31.
  • Ulfat, Fahimah/Boschki, Reinhold (2017): Interreligiöser Dialog im Religionsunterricht. In: Zeitschrift für den katholischen Religionsunterricht an allgemeinbildenden Gymnasien und beruflichen Schulen, S. 36–40.
  • Ulfat, Fahimah (2017): Current State of Research on Islamic Religious Education in Germany. In: Schweitzer, Friedrich/Boschki, Reinhold (Hg.): Researching Religious Education: Classroom Processes and Outcomes. Waxmann. S. 343–372.
  • Ulfat, Fahimah (2017): Qualitative Untersuchungsergebnisse zur Gottesbeziehung von muslimischen Kindern als Basis für die theoretische Grundlegung einer Kindertheologie im Islamischen Religionsunterricht. In: Hikma. Journal of Islamic Theology and Religious Education. Zeitschrift für Islamische Theologie und Religionspädagogik Heft 2, Jahrgang 8, S. 98–111.
  • Ulfat, Fahimah (2017): Facetten von Religiosität und Gottesbezügen in Narrationen muslimischer Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter – eine empirische Studie. In: Zeitschrift für Grundschulforschung.: Bildung im Elementar- und Primarbereich 2, S. 150–161.

2016

  • Ulfat, Fahimah (2016): Die Frage nach dem Menschen in der Islamischen Religionspädagogik. Denkanstöße aus einer empirischen Forschungsarbeit zur Gottesbeziehung muslimischer Kinder. In: Karimi, Milad/Khorchide, Mouhanad (Hg.): Jahrbuch für Islamische Theologie und Religionspädagogik - Was ist der Mensch. Freiburg im Breisgau: Kalam Verlag. S. 149–168.
  • Ulfat, Fahimah (2016): Beobachterbericht zum Forum „Frauenarmut bekämpfen – eine christliche und muslimische Aufgabe“. In: Ströbele, Christian et al. (Hg.): Armut und Gerechtigkeit: Christliche und islamische Perspektiven. Regensburg: Friedrich Pustet. S. 178–185.
  • Ulfat, Fahimah/Khalfaoui, Mouez (2016): تدريس الدين الإسلامي في أوروبا - المقارنة كأسلوب للتدريس بمهنية واحتراف. In: El Mesbar Studies (Hg.): الإسلام في أوروبا: إشكاليات الإندماج وتحديات الإرهاب. Dubai, United Arab Emirates: United printing & Publishing. S. 97–113.

2014

  • Ulfat, Fahimah/Kamcili-Yildiz, Naciye (2014): Islam von Abendgebet bis Zuckerfest: Grundwissen in 600 Stichwörtern. Berlin: Cornelsen.
  • Ulfat, Fahimah (2014): Das islamische und das subjektive Gottesbild. Von identitätstheoretisch begründeten Diskrepanzen. In: Behr, Harry Harun/Ulfat, Fahimah (Hg.): Zwischen Himmel und Erde: Bildungsphilosophische Verhältnisbestimmungen von Heiligem Text und Geist. Münster: Waxmann . S. 139–161.
  • Ulfat, Fahimah (2014): Lehrerpersönlichkeit und ethische Bildung im islamischen Kontext. In: Solgun-Kaps, Gül (Hg.): Fachdidaktik für die Grundschule: Islam. Berlin: Cornelsen. S. 164–185.