Exzellenzstrategie

Exzellenzstrategie und Exzellenzuniversität

Ziele & Maßnahmen

In der Förderlinie Exzellenzuniversität der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern werden institutionelle Gesamtstrategien gefördert. Ziel ist es, die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit zu verbessern und hervorragende Rahmenbedingungen für exzellente Forschung zu schaffen. Universitäten können in dieser Förderlinie nur dann einen Antrag stellen, wenn sie mindestens zwei Exzellenzcluster einwerben.

Die Universität Tübingen gehört seit 2012 zu den exzellenten Forschungsstandorten in Deutschland. Mit ihrem Konzept Research – Relevance – Responsibility. Open to New Challenges and a Global Scope of Action war sie auch in der aktuellen Runde der Exzellenzstrategie erfolgreich. Am 11. März 2026 entschied die Exzellenzkommission von Bund und Ländern, dass die Universität Tübingen ihren Status als Exzellenzuniversität behält.

In der neuen Förderphase (2027–2033) will die Universität Tübingen ihre exzellente Forschung und forschungsbasierte Lehre weiter stärken. Gleichzeitig setzt sie auf ein integratives und kooperatives Universitätsumfeld sowie auf eine noch engere interdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit. Eine zentrale Rolle spielt dabei weiterhin der Tübingen Research Campus, der die Zusammenarbeit mit außeruniversitären Partnern bündelt. Zugleich setzt die Universität verstärkt auf den Dialog mit der Gesellschaft und möchte mit ihrer Forschung zur Lösung globaler Herausforderungen beitragen.


5 Ziele

Konkret hat sich die Universität für die aktuelle Förderphase der Exzellenzstrategie (2019–2026) fünf übergeordnete Ziele gesetzt:

1. Forschungsexzellenz stärken

Wir wollen den Spirit of Excellence in der gesamten Universität verankern und weltweit renommierte Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher rekrutieren. Auf diese Weise soll die Universität Tübingen langfristig als eine der besten Forschungseinrichtungen weltweit etabliert werden.

2. Kollaboratives Forschungsumfeld weiterentwickeln

Die Universität wird ihre erstklassige Infrastruktur ausbauen und Netzwerke bilden, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Forschungsgebiete zu erhöhen.

3. ChangeAbility sichern

Wir wollen die Universität flexibel und handlungsfähig halten, um ausgewählte neue Forschungsparadigmen sowie technologische und gesellschaftliche Entwicklungen rasch und zielstrebig aufgreifen zu können.

4. Global Awareness in Forschung und Lehre fördern

Wir wollen allen Mitgliedern der Universität und insbesondere unseren Studierenden die Möglichkeit bieten, ein hohes Maß an interkultureller Kompetenz sowie Lösungskompetenz für die enormen ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu erwerben, um sich so als verantwortungsbewusste Akteurinnen und Akteuren in einer globalisierten und vernetzten Welt verhalten zu können.

5. Gesellschaftliches Engagement ausweiten

Die Universität will relevante Beiträge zu aktuellen Debatten leisten und neue Formen der Wissenschaftskommunikation, der Öffentlichkeitsarbeit und des Wissenstransfers fördern.


Zentrale Maßnahmen

Zur Umsetzung ihrer strategischen Ziele ergreift die Universität zentrale Maßnahmen, die teils bestehende Strukturen fortführen und ausbauen sowie neue Strukturen etablieren werden:

Plattformen 

Die vier etablierten Plattformen werden nach fünf Jahren erfolgreicher Arbeit inhaltlich neu ausgerichtet.

Core Facilities 

Die drei bereits bestehenden Core Facilities Zentrum für Quantitative Biologie (QBIC), Zentrum für Licht-Materie-Interaktion, Sensoren & Analytik (LISA+) und Digital Humanities Center (ehem. eScience-Center) werden um zwei neue Core Facilities erweitert: die Tübingen Structural Microscopy (TSM) und das Zentrum für empirische Methoden.

College of Fellows

Im April 2022 gründete die Universität ein College of Fellows für internationale Wissenschaftler:innen und fördert damit innovative Lehre und Forschung. Das College richtet sich an Postdocs sowie Professor:innen und soll bereits bestehende interdisziplinäre Angebote erweitern.

Global Awareness Education Program

Die Universität baut ihr überfachliches Lehrangebot für Beschäftigte und Studierende mit Kursen zum Erwerb interkultureller Kompetenz aus. Erweitert wird zudem das Angebot unseres Studium Oecologicum, um den mit dem Klimawandel einhergehenden ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen Rechnung zu tragen. So wollen wir den Erfordernissen einer sich zunehmend globalisierenden Welt gerecht werden.


Auf der Website der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder finden Sie weitere Informationen zum Exzellenzstrategie-Programm und allen aktuell geförderten Exzellenzclustern und Exzellenzuniversitäten.

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