Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW)

KIKI – KI-Anwendungen im Einklang mit Kinderrechten: Kinder stärken und pädagogische Fachkräfte befähigen zu sicherer und kindgerechter digitaler Teilhabe

Das Thema KI durchdringt sämtliche Lebensbereiche schon von Kindern. Gerade kleinere Kinder halten digitale Technologien oft für menschenähnlich und vertrauen ihnen beispielsweise Geheimnisse an oder fragen sie um Rat. Aus kinderrechtlicher Perspektive ist es dabei wichtig, Kinderrechte auf Privatheit und einer gesunden Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit sowie Rechte auf Schutz vor kommerzieller Ausbeutung ebenso zu wahren wie die Rechte von Kindern auf Spiel, Bildung und Teilhabe. 

Im interdisziplinären Forschungsprojekt KIKI untersuchen wir partizipativ mit Kindern im Vorschulbereich und Erzieher:innen deren Bedarfe und Perspektiven und erarbeiten in einem Modellprojekt Materialien, die im Sinne positiver Medien verschiedene Rechte von Kindern in der frühen Kindheit stärken. Ziel dabei ist es auch, pädagogische Fachkräfte zu befähigen, mit den Kindern ein grundlegendes Verständnis von KI-Funktionen zu entwickeln, damit diese selbstbestimmt in digitalen Umgebungen handeln lernen. Im ethischen Teilprojekt erarbeiten wir kinderrechtliche Perspektiven auf das Thema, untersuchen Fragen des Kindeswohls (Digital Wellbeing) und untersuchen, welche Aspekte von Leiblichkeit wichtig für das gesunde Aufwachsen von Kindern in der frühen Kindheit sind. Auch reflektieren wir forschungsethische Fragen der partizipativen Forschung mit Kindern ­­und erarbeiten Leitlinien zu kindgerechter KI.

Projektbeschreibung

Das Thema KI durchdringt sämtliche Lebensbereiche schon von Kindern. Gerade kleinere Kinder halten digitale Technologien oft für menschenähnlich und vertrauen ihnen beispielsweise Geheimnisse an oder fragen sie um Rat. Heute nutzen bereits die Kinder im Vorschulbereich eine Vielzahl an Technologien und digitalen Systemen – allein 41% der 2-5-Jährigen haben Zugang zu Sprachassistentinnen im Haushalt und 21% besitzen ihr eigenes Tablet. Und von der miniKIM (2023) wissen wir, dass die Nutzung oft unbegleitet stattfindet.

Aus kinderrechtlicher Perspektive ist es wichtig, Kinderrechte auf Privatheit und einer gesunden Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit sowie Rechte auf Schutz vor kommerzieller Ausbeutung ebenso zu wahren wie die Rechte von Kindern auf Spiel, Bildung und Teilhabe. 

Im interdisziplinären Forschungsprojekt KIKI untersuchen wir auch partizipativ mit Kindern im Vorschulbereich und Erzieher:innen deren Bedarfe und Perspektiven und erarbeiten in einem Modellprojekt Materialien, die im Sinne positiver Medien verschiedene Rechte von Kindern in der frühen Kindheit stärken. Ziel dabei ist es auch, pädagogische Fachkräfte zu befähigen, mit den Kindern ein grundlegendes Verständnis von KI-Funktionen zu entwickeln, damit diese selbstbestimmt in digitalen Umgebungen handeln lernen.

Im ethischen Teilprojekt erarbeiten wir kinderrechtliche Perspektiven auf das Thema, untersuchen Fragen des Kindeswohls und Digital Wellbeings und untersuchen, welche Aspekte von Leiblichkeit wichtig für das gesunde Aufwachsen von Kindern in der frühen Kindheit sind. Auch reflektieren wir forschungsethische Fragen mit Blick auf partizipative Forschung mit Kindern und erarbeiten Leitlinien zu kindgerechter KI in der frühen Bildung.

 

Wissenschaftliche Projektbeschreibung

Ausgehend von einem kinderrechtlichen Ansatz wird im Zusammenspiel von Kinderethik, KI-Ethik, Medienpsychologie, angewandter Informatik und pädagogischen Fachkräften partizipativ mit Kindern im Vorschulbereich zu deren Bedarfen und Perspektiven in Bezug auf KI-Anwendungen geforscht. In einem Modellprojekt werden gemeinsam mit der Forschungsgruppe Elementarinformatik Materialien entwickelt und erprobt, die im Sinne „positiver Medien“ verschiedene Rechte von Kindern (z.B. auf Spiel, Teilhabe, auf Schutz und Privatheit) in der frühen Kindheit stärken. Pädagogische Fachkräfte sollen dabei befähigt werden, ethische Anforderungen an KI-Systeme für Kinder zu erkennen und zu reflektieren, wie mit Kindern ein grundlegendes Verständnis von KI-Mechanismen entwickelt werden kann, damit diese selbstbestimmt in digitalen Umgebungen handeln lernen. 

Das Projekt generiert empirische Daten zu Bedarfen von Kindern und erarbeitet die Konzepte über Partizipation mit Vorschulkindern. Um Materialien für pädagogische Fachkräfte zu entwickeln, die auch die Bedürfnisse der Zielgruppen einbeziehen, sind die Sichtweisen der Kinder selbst einzuholen (Art. 12 UN-Kinderrechtskonvention). Hierzu wird ein forschungsethisches Konzept erarbeitet und über kindzentrierte Methoden Daten erhoben.  Über Expert*innen-Interviews mit pädagogischen Fachkräften werden die Erfahrungen, Vorbehalte und Gelingensbedingungen zentraler Ansätze für die Praxis eruiert. Dabei werden auch die Bedarfe und Ideen der Fachkräfte berücksichtigt. Basierend auf psychologischen und ethischen Ansätzen der sich entwickelnden Fähigkeiten von Kindern (‚evolving capacities‘) werden Konzepte für die pädagogische Praxis entwickelt und ausdifferenziert.

Gemeinsam mit Expert*innen aus dem Bereich angewandter KI und Rights-by-Design werden Konzepte für positive Angebote entwickelt, die die kindlichen Perspektiven aufgreifen.

Basierend auf den Projektergebnissen werden zusätzlich Leitlinien für die Entwicklung von KI (z.B. keine Anthromorphisierung, keine Invasion in kindliches Erleben, Datensparsamkeit und Transparenz) erarbeitet, erprobt und disseminiert.

Publikationen und Materialien

Noch ausstehend - schauen sie gerne bald wieder vorbei für neue Veröffentlichungen.

Projektleitung

  • Dr. Ingrid Stapf: Senior Researcher – Schwerpunkt Kinderethik, Kinderrechte, Medienethik (Leitung Teilprojekt Ethik)
  • Prof. Dr. Jessica Heesen: Leitung der Forschungsgruppe Medienethik, Technikphilosophie & KI – Schwerpunkt KI-Ethik 

Gefördert durch BMBFSFJ

Laufzeit: 1.1.2026-31.12.2028
Förderkennzeichen: 01NV2508B

Projektpartner

Sozialpsychologie: Medien und Kommunikation an der Universität Duisburg Essen
Prof. Dr. Nicole Krämer: Leitung des Fachgebiets Sozialpsychologie (Konsortialleitung)
Msc. Natalia Szymczyk: Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Angewandte Informatik an der Universität Bamberg
Prof. Dr. Ute Schmid: Lehrstuhl für Kognitive Systeme / Bamberger Zentrum für Künstliche Intelligenz (Leitung Teilprojekt KI-Bildung im Elementarbereich (KIKI-KIMA)
Alisa Münsterberg: Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Assoziierte Partner

KSI Katholisch-Soziales Institut (Medien in Kita und Schule, Fortbildungsangebot für Lehrkräfte und Erzieher*innen)
CaritasCampus (Ausbildung und Fortbildung pädagogischer Fachkräfte und soziale Arbeit)
CaritasSozialdienste Rhein-Kreis Neuss GmbH (Kindergärten und Kindertagesstätten)