Exzellenzstrategie

Ko-Kreations-Teams

Gemeinsam Lösungen gestalten

Der Public-Engagement-Hub konzipiert, öffnet, moderiert und evaluiert bei den Science & Innovation Days 2026 Räume für Ko-Kreations-Teams. In diesen Teams unterstützen wir Forschende dabei, gemeinsam mit der Gesellschaft konkrete Lösungen zu relevanten Herausforderungen zu erarbeiten und so Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen –  gemäß den Zielen der Exzellenzstrategie: Research – Relevance – Responsibility. 

4 Themen – 4 Teams – 4 Lösungen 

In den Themenfeldern Mikrobiologie, Psychologie, Geowissenschaften und Medizin, setzen sich seit Anfang 2026 vier Teams mit jeweils einem konkreten gesellschaftlichen Problem auseinander. Im Austausch mit Betroffenen, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Politik und Kommunen oder Wirtschaft bringen die Partnerinnen und Partner ihre Praxisexpertise ein, sodass gemeinsam neues Wissen entsteht. Die Teams werden von Natalie Lenhof und Oliver Häußler aus dem Public-Engagement-Hub moderiert.


Ko-Kreations-Team: Antibiotikaresistenz

Antibiotikaresistenzen sind ein unsichtbares, aber globales Risiko. Gemeinsam mit Jugendlichen aller Schularten machen das Exzellenzcluster CMFI und die Volkshochschule Reutlingen dieses Problem für Schüler:innen in einer modularen Medien-Lernstation sichtbar und zeigen mögliche Lösungen auf. 

Details: Ziele & Beteiligte

Ziel: Eine interaktive modulare Medien-Lernstation entwickeln, um Jugendliche für Antibiotikaresistenz zu sensibilisieren.  

Partner:innen im Ko-Kreations-Team:  
Leon Kokkoliadis, CMFI-Exzellenzcluster  
Ophelia Stratmann, VHS Reutlingen 
Schüler:innen und Lehrer:innen der Friedrich-Förster-Gemeinschaftsschule Reutlingen 
 
Weitere Beteiligte:  
Leibniz-Institut für Wissensmedien: digitale Anwendungen zur Wissensvermittlung  
TüSE (Tübingen School of Education): Bildungsforschung  
TüCeDe (Tübingen Center for Digital Education): Bildungsforschung digitale Medien  
Stadtmedienzentrum Stuttgart: Game-Design  
 Zentrum für Medienkompetenz (ZFM)  


Ko-Kreations-Team: Mentale Gesundheit von Informell Pflegenden Angehörigen

Mehr als 7 Millionen Menschen in Deutschland pflegen ihre Angehörigen – und leiden dabei oft unter Depressionen, Angst, Erschöpfung und vielen weiteren mentalen Belastungen. Das Team sammelt und stärkt Stimmen von Informell Pflegenden Angehörigen (IPA) in Erzählcafés, Art Nights und durch Soziale Medien. Auf dieser Grundlage entwickelt das Team zusammen mit Expert:innen aus Gesundheitswesen, Politik und Kommunen bei einem transdisziplinären Symposium Lösungsansätze. 

Details: Ziele & Beteiligte

Ziel:  Geschichten von Betroffenen sichtbar machen und bei Politik, Behörden und relevanten Organisationen in Dialog bringen, um die Bedarfe an Unterstützungsangeboten vermitteln. So kann die Resilienz der Betroffenen besser gestärkt werden. 

Partner:innen im Ko-Kreations-Team:  
Dr. Lydia Kogler, Universitätsklinikum Tübingen /Projekt “ Fe/Male Brain” 
Promovierede des IRTG 2804: Women’s Mental Health across the reproductive years
Dr. Caroline Meyer, Deutsches Zentrum für Psychische Gesundheit – DZPG  
Informell Pflegende Angehörige (IPA)  


Ko-Kreations-Team: Bürgerwissenschaft & Pflanzenkohle für die Streuobstwiese der Zukunft

Streuobstwiesen sind Kulturlandschaften, Biodiversitäts-Hotspots und natürliche Klimaschützer. Doch durch Klimawandel, Trockenheit und Schädlinge sind sie gefährdet. Das Citizen-Science-Projekt „Bürgerwissenschaft & Pflanzenkohle für die Streuobstwiese der Zukunft“ will das ändern – zusammen mit regionalen Obst- und Gartenbauvereinen. Das Exzellenzcluster TERRA der Universität Tübingen erforscht in einem ko-kreativen Prozess mit dem Landratsamt Reutlingen sowie dem Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine Reutlingen e. V. (KOV) und seinen Mitgliedern, wie Pflanzenkohle die Bodenqualität, Wasserspeicherfähigkeit und das Wachstum von Streuobstbäumen verbessern kann. Dabei bringt der KOV seine langjährige Streuobstwiesen-Expertise mit ein. 

Details: Ziele & Beteiligte

Ziel:  Obstbäume auf Streuobstwiesen mit Pflanzenkohle neu pflanzen, um gemeinsam mit  Obst-und Gartenbauern  zu erforschen, wie die Bäume klimaresilienter werden und um Stoffkreisläufe zu schließen. 

Partner:innen im Ko-Kreations-Team:
Markus Maisch, TERRA-Exzellenzcluster  
Gloria Koepke, Citizen Science Koordination der Uni Tübingen
Simon Walch, Landkreis Reutlingen
Ralf Röckel, Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine Reutlingen e. V.  
Mitglieder der Obst- und Gartenbauvereine im Landkreis Reutlingen

Weitere Beteiligte:
Gartenschau Bad Urach 2027


Ko-Kreations-Team: Sprechen über HIV

Heute hat sich HIV zu einer behandelbaren Infektion gewandelt und ist unter medikamentöser Therapie nicht übertragbar. Doch trotz medizinischer Fortschritte bleibt Stigmatisierung ein zentrales Problem. Menschen mit HIV erleben Diskriminierung – im Gesundheitswesen, in Beziehungen, am Arbeitsplatz und in ländlichen Regionen, wo es wenig Unterstützungsangebote gibt. Das Ko-Kreations-Team rund um Dr. Kristina Hopfensperger vom Institut für Medizinische Virologie und Epidemiologie der Viruskrankheiten am Universitätsklinikum Tübingen hat gemeinsam mit Betroffenen, der Aidshilfe Tübingen-Reutlingen e. V., dem Stadtmuseum Tübingen und Masterstudierenden der Medienwissenschaft  eine interaktive Ausstellung, erarbeitet, die auch auf Wanderschaft geht – dahin, wo es sich Menschen mit HIV wünschen: in ländliche Regionen, das eigene Unternehmen oder auch in Arztpraxen. 

Details: Ziele & Beteiligte

Ziel: Interaktive Ausstellung(en) und Dialogformate entwickeln, um gemeinsam den Dialog über HIV zu gestalten und um Menschen, die mit dem HI-Virus leben, sprechfähig zu machen, sowie einer Stigmatisierung entgegen zu wirken.  

Partner:innen im Ko-Kreations-Team:
Dr. Kristina Hopfensperger, Postdoktorandin am Institut für Medizinische Virologie und Epidemiologie der Viruskrankheiten am Universitätsklinikum Tübingen  
Melanie Eisele, Roland Fritsch, Anna Mayr, Gitta Rosenkranz, Brigitte Ströbele,  Aidshilfe Tübingen-Reutlingen e. V.
Menschen, die mit HIV leben  
Guido Szymanska, Stadtmuseum Tübingen  
Masterstudierende der Medienwissenschaft an der Universität Tübingen  

Weitere Beteiligte:
Institut für Medienwissenschaft / Zentrum für Medienkompetenz (ZFM)
Institut für Medizinische Virologie und Epidemiologie der Viruskrankheiten am Universitätsklinikum Tübingen   


Weiterführende Informationen