Lehre


Lehrveranstaltungen


Wissenschaftlich lernen und lehren (WILLE)

Im Rahmen des hochschulweiten Projekts WILLE ist die Praktische Theologie am Service Learning als einer innovativen Form des Studierens und Lehrens beteiligt. Service Learning heißt: Studierenden engagieren sich in zivilgesellschaftlichen Bereichen, in denen sie einen sinnvollen Dienst leisten können. Sie bringen die Erfahrungen aber auch in die universitäre Lehre mit ein, werden fachwissenschaftlich begleitet und können ihr Engagement auch im Studium vertiefen.
Die drei Tübinger Theologien, das Zentrum für Islamische Theologie, die Katholisch-Theologische Fakultät und die Praktische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät arbeiten hier eng zu Themen der Interkulturalität und Interreligiosität zusammen.


Plakate aus Praktikumsübung

Im Rahmen der Vorbereitung auf das Praktikum haben die Studierenden Plakate entworfen, die ihr Bild vom Pfarramt (der Zukunft) zeigen. In Zusammenarbeit mit der für die Kommunikationsstrategie der EKD-Website 'Das volle Leben' verantwortlichen Agentur Kerygma.de wurde die Übung zu einen think tank. Die kreativen Entwürfe wurden grafisch aufbereitet und konnten als Poster mitgenommen werden.

    


Exkursion des Seminars 'Interreligiöse Seelsorge'

Studentin Lea Schlenker berichtet über ihre Erfahrungen bei der Exkursion zu 'Omid' in Stuttgart am 04.12.2015:

"Im Rahmen des interdisziplinären Seminars 'Interreligiöse Seelsorge' von Frau Weyel (Evangelisch-Theologische Fakultät) und Herrn Hibaoui (Zentrum für Islamische Theologie) besuchten wir im ehemaligen Bürgerhospital die größte Flüchtlingsunterkunft Stuttgarts. Dort leben 900 Menschen, 400-500 sollen noch dazu kommen. Viele Menschen in Not auf engem Raum – hier ist Seelsorge wichtig. Das Projekt Omid, was auf persisch 'Hoffnung' bedeutet, versucht diesen Bedarf aufzufangen. Sechs Mitarbeiter*innen teilen sich drei Stellen, getragen von der Caritas. Herr Hummler und Herr Häberlin gaben uns Einblicke in ihre Arbeit. Das Projekt ist noch jung, viel Improvisation und Innovation sind gefragt. Omid versucht, niederschwellig und flexibel Flüchtlingen zur Seite zu stehen und damit vor allem zu stabilisieren. Eines der Hauptarbeitsfelder von Omid betrifft traumatisierte Geflüchtete. Traumata von Geflüchteten haben verschiedene Ursachen:

  1. Erfahrungen auf der Flucht: Tote unterwegs, Erpressung, Hilflosigkeit, Willkür (sexuelle Gewalt), Todesbedrohung, Hunger, Durst, Kälte, Enge.
  2. Belastung im Hier und Jetzt: räumliche Enge, z.T. willkürlich erscheinende Bürokratie, Einsamkeit und Verlorenheit aus mangelndem Vertrauen untereinander, Perspektivlosigkeit, kulturelle Fremde, Sprachbarrieren, Angst vor der deutschen Bevölkerung.
  3. Belastung im Hier und Jetzt im Blick auf das Heimatland: finanzielle Unterstützung Angehöriger im Heimatland, Angehörige auf der Flucht.

Omid versucht zu stabilisieren, indem Beziehungen geschaffen werden, Begleitung und Unterstützung geleistet wird, Fragen geklärt und anliegende Themen bearbeitet werden. Dazu tragen auch Sprachkurse bei, das sie nicht nur zum Erlernen der Sprache dienen, sondern auch einen Tagesstruktur bieten sowie Gemeinschaft, Annahme und Respekt ermöglichen. Omid arbeitet vernetzt: Die meisten Kontakte kommen über Sozialarbeiter zustande, zugleich wird der soziale Anschluss an Gemeinden gesucht. Aber auch wir Studierenden sind mögliche Vernetzungspartner. Der Nachmittag bei der Flüchtlingsseelsorge hat sicherlich einigen von uns den Blick für die Problematik geschärft, woraus eine intensivere Beschäftigung erwachsen kann. An dieser Stelle vielen Dank an Herrn Hummler und Herrn Häberlin, dass sie sich Zeit für uns und unsere Fragen genommen haben."


Homiletisches Hauptseminar

Im Homiletischen Hauptseminar haben die Studierenden die Möglichkeit, ihre Predigten im Gottesdienst einer Tübinger Kirchengemeinde zu halten und sich in den Darbietungsformen der Liturgie auszuprobieren.