Prof. Dr. Carolin Führer

Forschung/Kooperationen

Forschungsinteressen

  • Erinnerungskulturen und -praktiken (im Deutschunterricht)
  • Literar- und medienästhetisches Lernen (insbesondere Multimodalität, Digitalität, Ästhetische Erfahrung)
  • Gattungs- und genresensible Literaturdidaktik (u.a. Balladen, Lyrik, Comics und Graphic Novels)
  • Lehrerforschung sowie Lehrerbildung im Fach Deutsch
  • Relativität, Normativität und Orientierung in der fachlichen Bildung

Methodische Grundlagen (Auswahl)

  • qualitative (Medien-)Rezeptionsforschung
  • rekonstruktive Unterrichtsforschung
  • interpretative Sozialforschung
  • Multimodalitätsforschung
  • Subjektivierungsforschung
  • Qualitative Interviewstudien
  • Systemtheorie
  • Narratologie

Aktuelle Forschungsthemen und -kooperationen

Literar- und medienästhetisches Lernen

Ästhetische Rezeptions- und Reflexionsfähigkeiten fördern...

  • auf Grundlage der empirischen Erkenntnisse über ästhetische Rezeptionsprozesse

Evaluative ästehtische Rezeption und Bildung (zusammen mit Dr. Marco Magirius, PD Dr. Christel Meier und Dr. Silke Kubik)

  • in allen Medien

Didaktik grafisches Erzählens unter Berücksichtigung lese-, schreib-, literatur- und mediendidaktischer Zielstellungen (zusammen mit Dr. Alexander Schneider/ Kunstpädagogik)

Literarisches Lesen, literarische Gegenstandskonstution und ästhetische Bildung in der Digitalität (zusammen mit Judith Preiß)

  • in einer sprachenfächerverbindenden Literaturdidaktik

Möglichkeiten und Grenzen der Förderung ästhetischer Rezeptionsfähigkeiten im Kontext einer gesamtsprachlichen Literaturdidaktik (zusammen mit Prof. Dr. Bernd Tesch, Philipp Marzusch, Dr. Matthias Grein)

Relativität, Normativität und Orientierung im Fachunterricht

Special Interest Group (SIG)

Relativität scheint in einer pluralen und demokratischen Gesellschaft ebenso selbstverständlich wie konfliktär. Sie kann als Gefahr angesehen werden, aber auch ein Bildungsziel bezeichnen, das aus der notwendigen Einsicht in die Bedingtheit und Perspektivität von Erkenntnissen, Überzeugungen und Wertesystemen erwächst. Dies erklärt, warum Relativität auf der einen Seite immer wieder in eine gefährliche Nähe zu Beliebigkeit und Orientierungslosigkeit im Sinne eines Relativismus zu führen scheint oder auf der anderen Seite zu massiven Vereindeutigungsversuchen, z.B. in Gestalt eines politischen oder religiösen Fundamentalismus. Ohne einen angemessenen Umgang mit Relativität ist ein friedliches Zusammenleben in pluralen Gesellschaften, die zunehmend in einem globalen Horizont zu sehen sind, nicht möglich. Diese Situation stellt sowohl den Ausgangspunkt als auch den Hintergrund für die Ausbalancierung von Normen (-bildungen) dar, die der Herausforderung des Relativen nicht ausweichen. Orientierung und Gewissheiten lassen sich in dieser Sicht nur in bewusster Aufnahme und Reflexion des Relativitätsproblems gewinnen. Damit eine solche Perspektive gesellschaftlich wirksam werden kann, muss sie auch in fachliche Bildungsprozesse übersetzt werden bzw. muss ein Bildungsverständnis entwickelt werden, das auf die spezifischen fachlichen Anforderungen der Relativität eingestellt ist. Die fachdidaktische Arbeitsgruppe bietet unter Beteiligung der Erziehungswissenschaft vor diesen Hintergründen die seltene Gelegenheit, Relativität als ein Schnittstellenproblem unterschiedlicher Disziplinen zu entfalten und mit Blick auf Bildung das Potenzial einer multiperspektivischen Bearbeitung von Relativitätsfragen zu demonstrieren.

zusammen mit: Prof. Dr. Bernd Grewe (Geschichtsdidaktik und Public History), Prof. Dr. Bernd Tesch (Romanistische Fachdidaktik), Prof. Dr. Uwe Küchler (Didaktik des Englischen), Dr. Uta Müller (Ethik und Bildung am IZEW), Prof. Dr. Dr. h.c. Friedrich Schweitzer (Evangelische Religionspädagogik), Dr. Wolfgang Polleichtner (Didaktik der klassischen Philologien), Prof. Dr. Philipp Thomas (PH Weingarten, Philosophie/Ethik), Prof. Fahimah Ulfat (Islamische Religionspädagogik), PD Dr. Jessica Heesen (Medienethik und Informationstechnik), Dr. Dominik Balg (Philosophiedidaktik), Philipp Marzusch (Doktorand in der SIG), Dr. Marco Magirius (Didaktik der deutschen Literatur), Prof.Dr. Marcus Syring (Schulpädagogik).

Professionalisierung von Deutschlehrer*innen

Entwicklung hochschuldidaktischer Module zur Digitalität im Deutschunterricht zusammen mit dem TüDiLB (Prof.Dr. Andreas Lachner und Judith Preiß)

Good Practice Videos zu digital gestütztem Literaturunterricht:

http://hdl.handle.net/10900.3/OER_CVMWILKT

http://hdl.handle.net/10900.3/OER_GDVTGMOB

(Trans-) Cultural Memory Education

  • (Rekonstruktion von) Erinnerungspraktiken im globalen Kontext
  • Die Macht der historischen Bilder innerhalb der literarischen, filmischen und grafischen Erinnerungskultur

Austausch zw. Sprach- und Literaturdidaktik

Waxmann-Reihe: Didaktik der deutschen Sprache und Literatur
Herausgeber/innen: Johanna Fay, Carolin Führer, Johannes Mayer, Tanja Rinker


Die „Didaktik der deutschen Sprache und Literatur“, wie es im Reihentitel heißt, differenziert sich zunehmend in zwei Bereiche aus, der Sprachdidaktik und der Literaturdidaktik. Jeder Bereich versteht sich als eigene wissenschaftliche Disziplin mit speziellen Forschungsgegenständen, - fragen und -methoden. Mit der Reihe „Didaktik der deutschen Sprache und Literatur“ soll ein Fokus auf den gemeinsamen (Unterrichts-) Fachbezug gelegt und somit ‚wieder’ Verbindungen beider Teildisziplinen geschaffen werden. Dies kann eine tiefe Integration der beiden Perspektiven meinen, die die Grenzen zwischen ihnen auflöst, wie es zum einen in der Unterrichtspraxis und zum anderen (institutionell) in der Lehramtsausbildung in einigen Bundesländern zu finden ist. Es kann aber durchaus auch eine isolierte Betrachtung beider deutschdidaktischer Felder meinen, sofern ihr Verhältnis zueinander oder kongruente Themenfelder damit erhellt werden. In diesem Spektrum sind sowohl Beiträge zu konzeptionellen und grundlagentheoretischen bis hin zu empirisch-implementativen Untersuchungen willkommen. Dabei sollen Ansprüche und reale Herausforderungen solcher (Forschungs-) Unterfangen offengelegt und in besonderer Weise vor den theoretischen und empirischen Hintergründen aus den germanistischen Bezugsdisziplinen diskutiert werden. Alle Manuskripte müssen vor Aufnahme in die Reihe ein Begutachtungsverfahren positiv durchlaufen. Dafür steht folgender wissenschaftlicher Beirat zur Verfügung:
Sebastian Susteck (Ruhr-Universität Bochum, Literaturdidaktik), Cornelia Rosebrock (Goethe-Universität Frankfurt/Main, Literaturdidaktik), Jan Standke (Technische Universität Braunschweig, Literaturdidaktik), Andreas Krafft (PH Freiburg, Sprachdidaktik), Afra Sturm (FHNW, Sprachdidaktik), Eva Neuland (Bergische Universität Wuppertal, Sprachdidaktik).
Die konsequente Begutachtung sichert den hohen Qualitätsstandard der Reihe.

Ansprechpartner im Waxmann - Verlag: Dr. Sven Solterbeck (solterbeck@waxmann.com).

Band 1: Dissonanzen in der Deutschlehrerbildung

Band 2: Textlose Bilderbücher

Band 3: Sprachbetrachtung im Literaturunterricht

Band 4: Tempus und Temporalität – empirische Zugänge zum Erwerb von Zeitlichkeit

Band 5: Panellesungen in der Grundschule

 

Gegenwartslyrik

Soziologisch fundierte Analysen zu aktueller deutschsprachiger Lyrik (v.a. mit Gesellschaftstheorien von Luhmann, Illouz, Reckwitz)