Institut für Politikwissenschaft

Hannah Hecker


Kurze Biographie

Hannah Hecker ist seit Januar 2024 wissenschaftliche Mitarbeiterin in dem DFG-Forschungsprojekt »Die Aushandlung von Sagbarkeitsgrenzen in politischen Diskursen. Eine Analyse parlamentarischer, massenmedialer und zivilgesellschaftlicher Öffentlichkeiten« am Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen. Sie betreut das Teilprojekt II, das die Veränderung von Sagbarkeiten in der massenmedialen Sphäre anhand einer Analyse von sonntagabendlichen politischen Talkshows im deutschen Fernsehen von 1990 bis heute untersucht.

Hannah Hecker hat Politikwissenschaft, Humangeographie und Physische Geographie (B.A.) sowie Soziologie (M.A.) an der Goethe-Universität Frankfurt studiert. In ihrer Abschlussarbeit hat sie die biographischen Erzählungen deutscher Industriearbeiter im Kontext der Auflösung des männlichen Normalarbeitsverhältnisses untersucht. Von 2017 bis 2023 arbeitete sie als wissenschaftliche Sekretärin am Fritz Bauer Institut zur Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust. Von 2016 bis 2021 war sie Mitherausgeberin der Studierendenzeitschrift Diskus. Seit 2025 ist sie als Doktorandin am Frankfurter Institut für Sozialforschung assoziiert.

Ihre Forschungsschwerpunkte sind Arbeitssoziologie, feministische Theorie, sozialpsychologische Perspektiven auf gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und kritische Medienforschung. 

Informationen zum Forschungsprojekt: [Link zu Seite]

Publikationen

Biskamp, Floris/Glathe, Julia/Hecker, Hannah (2026): What are “the boundaries of the sayable”? A social theoretical framework to research the boundaries of public speech. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie (online first) https://doi.org/10.1007/s11577-025-01041-w.

Biskamp, Floris/Glathe, Julia/Hecker, Hannah (Hrsg.) (2025): Politischer Diskurs und die Grenzen des Sagbaren. Special Issue der Zeitschrift für Diskursforschung 13(2).

Biskamp, Floris/Glathe, Julia/Hecker, Hannah (2025): Die Grenzen des Sagbaren als Gegenstand von öffentlicher Debatte und wissenschaftlicher Forschung. Einleitung zum Special Issue. In: Zeitschrift für Diskursforschung 13(2).

Hecker, Hannah/Glathe, Julia/Biskamp, Floris (2025): Was (nicht) gesagt werden darf. Methodologische Reflexionen über die Untersuchung normativer Sagbarkeitsgrenzen illustriert am Beispiel politischer Sonntagabendtalkshows. In: Zeitschrift für Diskursforschung 13(2).

H. Petersen & H. Hecker (2024): »On the Elective Affinity between Post-Marxism, Left-Wing Populism and Conspiracist World Views«, in: M. Butter et al. (Hrsg.): Populism and Conspiracy Theory: Case Studies and Theoretical Perspectives, Routledge, S. 261–283. Open Access

Petersen, H. & H. Hecker (2022): »A Critique of Left-Wing Populism: Critical-Materialist and Social-Psychological Perspectives«, in: M. Oswald (Hrsg.): The Palgrave Handbook of Populism, Cham, S. 85–100.

Wenz, C. & H. Hecker (2022): »Soziale Medien als Resonanzraum für rechtsextreme Akteur:innen. Selbstdarstellung und Rhetorik der Neuen Rechten in sozialen Netzwerken als Herausforderung für die Soziale Arbeit«, in: M. Köttig et al. (Hrsg.): Soziale Arbeit und Rechtsextremismus. Ein Studienbuch für Lernende und Lehrende, Leverkusen-Opladen, S. 107–120.

Hecker, H. (2020): »Widerstand ist möglich. Auseinandersetzungen mit Fritz Bauer und dem Nationalsozialismus in der Frankfurter Studentenzeitschrift Diskus«, in: K. Rauschenberger, S. Steinbacher (Hrsg.), Fritz Bauer und »Achtundsechzig«. Positionen zu den Umbrüchen in Justiz, Politik und Gesellschaft, Göttingen, S. 47–67.

Hecker, H. (2020): »Ein Denkmal als Symbol. Die Geschichte des Berliner Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma«, in: diskus Online-Ausgabe. diskus.copyriot.com/DenkmalalsSymbol.

Hecker, H. & C. Wenz (2020): »Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit«, in: Forum Sozial 2020/1, S. 25–28.

Hecker, H. & C. Sommer (Hrsg.) (2020): »Archivausgabe. Notstandsgesetze. Corona, Notstand und die Debatte um die Notstandsgesetze in den 1970er Jahren«. Online-Ausgabe: https://diskus.copyriot.com/news/archivausgabe-notstandsgesetze.

Hecker, H. & C. Sperneac-Wolfer (2020): »›Bei 14 Stunden Arbeit an sieben Tagen die Woche werden die Arbeiter_innen doch ziemlich häufig wütend‹. Ein Interview mit Michael Baumgarten zu Arbeitsbedingungen rumänischer Saisonarbeiter_innen in der Landwirtschaft – vor und während Corona«, in: diskus Online-Ausgabe. URL: https://diskus.copyriot.com/news/arbeit/wanderarbeitlandwirtschaft

Hecker, H. & C. Sperneac-Wolfer (2020): »›Wir machen uns gerade vor allem Sorgen um die Gesundheit der migrantischen Arbeitskräfte‹. Ein Interview mit Ivan Ivanov über die Arbeitsbedingungen von Wanderarbeitern in der Bauwirtschaft – vor und während Corona«, in: diskus Online-Ausgabe. URL: https://diskus.copyriot.com/news/wanderarbeitbauwirtschaft

Hecker, H. & C. Wenz (2019): »Interventionen gegen neurechte Wortergreifungsstrategien«, in: Der pädagogische Blick 2019/1, S. 17-27.

Hecker, H. & H. Petersen (2018): »Denen die Treue halten, die ihr Leben für die große Verweigerung gaben. Ein Interview mit Thomas Ebermann«, in: diskus 2018/1, S. 17-23. URL: https://diskus.copyriot.com/trotzdem/denen-treue-halten-ihr-leben-fuer-grosse-verweigerung-gaben

Schäfer, S. & H. Hecker (2018): Vergeschlechtlichte Resozialisierungen. Mutter-Kind-Heime im Strafvollzug. In: Forum Recht 04. S. 124-128.

Hecker, H. (2016): »Das kommunale Bad: eine aussterbende Art? Zur Entwicklung öffentlicher Bäder in kommunaler Hand«, in: Kommunale Kürzungspolitik in der Region Frankfurt/Rhein-Main: S. 33-43.

Hecker, H. & H. Petersen (2016): »Kritik regressiver Kollektivität«, in: diskus 2016/1: S. 14-21. URL: https://diskus.copyriot.com/kollektivitaeten/kritik-regressiver-kollektivitaet

Hecker et al. (Hrsg.) (2012): »Wem gehört Frankfurt? Dokumentation des aktionistischen Kongresses vom März 2012«, Forum Humangeographie.