Das Ziel dieser Studie ist es, die neuronalen Netzwerke der Informationsverarbeitung bei depressiven Patienten und solchen mit einer bipolaren Störung („manisch-depressiv“) zu untersuchen. Zusätzlich werden genetische Marker mit einbezogen, die einen Zusammenhang zu beiden Störungen und sprachlicher Informationsverarbeitung aufweisen. Während die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer im MRT liegen, schätzen sie die Sprachmelodie von gesprochenen Worten ein. Durch den Vergleich beider Störungen soll herausgefunden werden, welche Veränderungen in der Gehirnaktivität einen allgemeinen Risikofaktor für beide Störungen darstellen und welche Veränderungen der Gehirnaktivität spezifisch für die Depression bzw. bipolare Störung sind. Mithilfe genetischer Marker soll der Einfluss genetischer Varianten auf die neuronale Verarbeitung emotionaler Informationen bei beiden Störungen bestimmt werden.
Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Ethofer, Universitätsklinik für Psychiatrie Tübingen
Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft