„Financial Frictions: Micro versus Macro Volatility“ mit Prof. Dr. Ralph Luetticke als Co-Autor veröffentlicht
Wir freuen uns mitzuteilen, dass Prof. Dr. Ralph Luetticke gemeinsam mit Renato Faccini, Seungcheol Lee, Morten O. Ravn und Tobias Renkin einen neuen Beitrag im Februarheft 2026 des American Economic Review veröffentlicht hat: „Financial Frictions: Micro versus Macro Volatility“. (Amerikanische Wirtschaftsvereinigung)
Der Artikel verbindet Evidenz aus der Household-Finance-Forschung mit einem HANK-Modell mit friktionaler Finanzintermediation und zeigt, wie zeitvariable Konsumentenkredit-Spreads makroökonomische Dynamik und Verteilungseffekte prägen.
Zentrale Ergebnisse
Auf Basis dänischer Verwaltungsdaten (ca. 16 Mio. Beobachtungen, 2003–2018) dokumentieren die Autoren starke Heterogenität entlang der Vermögensverteilung in den Zusammenhängen zwischen Kreditspreads, Vermögensdynamik und Konsum.
Antizyklische Kreditspreads führen zu antizyklischen MPCs und verstärken die verteilungsspezifischen Effekte aggregierter Schocks.
Das Modell macht einen zentralen Trade-off deutlich: Makrostabilisierung kann höhere mikroökonomische Volatilität und Wohlfahrtsverluste auf Haushaltsebene nach sich ziehen – u.a. über Bewegungen der Kreditspreads und geringere Absicherung gegen idiosynkratische Risiken.
Das ganze Paper für Interessierte findet Ihr unter folgender DOI: 10.1257/aer.20211219