Fachbereich Wirtschaftswissenschaft

Bachelornebenfach Betriebswirtschaftslehre (BWL)

Der Studiengang

Das Nebenfachstudium in Betriebswirtschaftslehre ergänzt ein Bachelor-Hauptfachstudium um wirtschaftswissenschaftliche Aspekte. Die Studierenden setzen selbstständig Schwerpunkte und Prioritäten und erhalten so eine maßgeschneiderte Ausbildung gemäß ihren persönlichen und wissenschaftlichen Präferenzen. Das Bachelor-Nebenfach BWL richtet sich an Studienbewerber/innen mit Interesse an betriebswirtschaftlichen Grundlagen.

Qualifikationsziele

Absolvent/innen kennen die grundlegendsten Begrifflichkeiten der Betriebswirtschaftslehre und sind in der Lage, diese mit ihrem Hauptstudienfach zu verknüpfen. Durch das auf diese Weise erlangte ökonomische Hintergrundwissen und die erworbenen Kenntnisse in mathematischen und statistischen Grundlagen verfügen sie über eine entsprechend interdisziplinäre Problemlösungskompetenz und können Sachverhalte aufgrund dessen polykausal gegenüberstellen. Die quantitativ-mathematische Ausrichtung ermöglicht es den Absolvent/innen, auch große Datensätze fundiert zu analysieren und komplexe Sachverhalte in mathematisch-ökonomischen Modellen abzubilden. Absolventen des Nebenfachstudiums können Personalentscheidungen einordnen und begründen und sind in der Lage, Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen zu treffen. Sie können grundlegende Techniken der Marktanalyse sachgerecht nutzen und können Strategien und Maßnahmen im Marketing-Mix entwickeln. Absolvent/innen der Hauptfächer Medienwissenschaft oder Informatik in Kombination mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Nebenfach bewerten beispielsweise Publikationen bzw. Produkte auch unter ökonomischen Gesichtspunkten bewerten und können entsprechende Vermarktungsmöglichkeiten einbeziehen. Die Module des Nebenfachs sind Teil der Liste der Module der grundständigen Bachelorstudiengänge in Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre und bieten somit breitgefächerte Auswahlmöglichkeiten zur individuellen Spezialisierung.

Curriculum

Studierende belegen die Grundlagenveranstaltungen aus dem Bereich Wirtschaft zusammen mit den Hauptfachstudierenden, deren drei Bachelorstudiengänge sich besonders durch ihre internationale Ausrichtung auszeichnen. Die Internationalität des Fachbereichs Wirtschaft, die somit auch schon Teil der Grundlagenveranstaltungen des Nebenfachs ist, bietet eine attraktive Zusatzqualifizierung für bestimmte Berufsfelder.

Auslandsaufenthalt

Ein Auslandsaufenthalt wird empfohlen und findet typischerweise im 5. Fachsemester statt.

Kontakt

Studiengangbeauftragte

Prof. Dr. Renate Hecker

Kontakt


Berufsaussichten

Die Berufsaussichten und -möglichkeiten sind abhängig von der Wahl des Hauptfachs. Dabei umfassen die Hauptfächer, mit denen sich der Bachelorstudiengang BWL an der Universität Tübingen kombinieren lässt, ein breites Spektrum. Grob lassen sie sich in die vier Bereiche Geschichts- und Kulturwissenschaften, (moderne) Fremdsprachen – dazu wären auch die Japanologie, Sinologie und Koreanistik zu zählen –, Sprach- und Medienwissenschaften und klassische Sozialwissenschaften – also Soziologie und Politikwissenschaft – aufteilen.

Unabhängig vom Hauptfach sind folgende Berufsfelder möglich

Selbständigkeit
Möchten Hochschulabsolventen ein eigenes Unternehmen gründen, sind betriebswirtschaftliche Kenntnisse unerlässlich, um dieses zu führen. Darüber hinaus ermöglicht ein Nebenfachstudium der BWL den Absolventen abzuschätzen, ob eine Geschäftsidee trägt und wie sie am besten umgesetzt werden kann. Die Geschäftsidee fundiert sich jedoch in der Regel auf dem Hauptfachstudium.

Übernahme von Managementaufgaben in nicht betriebswirtschaftlichen Berufen
Unabhängig vom gewählten Berufsfeld führen akademische Berufskarrieren in vielen Fällen zu Positionen, bei denen auch Managementaufgaben übernommen werden, beispielsweise in der Verantwortung für Personal oder Finanzen. Ein Studium der BWL im Nebenfach erleichtert es, die anfallenden Managementaufgaben erfolgreich zu meistern. Die grundsätzliche Befähigung für die entsprechenden Positionen resultiert in aller Regel aus der Hauptfachwahl und der Berufserfahrung. Im Bereich der Geschichts- und empirischen Kulturwissenschaft wäre dies etwa bei einer Museumsleitung der Fall.

(Klassische) betriebswirtschaftliche Berufe als Ausweichlösung
Ein Nebenfachstudium in BWL kann die Studierenden natürlich nicht in gleichem Maße auf klassische betriebswirtschaftliche Berufe vorbereiten wie ein Hauptfachstudium, bietet jedoch eine zusätzliche Karriereoption für Nebenfachstudierende um beispielsweise fachfremd oder über das Nebenfach in den Arbeitsmarkt einzusteigen.

(Wirtschafts-)Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit mit wirtschaftlichem Schwerpunkt

Eine Reihe spezifischer Konstellationen bietet den Studierenden bei Verknüpfung ihrer einzelnen Hauptfächer mit dem Nebenfachstudium BWL bessere Karriereperspektiven:
(Wirtschafts-)Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit mit wirtschaftlichem Schwerpunkt stellen insbesondere für Studierende der Sprach- und Medienwissenschaften wichtige Karriereoptionen dar, kommen aber auch für Absolvent/innen der anderen Geisteswissenschaften als mögliches Berufsfeld in Frage. Ein Studium der BWL im Nebenfach ermöglicht es Journalist/innen, unternehmerische Fragestellungen zu durchdringen und diese sachgerecht darzustellen, was insbesondere bei der Öffentlichkeitsarbeit für Unternehmen von großer Bedeutung ist.

Übersetzung von Wirtschaftstexten und Dolmetschen zu wirtschaftlichen Themen

Übersetzung von Wirtschaftstexten und Dolmetschen zu wirtschaftlichen Themen sind wichtige Karriereoptionen für Absolventen sprachwissenschaftlicher Studiengänge. Ein Studium der BWL im Nebenfach erleichtert es, Texte oder Aussagen zu wirtschaftlichen Themen richtig zu interpretieren und in der Fremdsprache korrekt wiederzugeben.

Markt- und Meinungsforschung, (Organisations-)Beratung

Bei der Kombination mit Soziologie oder Politikwissenschaft im Hauptfach sind Markt- und Meinungsforschungsinstitute wichtige Arbeitsfelder, auch die Personalberatung und -entwicklung kommt in Frage, genauso wie die (Organisations-)beratung in Unternehmen oder mehr noch in öffentlichen Einrichtungen.