Heterogenität an Pflegeschulen
Untersuchung zu Sprache, Kultur und Leistung
Beteiligte Personen/Institutionen
Prof. Dr. Marcus Syring, Prof. Dr. Bärbel Wesselborg (Fliedner Fachhochschule Düsseldorf)
Zusammenfassung
Die Pflegeausbildung in Deutschland ist zunehmend von sprachlicher, kultureller und leistungsbezogener Heterogenität geprägt, was vor allem auf den steigenden Fachkräftebedarf und die Rekrutierung internationaler Auszubildender zurückzuführen ist. Diese stehen häufig vor erheblichen Herausforderungen, insbesondere durch Sprachbarrieren, aber auch durch soziale Belastungen wie Einsamkeit, Kulturschock oder Diskriminierungserfahrungen. Pflegelehrkräfte nehmen in diesem Kontext eine zentrale Rolle ein, da sie als wichtige Unterstützung für die Auszubildenden fungieren und maßgeblich zum Ausbildungserfolg beitragen können.
Trotz dieser Bedeutung sind die Einstellungen von Pflegelehrenden gegenüber heterogenen Lerngruppen bislang wenig erforscht. Ziel der vorliegenden Studie ist es daher, diese Einstellungen in Bezug auf kulturelle, sprachliche und leistungsbezogene Unterschiede zu untersuchen. Theoretisch basiert das Projekt auf Konzepten von Heterogenität und Professionalisierung von Lehrkräften, wobei Einstellungen als entscheidender Einflussfaktor für pädagogisches Handeln gelten. Sie wirken sich auf die Unterrichtsgestaltung sowie auf Erwartungen gegenüber Lernenden aus und umfassen kognitive, affektive und behaviorale Komponenten.
Methodisch ist eine quantitative Onlinebefragung von Pflegelehrenden in Nordrhein-Westfalen geplant. Mithilfe standardisierter Fragebögen werden sowohl persönliche und berufliche Merkmale als auch Einstellungen zur Heterogenität erhoben. Die Daten sollen statistisch ausgewertet werden, um mögliche Unterschiede zwischen verschiedenen Gruppen von Lehrenden zu identifizieren.
Finanzierung
Eigenfinanzierung
Laufzeit
März 2026 - Dezember 2027