Institut für Erziehungswissenschaft

Bildung und Erziehung: Kultur - Politik - Gesellschaft (Master of Arts)

Der Masterstudiengang Bildung und Erziehung: Kultur – Politik –
Gesellschaft erhält sein Profil durch zwei Schwerpunktsetzungen: Er
befähigt zur wissenschaftlichen Arbeit auf hohem Niveau und er
qualifiziert für anspruchsvolle Berufsfelder. Im Zentrum des
Studiengangs steht die begriffliche und kontextualisierte
Auseinandersetzung mit Bildung und Erziehung. Diese sind auf
vielfältige Weise gerahmt. Sie verdanken ihre Form auch den
Transformationen des politischen Feldes, kultureller Kontexte und
gesellschaftlicher Strukturen und können nur im Rückgriff auf
avancierte Methoden und ambitionierte Theorien erforscht werden.
Das Curriculum wird daher von traditionellen Theoriebeständen der
Erziehungswissenschaft ebenso geprägt wie von Zugängen, die in anderen
Disziplinen erprobt werden. Kritische Bildungstheorie trifft dabei auf
poststrukturalistische Konzepte, erziehungswissenschaftliche
Geschlechterforschung auf die Postcolonial Studies, pädagogische
Governanceforschung auf Entwürfe philosophischer Ästhetik. In diesem
Zugang kommt die Überzeugung zum Ausdruck, dass sich Bildungs- und
Erziehungsprozesse erst dann angemessen untersuchen lassen, wenn nicht
allein die Grenzen des Nationalstaates, sondern auch jene zu den
Nachbardisziplinen überwunden werden. Theoretische und empirische
Perspektiven treten dann nicht in Konkurrenz zueinander, sondern
stimulieren sich wechselseitig.

Durch sein forschungsorientiertes Profil kann er als gezielte
Vorbereitung einer Promotion im Bereich der Erziehungswissenschaft
studiert werden. Zugleich eröffnet er den Zugang zu konkreten
Berufsfeldern. Die aufeinander abgestimmten Lehrveranstaltungen,
fachübergreifenden Kooperationen sowie die Möglichkeit zum
internationalen Austausch qualifizieren die Absolvent*innen für
verantwortungsvolle Positionen im Wissenschafts- wie auch im
Bildungsbereich. Weiterhin befähigt der Masterstudiengang zur
Übernahme von Leitungsfunktionen in der regionalen, nationalen und
internationalen Gestaltung von Erziehung und Bildung (z.B. in
Verbänden, Stiftungen, nationalen und internationalen Organisationen
der Bildungspolitik). Zudem bereitet er für die Beschäftigung in
Einrichtungen des kulturellen Feldes vor (etwa in Museen,
Kulturzentren, Verlagen).