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18.01.2010

Tübingen: Eine Universität zwischen Scholastik und Humanismus

Wiss. Tagung des Instituts für Geschichtliche Landeskunde und der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, 12.-14. März 2010

Leitung:
Dieter R. Bauer
Joseph S. Freedman
Ulrich Köpf
Sönke Lorenz

Beginn: 12. März um 14.30 Uhr; Ende: 14. März um 12.30 Uhr


Programm:

1) Sönke Lorenz (Universität Tübingen):
Der Aufbau der Freiburger Realistenburse durch Tübinger Magister (1486/87)

2) Reinhold Rieger (Universität Tübingen):
Konrad Summenharts Physikkommentar

3) Stephan Kötz (Universität Tübingen):
Geldtheorie an der Universität Tübingen um 1500. Die Traktate „De potestate et utilitate monetarum“ des Gabriel Biel (nach 1488/89) und des Johannes Adler gen. Aquila (1516)

4) Daniel Gotzen (Universität Tübingen):
„Der Brunnen, aus dem alle anderen Künste und Fakultäten wie Bächlein fließen“ - Trivialisierung und Rhetorisierung des artistischen Unterrichtes im 16. Jahrhundert

5) Stephen Burnett (University of Nebraska, Lincoln):
Christian Hebraism at the University of Tuebingen during the Sixteenth Century

6) Ulrich Köpf (Universität Tübingen):
Die Anfänge einer evangelischen Dogmatik in Tübingen

7) Oliver Haller (Universität Tübingen):
Die Einführung der Reformation und ihre Auswirkungen auf Lehre und Wissenschaft an der Tübinger Juristenfakultät

8) Walter Redmond (National University of Mexiko, Mexiko-City):
Aristoteles und Scholastik. Die Logik bei Jakob Schegk

9) Günter Frank (Europäische Melanchthon-Akademie, Bretten):
Der Gegenstand der Metaphysik. Jakob Schegks Begründung der Einheit und Allgemeinheit der Metaphysik

10) Marco Toste (Université de Fribourg):
The Protestant Commentary Tradition on Book V of the ‘Nicomachean Ethics’: The Case of the University Teaching in Tübingen

11) Joseph S. Freedman (Alabama State University, Montgomery):
Georg Lieblers Lehrbuch für Physik

12) Joachim Kremer (Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Stuttgart):
Musik an der Universität Tübingen zur Zeit von Martin Crusius


Während sich die 1. Tagung zur Tübinger Universitätsgeschichte auf die vorreformatorische Zeit konzentrierte (2006: Tübingen in Forschung und Lehre um 1500), stand die 2. Tagung mehr oder weniger im Zeichen der Theologischen Fakultät (2008: Die Universität Tübingen zwischen Reformation und Dreißigjährigem Krieg). Diese starke Ausrichtung entsprach sowohl der Sache als auch dem Forschungsstand. Ganz anders hingegen verhält es sich mit der Philosophischen Fakultät, wie man seit dem 16. Jahrhundert immer häufiger statt „Facultas artium“ zu sagen begann. Ihre Geschichte ist zwar mittlerweile organisatorisch bis 1601 ausgeleuchtet, aber die Leistungen ihrer Repräsentanten sind – soweit sie nicht wie bei Melanchthon, Crusius und Frischlin im Fokus der Humanismusforschung stehen – kaum bekannt und eher vergessen. Dem wenigstens teilweise abzuhelfen ist das Anliegen der dritten Tagung, die vom 12. bis zum 14. März 2010 in Weingarten unter dem Motto „Eine Universität zwischen Scholastik und Humanismus“ stattfindet.

Bild: Holzschnitt mit Porträt von Jakob Schegk. Vorlage: Erhard Cellius, Imagines professorum Tubingensium 1596, hg. von Hansmartin Decker-Hauff u. Wilfried Setzler, Bd. 1: Faksimile, Sigmaringen 1981, S. 112.