Universitätsbibliothek

Altbestand

Da die Universitätsbibliothek bereits seit dem 15. Jahrhundert existiert und auch über die Kriegsjahre keine nennenswerten Verluste erleiden musste, kann sie auf einen umfangreichen Altbestand zurückgreifen.

Die wichtigsten Zahlen zum Altbestand

Die Universitätsbibliothek besitzt:

  • 2.100 Inkunabeln
  • 105.000 Rara
  • 6.600 Handschriften und Autographen
  • 8.500 Noten
  • 220 Nachlässe

Stand: Deutsche Bibliotheksstatistik 2017

Bestandsgeschichte

Die Bibliothek der Eberhard-Karls-Universität Tübingen kann auf eine ungebrochene, annähernd fünfhundertjährige Tradition zurückblicken. Zu den Anfängen gibt es allerdings nur wenige Nachrichten.

Anfänge bis 1600

Die 1477 gegründete Universität wird wohl sehr bald mit einer Bibliothek ausgestattet worden sein, denn die Ordnungen Graf Eberhards für die Universität von 1481 und 1491 sahen ausdrücklich „liberien“ vor; die erste bezeugte Ausleihe geschieht im Jahr 1499 „ex publica bibliotheca“. Bei dem Brand des Sapienzhauses 1534 wird der gesamte Bestand vernichtet - das ist der einzige größere Verlust, den die Universitätsbibliothek in ihrer Geschichte zu erleiden hat. Spätere politische Wirren, Kriege und Weltkriege lassen die Universitätsbibliothek unbehelligt.

Sammlung Konrad Hager

Zwischen 1539 und 1541 gelangen die etwa 150 Bände aus dem Frontenhausenschen Stipendium des Ehinger Kanonikers Konrad Hager in die Bibliothek. Diese Büchersammlung enthält neben 257 Drucken 14 Handschriften. Sie gilt als der älteste nachweisbare Bestand der Universitätsbibliothek. Ab 1544 wurden der Universität Bücher aus den im Zuge der Reformation aufgelösten Klöstern übersandt; in der Handschriftensammlung sind aber keine Stücke dieser Provenienz nachweisbar. Die Einrichtung der Bibliothek des Tübinger Stifts 1536 und die Gründung der fürstlichen Bibliothek auf Schloss Hohentübingen in der Mitte des 16. Jahrhunderts entzog der Universitätsbibliothek für Jahrzehnte die Förderung durch das Fürstenhaus.

Grempsche Sammlung

Erst die Stiftung des Straßburger Juristen Ludwig Gremp von Freudenstein brachte dann im Jahre 1583 einen Wandel. Neben der ca. 2.700 Bände umfassenden Sammlung (Grundbestand) erhielt die Bibliothek aus den Zinsen des Stiftungskapitals die Mittel für einen regelmäßigen Erwerbungsetat und die Besoldung eines nebenamtlichen Bibliothekars. Im Laufe der Jahrhunderte wuchs der Bestand durch den Ankauf aus Stiftungsmitteln auf ca. 10.000 Bände an (Stand 1902).

Georg Burkhard - erster ständiger Bibliothekar

1591 wurde der Tübinger Professor Georg Burkhard der erste ständige Bibliothekar; er erarbeitete die erste Bibliotheksordnung (gedruckt 1602). Sie sah einen Jahresetat von 100 Gulden für die Beschaffung von Büchern vor. 1604 erließ der Senat eine Anordnung, dass von allen Veröffentlichungen Tübinger Drucker zwei Exemplare an die Universitätsbibliothek abgeliefert werden mussten.

 

17. und 18. Jahrhundert

Eine regelmäßige Anschaffung von Neuerscheinungen fand im 17. und 18. Jahrhundert nicht statt, man kaufte Büchersammlungen aus dem Nachlass von Tübinger Gelehrten oder bekam solche Bibliotheken als Legat. Aus solchen Provenienzen sind eine Reihe jüngerer Handschriften in die Sammlung der Bibliothek gekommen. Die Bibliotheken der Artistenfakultät und des Martinianum wurden Ende des 18. Jahrhunderts dem Bestand der UB eingegliedert, ein bedeutender Zuwachs.

 

Sammlung Martin Crusius

Mit den Beständen der Philosophischen Fakultät gelangte nämlich auch die Sammlung von Martin Crusius mit lateinischen und griechischen Handschriften in die UB.

 

Jeremias David Reuß - wichtiger "Unterbibliothekar"

Zu verdanken ist dies dem „Unterbibliothekar“ Jeremias David Reuß, der außerdem in seiner Amtszeit (1774-1782) für regelmäßige Öffnungszeiten der UB sorgte, die Kataloge reformierte sowie den Handschriftenbestand von den Druckwerken separierte und den ersten Handschriftenkatalog anfertigte.

 

Kriegsliteratur Laiblin

In den Jahren 1914 bis 1919 erwarb die Universitätsbibliothek aus Mitteln des Pfullinger Mäzens Louis Laiblin etwa 10.000 Druckschriften aus der Zeit und über den Ersten Weltkrieg aus verschiedenen Fachgebieten.

https://www.kriegssammlungen.de/

 

Eine ausführliche Beschreibung unseres Bestandes an historischen Drucken finden Sie im "Handbuch der historischen Buchbestände in Deutschland" (1994)

Benutzung

Digitalisate

Bereits digitalisierte Handschriften und Drucke finden Sie in unserem Angebot DigiTü und im Katalog plus.

Historische Drucke werden laufend auch von anderen Bibliotheken digitalisiert und im KVK (Karlsruher Virtueller Katalog) nachgewiesen.

Nur im Handschriftenlesesaal benutzbar

Alle Werke vor 1800, Handschriften, Nachlässe, Autografen, Inkunabeln und Rara sind grundsätzlich nicht außer Haus entleihbar und können nur im Handschriftenlesesaal unter Aufsicht benutzt werden. Handschriften, Nachlässe und wertvolle Drucke sind in der Regel einmalig und daher unersetzlich. Bitte benutzen Sie diese Materialien deshalb besonders sorgfältig.

Bestellung

  • Inkunabeln, alte Drucke und Rara können über den Katalog plus bestellt werden.
  • Für die Bestellung von Handschriften und Nachlässen benötigen Sie einen Sonderbestellschein, der im Handschriftenlesesaal erhältlich ist.
  • Auswärte BenutzerInnen ohne Bibliotheksausweis wenden sich bitte per Email an die Abteilung Handschriften / Historische Drucke.
  • Zur Recherche und Bestellung von Archivalien wenden Sie sich bitte an das Universitätsarchiv

Reproduktionen

Im Handschriftenlesesaall gibt es keine Kopiergeräte, da Sie die Werke aufgrund ihres Alters, ihrer Seltenheit oder der Empfindlichkeit des Materials nicht selbst kopieren dürfen. Reproduktionen hieraus können kostenpflichtig an der Lesesaalaufsicht in Auftrag gegeben werden. Fotografieren ist nur nach Rücksprache in Einzelfällen möglich.

Leihgaben

Die Universitätsbibliothek Tübingen verleiht Handschriften und historische Drucke für Ausstellungen in Museen, Bibliotheken und Archiven. Hierzu ist der Abschluss eines Leihvertrags erforderlich. Eine konservatorische Prüfung der erbetenen Objekte behalten wir uns vor.

Bitte richten Sie Ihre Leihanfrage so früh wie möglich per Brief an die Direktion der Universitätsbibliothek:

Universitätsbibliothek Tübingen
Direktion
Postfach 2620
72016 Tübingen

Ihre Leihanfrage sollte möglichst folgende Angaben enthalten:

  • Titel der Ausstellung
  • Ausstellungsdauer und -ort
  • Ausstellungskonzept und -ziele
  • Kontaktdaten und Ansprechpartner
  • Liste der gewünschten Exponate mit Signatur- und Seitenangaben
  • Reproduktionswünsche und Fragen zur Publikationsgenehmigung

Aufstellungssystematik

Diese Aufstellungssystematik fand für alle bis 1960 erworbenen Bücher Anwendung.
Die Systematik unterteilt den gesamten Bestand nach Wissenschaftsgebieten in 11 Hauptgruppen, die mit den Buchstaben A-L bezeichnet sind.

Jede Hauptgruppe gliedert sich in eine größere Zahl von Untergruppen, über die die nachstehende Übersicht Auskunft gibt. Innerhalb jeder Gruppe wurden die Bücher im allgemeinen nach dem Zeitpunkt der Erwerbung geordnet.

Weiter zur Systematik der Handschriftensignaturen (M)

Historische Drucke und Rara

Inkunabeln (Wiegendrucke)

Die Inkunabelsammlung der Bibliothek umfasst rund 2.000 Titel mit einem deutlichen Schwerpunkt auf der Theologie, welche über die Hälfte der Bände ausmacht. Rund 350 Inkunabeln gehören zur Rechtswissenschaft, etwa 250 zu den Philologien. Kleinere Bestände existieren zudem zu Philosophie, Kunst, Medizin, Geschichte, Mathematik und Naturwissenschaften. Die restlichen Werke werden unterteilt in allgemeine Schriften, Ökonomie und Württembergica.

Die Inkunabeln sind im Inkunabelkatalog INKA nachgewiesen.

Es ist auch ein gedruckter Katalog erschienen:

Inkunabeln der Universitätsbibliothek Tübingen, der Fürstlich Hohenzollerschen Hofbibliothek Sigmaringen und des Evangelischen Stifts
Tübingen : bearb. von Gerd Brinkhus und Ewa Dubowik-Baradoy. Unter Mitw. von Astrid Breith, Wiesbaden : Harrassowitz, 2014.

Rara

Zu den Rara zählen alle Werke zwischen 1501 und 1700, außerdem Schriften, die selten, unwiederbringlich oder besonders kostbar sind. Diese sind nahezu vollständig im Katalog plus verzeichnet und können direkt in den Handschriftenlesesaal bestellt werden.

Einen ersten Überblick über den Bestand erbrachten die Arbeiten für die Beschreibung des historischen Bestandes der Universitätsbibliothek Tübingen im "Handbuch der historischen Buchbestände in Deutschland", die eine Menge von etwa 50.000 Drucken des 16. und 17. Jahrhunderts ergaben.

Der Rara-Bestand umfasst heute ungefähr 90.000 Bände. Ein wichtiger Schwerpunkt der Sammlung liegt im Bereich der theologischen Literatur, die schon seit der Gründung einen großen Raum eingenommen hat. Einen bedeutenden Zuwachs an theologischen Beständen bekam die Universitätsbibliothek im Zuge der Säkularisation aus den aufgelösten Klosterbibliotheken.

Auch die juristische Literatur des 16. bis 18. Jahrhunderts ist stark vertreten, einen wichtigen Grundstock bildet hier die Bibliothek des Straßburger Stadtsyndikus und ehemals Tübinger Rechtsgelehrten Ludwig Gremp von Freudenstein. Die juristischen Bestände wurden besonders im 18. und 19. Jahrhundert durch den Erwerb ganzer Bibliotheken aus den Nachlässen von Professoren der Universität stark ausgebaut.

Überhaupt hat die Übernahme von Gelehrtenbibliotheken der Universitätsbibliothek eine Reihe von sehr bedeutenden Spezialsammlungen zugeführt wie z.B. zahlreiche botanische Tafelwerke aus dem Besitz Hugo von Mohls und wichtige medizinhistorische Bestände aus den Bibliotheken von Johannes Fabri, Hermann Friedrich Autenrieth und Karl von Schäffer.

Flurkarten

Die Sammlung historischer württembergischer Flurkarten der UB Tübingen besteht aus circa 15.000 Blättern im Maßstab 1 : 2.500. Sie waren 1863 gekauft worden und wurden bis in die 1970er Jahre komplettiert, dann abgebrochen. Aus konservatorischen Gründen werden die Originalblätter nicht mehr ausgegeben. Eine Reproduktion auf Mikrofiche sowie die dazugehörige Recherche-Datenbank sind über die Information Ammerbau zugänglich.

Die Flurkarten wurden vom Landesarchiv digitalisiert und stehen frei zur Verfügung:

Die notwendigen Koordinaten können hier ermittelt werden:

Handschriften

Der Handschriftenbestand der Universitätsbibliothek Tübingen umfasst etwa 5.800 Signaturen. Eine Signatur kann dabei ein Einzelblatt, aber auch mehrere Regalmeter umfassen.

Orientalische Handschriften

Einen Schwerpunkt bilden die orientalischen Handschriften, die im 19. und 20. Jahrhundert als Sammlungen in die Bibliothek gelangten. Die zahlenmäßig stärkste Gruppe bilden die indischen Handschriften mit inzwischen über 850 Stücken. Unter den 107 armenischen Handschriften sind hervorragende Beispiele zur armenischen Buchmalerei des 12. bis 19. Jahrhunderts enthalten.

Abendländische Handschriften

Die UB besitzt etwa 350 mittelalterliche und circa 3000 neuzeitliche abendländische Handschriften. Außerdem gibt es etwa 350 aus dem 9. bis 16. Jahrhundert stammende mittelalterliche Fragmente und neben ca. 240 Nachlässen auch eine Autographen-, Musikalien- und Urkundensammlung.

Handschriftensignaturen

Die heute gültigen Signaturen für die Handschriftenbestände der Universitätsbibliothek Tübingen gehen auf die Neuordnung der Handschriftensammlung zurück, die Adalbert von Keller 1840/41 vornahm. Keller ordnete die Handschriften in erster Linie nach philologischen Gesichtspunkten in Sprachgruppen, die jeweils durch einen Kleinbuchstaben gekennzeichnet sind und durch Zusatz einer römischen Zahl noch erweitert werden konnten.

Übersicht der Signaturgruppen
Signaturgruppe Bezeichnung Anzahl 1
Ma "Orientalische" Handschriften  
Ma I Indische 891
Ma II Semitische 1
Ma IIIa Altpersische 14
Ma IIIb Neupersische 130
Ma IV Hebräische 16
Ma V Aramäische 13
Ma VI Arabische 383
Ma VII Türkische 294
Ma IX Äthiopische und Amharische 32
Ma X Tibetische 3
Ma XI Chinesische 1
Ma XIII Armenische 109
Ma XIV Amerikanische 1
     
Mb Griechische Handschriften 46
     
Mc Lateinische Handschriften 380
     
Md Deutsche Handschriften (inkl. Nachlässe bis 1983) 1139
     
Me Germanische Handschriften außer deutschen  
Me I Gotische 2
Me II Isländische 3
Me III Schwedische 1
Me IV Niederdeutsche 5
Me V Sächsische 6
     
Mf Romanische Handschriften  
Mf I Französische 43
Mf II Italienische 5
Mf III Spanische 5
     
Mg Slavische Handschriften 2
     
Mh Württembergische Handschriften

1045

Mh I   4

Mh II

Kollegien Tübinger Dozenten 528
Mh III Auf Tübingen bezügliche Handschriften 151
     
Mi Autografen 869
     
Mk Musikalien 97
     
Ml Urkunden 23
     
Mm Fragmente (seit 1985)  
Mm I Lateinische Pergamentfragmente, 9. Jh. 12
Mm II Lateinische Pergamentfragmente, 10./11. Jh. 12
Mm III Lateinische Pergamentfragmente, 12. Jh. 54
Mm IV Lateinische Pergamentfragmente, 13. Jh. 79
Mm V Lateinische Pergamentfragmente, 14./15. Jh. 196
Mm VII Lateinische Papierfragmente, 15. Jh.  
Mm X Deutsche Pergamentfragmente, 13. Jh.  
Mm XI Deutsche Pergamentfragmente, 14. Jh.  
Mm XII Deutsche Pergamentfragmente, 15. Jh.  
Mm XIII Deutsche Papierfragmente, 15. Jh.  
     
Mn Nachlässe (seit 1983)  
     



1) Die Zahlen geben jeweils die letzte besetzte Signatur an, um eine annähernde Vorstellung vom Umfang der einzelnen Gruppen zu geben (Stand September 2018).

Handschriftenkataloge

Der Handschriftenkatalog online enthält

  • deutsche Handschriften (Md und Mh)
  • Kollegienhandschriften der Tübinger Universitätsdozenten (Mh II)
  • Handschriften bezüglich der Tübinger Universität und Universitätsbibliothek (Mh III)
  • griechischen Handschriften (Mb)
  • lateinische Handschriften (Mc)
  • germanische Handschriften (Me)
  • spanische Handschriften (Mf III)

Handschriftlicher Gesamtkatalog

Alle Signaturgruppen sind über den handschriftlichen Gesamtkatalog im Handschriftenlesesaal erschlossen.

Der Gesamtkatalog wird nach und nach digitalisiert:

Eine Kopie des Gesamtkatalogs (Stand 1969) steht zusammen mit den gedruckten Katalogen im Präsenzbestand im Handschriftenlesesaal.

Gedruckte Handschriftenkataloge

Ma I Indische Handschriften

Ma III Persische Handschriften

  • Wilhelm Eilers: Persische Handschriften. T.1. Wiesbaden 1968 (VOHD 14,1)(16 Handschriften)

Ma IV Hebräische Handschriften

Ma V Aramäische Handschriften

  • Julius Assfalg: Syrische Handschriften. Wiesbaden 1963 (VOHD 5) (Nr. 37, 40, 54, 103: Ma V 1-4

Ma VI Arabische Handschriften

Ma IX Äthiopische Handschriften

  • Six, Veronika: Äthiopische Handschriften der UB Tübingen (Hamburg, 2000. Nicht gedruckt erschienen)
  • Heinrich von Ewald: Über die äthiopischen Handschriften zu Tübingen. In: Zs. f. d. Kunde des Morgenlandes 5, 1844, S. 164-201
  • Heinrich von Ewald: Über eine zweite Sammlung äthiopischer Handschriften in Tübingen. In: Zs. der Dt. Morgenländ. Ges. 1, 1847, S. 1-43

Ma XIII Armenische Handschriften

Mb Griechische Handschriften

Mc Lateinische Handschriften

Mg Slavische Handschriften

  • Elke Matthes: Katalog der slavischen Handschriften in Bibliotheken der Bundesrepublik Deutschland. Wiesbaden 1990. S. 171 (Mg 1)

Mk Musikhandschriften

  • Katalog der Musikhandschriften in der Eberhard-Karls-Universitätsbibliothek Tübingen, erstellt von Répertoire International des Sources Musicales (RISM), Arbeitsgruppe Deutschland, 80328 München, im Rahmen der Erfassung von Musikhandschriften Reihe A/II / erstellt durch Gottfried Heinz-Kronberger. - Répertoire International des Sources Musicales, 2007.
  • August Bopp: Das Musikleben in der Freien Reichsstadt Biberach unter besonderer Berücksichtigung der Tätigkeit Justin Heinrich Knechts und Katalog der Kick'schen Notensammlung. Kassel 1930, S. 100-179: Katalog der ehemaligen Kick'schen Notensammlung (Bestand Mk 90). Die Kicksche Notensammlung steht als Digitalisat zur Verfügung.

Nachlässe

Die Universitätsbibliothek besitzt heute gut 150 Nachlässe, darunter auch zahlreiche Teil- und Splitternachlässe. Hauptsächlich stammen die Nachlässe von Tübinger Gelehrten, u.a. von Albert Schwegler, Enno Littmann und Friedrich Theodor Vischer; aber auch von Gelehrten außerhalb Tübingens wie z.B. Rudolf Bultmann und Günther Jacoby (bedeutende Nachlässe in Auswahl).

Nachweis über Nachlässe

Einen Überblick über die in der UB vorhandenen Nachlässe erhalten Sie in den Übersichtsdaten in unserem

Nicht alle Nachlässe sind schon elektronisch erschlossen. Es gibt neben dem Online-Katalog noch verschiedene konventionelle Verzeichnisse.
Im Druck erschienen sind

  • Rudolf von Roth (1821-1985) / bearb. von Gabriele Zeller. - Wiesbaden : Harrassowitz, 1996.
  • Rudolf Bultmann (1884-1976) / bearb. von Harry Waßmann ... - Wiesbaden : Harrassowitz, 2001.
  • Hellmut Traub (1904-1994) / bearb. von Iris Biesinger. - Wiesbaden : Harrassowitz, 2003.

Zur deutschlandweiten Suche nach Nachlässen und Autografen in Bibliotheken benutzen Sie bitte den Kalliope-Verbundkatalog.
Nachlässe in deutschen Archiven finden Sie in der Nachlassdatenbank des Bundesarchivs.

Portraits

Portraitsammlung

Die Portraitdatenbank enthält über 12.000 Portraits aus den Beständen der Universitätsbibliothek, des Universitätsarchivs und der Graphischen Sammlung des Kunsthistorischen Instituts. Die Bildnisse stammen aus dem 16. bis 20. Jahrhundert.

In den Jahren von 2009 bis 2012 wurde die Sammlung in einem Projekt der Kulturstiftung Baden-Württemberg digitalisiert und wissenschaftlich erschlossen.

Highlights Drucke

  • Hans Staden: Wahrhafftig Historia unnd beschreibung einer Landtschafft der Wilden, Nacketen, Grimmigen Menschfresser Leuthen in der Newen welt America gelegen, Frankfurt am Main 1556
  • Primož Trubar [Hrsg.]; Anton Dalmatin [Übers.]; Consul, Stephan [Übers.]: ... del Novoga Testamenta: ... iz mnozih jazikov v općeni sadašni i razumni hrvacki jezik, Trubar, Primož [Hrsg.]; Anton Dalmatin [Übers.]; Consul, Stephan [Übers.], Tübingen , Bad Urach, 1562-1563
  • Michael Mästlin: Epitome Astronomiae: Qua Brevi Explicatione Omnia, Tam Ad Sphaericam quam Theoricam eius partem pertinentia, ex ipsius scienti[a]e fontibus deducta, perspicue per quaestiones traduntur, Tübingen, 1610
  • Wilhelm Schickard: Grundtlicher Bericht von den zwo roten Neben-Sonnen: welche Freytags den 28. deß jüngst abgeloffnen Monats Junij vormittag umb 9. Uhr erschinen: eben dazumal als die namhaffte Schlacht an der Weser bey Oldendorp under Hammeln vorgangen, [Straßburg], 1633
  • Simon Dach: Preussisches Buss- und Behtlied Königsberg, 1647
  • Martin Crusius (1526-1607): Schwäbische Chronick, Frankfurt am Main 1733
  • Johann G. F. Bohnenberger, Ignaz Ambros von Amman: Charte von Schwaben, Tübingen, um 1800
  • Justinus Kerner: Neue Beobachtungen über die in Würtemberg so häufig vorfallenden tödtlichen Vergiftungen durch den Genuss geräucherter Würste, Tübingen 1820
  • Friedrich List: Die Ackerverfassung, die Zwergwirthschaft und die Auswanderung, Stuttgart , Tübingen, 1842
  • Vaterländisches Gedenkbuch. Bildliche Darstellung des Festzugs der Württemberger.: [Zum 25-jährigen Regierungsjubiläum König Wilhelms I. am 28. IX. 1841], Stuttgart 1842-1843
  • Friedrich August von Quenstedt: Atlas zum Handbuch der Petrefaktenkunde : 100 Tafeln nebst Erklärung, Tübingen, 1885
  • Australian landscapes. A series of 24 tinted lithographs illustrative of the most striking and picturesque features of the landscape scenery of Victoria, New South Wales, South Australia and Tasmania, Melbourne, 1866-1868

Highlights Handschriften

  • Evangelien-Fragment (Johannes 1,38-48), Pergamenthandschrift (griechisch), ca. 9./10. Jh.
  • Jutisch lowbok, (niederdeutsche Übertragung des dänischen Gesetzbuches „Jyske Lov“) Pergamenthandschrift um 1400
  • Stundenbuch („Horarium“) aus Frankreich, Pergamenthandschrift (Ende 15. Jahrh.)
  • Tübinger Hausbuch: Iatromathematisches Kalenderbuch. Die Kunst der Astronomie und Geomantie (Illustrierte Papierhandschrift aus dem Raum Ulm/Urach, um 1470/80)
  • Kufisches Koranfragment (ḥiǧāzī), enthaltend Sure 17,37-36,57 (Pergamenthandschrift aus der Sammlung von Johann Gottfried Wetzstein, um 649/675 n. Chr.)
  • Armenisches Evangeliar, Konstantinopel (Pergamenthandschrift, 1644 )
  • Bilderhandschrift aus 1001 Nacht (Hikâjat 'Omar al No'mân waweledaihi Sarkân wa Dau al Makân), sog. Tübinger Umar (Papierhandschrift, um 1640)
  • Julius Euting (1839-1913): Tage- und Skizzenbücher über die Reisen in den Orient, nach Nordafrika und zu den Orientalistenkongressen (1869-1905)
  • Stammbuch Johann Christoph Ludwig Mieg (geb. 1731), Prälat von Maulbronn, aus Unteröwisheim, Tübingen [u.a.], 1753-1760
  • Briefe und Akten zum Prozess und zur Verteidigung des Joseph Süß Oppenheimer, Stuttgart, Hohenasperg, Tübingen (Papierhandschrift, 1737-1738)
  • Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Gedicht Eleysis [Eleusis] an Friedrich Hölderlin, Papierhandschrift (August 1796)
  • Kicksche Notensammlung (Musikleben in der Freien Reichsstadt Biberach), zusammengetragen von Jakob Friedrich Kick (1795-1882), 18. und 19. Jahrhundert