Philologisches Seminar

Dr. Eberhard Heck, Prof. i. R.

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Lebenslauf

Am 7. November 1937 wurde ich als fünftes von acht Kindern des 1963 verstorbenen Industriekaufmanns Carl Heck und seiner 1977 verstorbenen Ehefrau Marie, geb. Blöcher, in Tokyo-Omori (Japan) geboren; ich bin deutscher Staatsangehöriger und evangelisch-lutherischen Bekenntnisses. Seit dem 21. August 1964 bin ich verheiratet mit Gisela, geb. Wildfang; wir haben zwei 1969 und 1972 geborene Kinder.

Nach dem Besuch der Deutschen Schule Tokyo-Yokohama - Januar 1944 bis September 1945; danach bis zur Repatriierung im Frühjahr 1947 Privatunterricht -, des Staatl. Realgymnasiums Biedenkopf/Lahn - Oktober 1947 bis Dezember 1950 - und - ab Dezember 1950 - der Oberrealschule in Amberg/Opf. legte ich dort im Juli 1954 die Reifeprüfung ab und begann zum Wintersemester 1954/55 an der Universität Erlangen das Studium der Klassischen Philologie und der Geschichte. Die fehlenden Griechischkenntnisse erwarb ich in Privatunterricht.

Im Sommersemester 1956 wechselte ich an die Universität Tübingen, an der ich - bis auf das Studium in München im Wintersemester 1957/58 und im Sommersemester 1958 - meine weitere Ausbildung bis zur Promotion erhalten habe. Nach Ablegen des Graecum im Frühjahr 1957, der Vorprüfung in Philosophie im Herbst 1957 und der Wissenschaftlichen Prüfung für das Lehramt an Gymnasien in den Fächern Latein (Hauptfach), Griechisch und Geschichte (Gesamtnote ’Gut’) im Frühjahr 1961 war ich im Sommersemester 1961 als wissenschaftliche Hilfskraft (Seminarassistenz bei E. Zinn), im Wintersemester 1961/62 als Lehrbeauftragter für lateinische Sprachkurse, im Sommersemester 1962 für lateinische Stilübungen und im Wintersemester 1962/63 (bis 31. Mai 1963) als wissenschaftliche Hilfskraft in der Verwaltung des Tübinger Philologischen Seminars tätig. Von April 1958 bis zur Promotion war ich Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes; das Studium in den Semestern davor habe ich weitgehend durch insgesamt rund 11 Monate vorlesungsfreier Zeit umfassende Tätigkeit als Werkstudent (Siemens-Schuckertwerke, Gerätewerk Amberg) sowie durch Erteilen von Nachhilfeunterricht finanziert.

Aufgrund meiner Dissertation ’Die Bezeugung von Ciceros Schrift De re publica’ - eine vorläufige Fassung war 1959 als Bearbeitung einer Preisaufgabe der Fakultät mit einer Belobung ausgezeichnet worden - und des Rigorosum am 28. Februar 1963 wurde ich von der Philosophischen Fakultät der Universität Tübingen mit dem Prädikat ’Magna cum laude’ promoviert.

Nach vorübergehender Verwaltung einer Assistentenstelle wurde ich am 15. Juni 1963 zum Wissenschaftlichen Assistenten ernannt und war am Philologischen Seminar in Tübingen zunächst vorwiegend mit Verwaltungsaufgaben befaßt (neben allgemeinen Geschäftsaufgaben Koordinierung der Veranstaltungen des Seminars und Haushaltsüberwachung), außerdem hielt ich von Wintersemester 1963/64 bis Wintersemester 1964/65 jeweils 2-3 Stunden Lehrveranstaltungen (Pro- und Mittelseminare sowie Colloquia Latina) ab.

Von 1. April 1965 bis 31. März 1967 war ich wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Thesaurus linguae Latinae in München; neben der im Schriftenverzeichnis spezifizierten Artikelarbeit hatte ich Gelegenheit, an der Universität München als Gast an Seminaren bei B. Bischoff (Lateinische Philologie des Mittelalters) und W. Kunkel (Römische Rechtsgeschichte) teilzunehmen.

Nach Tübingen zurückgekehrt, wurde ich nach vorübergehender Verwaltung einer Assistentenstelle am 9. August 1967 wieder zum Wissenschaftlichen Assistenten ernannt. Seitdem habe ich bis zum Eintritt in den Ruhestand (abgesehen von 5 Forschungssemestern zwischen 1983 und 2001) regelmäßig Lehrveranstaltungen abgehalten (pro Semester zuerst 2-4, seit SS 1971 4, seit WS 1975/76 mindestens 8 Stunden - dabei auch im Rahmen ’professoraler Lehre’ fast ständig Stil- und andere sprachliche Übungen). In der Verwaltung des Philologischen Seminars war ich 1971/72 und 1974/75 jeweils ein Jahr geschäftsführender Assistent und habe 1977/78 zur Entlastung der nur noch zwei Assistenten des Seminars analoge Aufgaben (bes. Organisation von Lehrveranstaltungen und Prüfungen) wahrgenommen. Zu Tätigkeiten in der akademischen Selbstverwaltung s. unten

Aufgrund der dem Fachbereich Altertums- und Kulturwissenschaften der Universität Tübingen vorgelegten Habilitationsschrift ’Die dualistischen Zusätze und die Kaiseranreden bei Lactantius - Untersuchungen zur Textgeschichte der Divinae institutiones und der Schrift De opificio dei’ und des Habilitationsvortrags ’Zu dem in den Hippiatrica Cantabrigiensia erhaltenen Exzerpt aus der Hippiké des Simon von Athen’ mit Colloquium am 26. Februar 1971 wurde mir am 22. April 1971 die Venia legendi für Klassische Philologie verliehen; die öffentliche Antrittsvorlesung hielt ich am 18. Juni 1971 über ’Cyprians Schrift Ad Demetrianum und ihre Adressaten’. Am 19. Februar 1974 wurde mir die Bezeichnung Außerplanmäßiger Professor verliehen.

Am 24. Juni 1976 wurde ich zum Oberassistenten ernannt (die im Oktober 1975 von der Universität Tübingen beantragte Einweisung in eine Universitätsdozentur mit Ernennung zum beamteten apl. Professor war an Engpässen im Landeshaushalt gescheitert) und am 18. August 1976 hinsichtlich der Rechte und Pflichten in der Selbstverwaltung einem Universitätsdozenten gleichgestellt. Am 27. Juni 1980 wurde ich unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit zum Universitätsprofessor (BesGr C 2) für Lateinische Philologie ernannt; ich vertrete das Fach mit besonderer Berücksichtigung der christlichen lateinischen Literatur. Seit Frühjahr 1980 bin ich Prüfer bei der Wissenschaftlichen Prüfung für das Lehramt an Gymnasien für das Fach Latein (nach dem Eintritt in den Ruhestand letztmals Frühjahr 2005).

Seit der Bildung des Fachbereichs Altertums- und Kulturwissenschaften der Universiität Tübingen Ende 1969 gehörte ich der bis 1976 bestehenden Fachbereichsversammlung, durch meine Habilitation seit 1971 der Erweiterten Fachbereichskonferenz dieses Fachbereichs an. Seit seiner Umwandlung in die Fakultät für Kulturwissenschaften im Februar 1979 gehörte ich deren Promotions- und Habilitationsausschuß und seit der Ernennung zum Univ.-Professor bis zum Eintritt in den Ruhestand (1980-2003) dem Erweiterten Fakultätsrat an. Von Juli 1973 bis Oktober 1974 war ich Mitglied der Studienkommission des Philologischen Seminars, von Juli bis Dezember 1977 einer Studienplankommission für Lateinische Philologie (das Mandat legte ich im Zusammenhang mit den damaligen Studentenunruhen nieder). Im WS 1993/94 wirkte ich in einer Kommission des Seminars an der Erstellung der Studienpläne für die Griechische und die Lateinische Philologie mit (besonders betr. Lektürepensa in der Lateinischen Philologie). Von 1. Oktober 1980 bis 30. September 1983 war ich stellvertretender Direktor des Philologischen Seminars. Seit 1991 bis zum Eintritt in den Ruhestand war ich Beauftragter des Seminars für BAFöG-Angelegenheiten und, soweit das Seminar befaßt ist, für die Organisation der Wissenschaftliche Prüfung für das Lehramt an Gymnasien in den Fächern Griechisch und Latein zuständig.

Außerhalb des Seminars und der Fakultät war ich wie folgt in der Selbstverwaltung tätig: 1984-1992 war ich als Vertreter der Hochschullehrer Vorsitzender des Förderungsausschusses nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz für die geisteswissenschaftlichen Fakultäten. Seit 1993 war ich - auf Vorschlag der Professorengruppe Forschung und Lehre, der ich seit 1980 angehöre, vom Senat gewähltes - Mitglied einer 2001 aufgelösten Kommission zur Vorbereitung von Prüfungsordnungen und 1995-2003 stellvertretendes (mehrfach tätig gewesenes) Mitglied einer Kommission für Immatrikulations- und Beurlaubungsfragen.

In der Lehre befaßte ich mich seit 1976 sowohl in Überlegungen zur Studiengestaltung wie in der Praxis meiner Lehrveranstaltungen besonders mit Fragen der sprachlichen Ausbildung zumal für Studienanfänger in der Lateinischen Philologie unter Berücksichtigung der zunehmenden Defizite des gymnasialen Lateinunterrichts (1983 und 1993 habe ich in Stellungnahmen für das Seminar zu Lehrplanrevisionen erfolglos gegen den kodifizierten Verfall der Sprachkompetenz im altsprachlichen Unterricht protestiert). Nach seit 1993 verstärkten, von entsprechenden Übungen begleiteten Bemühungen habe ich 1998 die Einführung eines 4stündigen obligatorischen ’Grammaticum’ als Zugangsvoraussetzung für Übungen und Seminare im Grundstudium erreicht.

Schwerpunkte meiner wissenschaftlichen Forschung waren und sind einerseits Ciceros Staatsschriften und ihre Wirkungsgeschichte einschließlich Überlieferungsgeschichte, andererseits die frühchristliche lateinische Literatur und ihre religionspolitischen Voraussetzungen, besonders Lactanz, Minucius Felix und Commodian. Zusammen mit Frau Kollegin A. Wlosok, Mainz, bereite ich eine kritische Ausgabe der Schriften des Lactanz in der Bibliotheca Teubneriana vor, zunächst der 7 Bücher ’Diuinae institutiones’ und ihrer ’Epitome’, (Vorarbeiten dazu wurden 1975-1978 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert). Im Zusammenhang damit ergab sich die Beschäftigung mit methodischen und technischen Fragen der Textverarbeitung für editorische und lexikographische Zwecke unter Einsatz elektronischer Datenverarbeitung, was die Aufbereitung der Buchpublikationen zum Satz mit dem Tübinger System von Textverarbeitungsprogrammen TUSTEP einschließt. Die Edition der ’Epitome’ - erste mit dem TUSTEP-Satzprogramm hergestellte Edition eines antik-lateinischen Prosatextes (d.h. Zuordnung aller Apparateinträge zum Text und Umbruch der Apparate programmgesteuert) - erschien 1994; 2001 folgte eine zusammen mit Frau Dr. G. Schickler, Tübingen, erarbeitete deutsche Übersetzung dieses Textes mit Erläuterungen. Die Edition des Hauptwerkes soll, wie die der ’Epitome’ in der Bibliotheca Teubneriana (jetzt bei Saur, München/Leipzig), ab 2005 in 4 einander im Abstand von zwei Jahren folgenden Lieferungen erscheinen. Andere Publikationen, bes. zu Lactanz, ergänzen diese Editionsarbeit; zu in nächster Zeit vorgesehenen wissenschaftlichen Veröffentlichungen s. am Ende des Verzeichnisses meiner Schriften.

Zur Durchführung dieser Arbeitsvorhaben wurde Anfang 1989 unter meiner Leitung am Tübinger Philologischen Seminar eine Arbeitsstelle für patristische Textedition eingerichtet, in der regelmäßg Lehrveranstaltungen, auch solche mit Qualifikationsmöglichkeiten in den latinistischen Studiengängen, stattfinden. Aufgrund einer Vereinbarung mit dem Philologischen Seminar besteht diese Arbeitsstelle auch nach meinem Eintritt in den Ruhestand fort, solange dort das Forschungsvorhaben Lactanz-Edition mit Begleitpublikationen durchgeführt wird; weiterhinr werden hier Arbeitsgemeinschaften auch als Lehrveranstaltungen in den latinistischen Studiengängen angeboten.

Seit Ende 1995 bin ich ’Fahnenleser’ beim Thesaurus linguae Latinae, d.h. überprüfe die Artikelausdrucke unter Berücksichtigung meiner Forschungsschwerpunkte inhaltlich und redaktionell.

Seit 1. April 2003 bin ich nach Erreichen der Altersgrenze im Ruhestand (meine letzte Vorlesung im Amt hielt ich am 18. Februar 2003 über ’Römische Christen über den römischen Staat bis zur constantinischen Wende’). Damit endeten auch - bis auf die Zugehörigkeit zum Habilitationsausschuß (und zum Promotionsausschuß?) der Fakultät mit beratender Stimme - alle Tätigkeiten in der Selbstverwaltung. Doch nehme ich weiterhin die Rechte aus meiner Lehrbefugnis nach § 67 Abs.4 Satz 4 des Universitätsgesetzes Baden-Württemberg wahr, d.h. halte Lehrveranstaltungen ab und wirke an Prüfungen mit (bei der Wissenschaftlichen Prüfung für das Lehramt an Gymnasien bis Frühjahr 2005 möglich).

Seit 1972 bin ich Mitglied der Mommsen-Gesellschaft, Verbandes der deutschen Forscher auf dem Gebiete des griechisch-römischen Altertums, deren Studienkommission ich von 1985 bis 1989 angehört habe, und seit 1975 Mitglied der Association internationale d’études patristiques. Außerdem bin ich seit 1978 Mitglied des Bundes Freiheit der Wissenschaft und seit 1979 Mitglied der Christlich-Demokratischen Union (1982-2003 als Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 2004[-2005] als Schriftführer Vorstandsmitglied im CDU-Stadtverband Mössingen) und gehöre seit 1986 dem Fachausschuß Bildungspolitik im CDU-Bezirksverband Württemberg-Hohenzollern an.

NB: Ein Verzeichnis der von mir bisher abgehaltenen Lehrveranstaltungen stelle ich auf Wunsch zur Verfügung.

Stand: 22.10.2004

Nachtrag:

Die oben erwähnten Edition von Lactantius, Diuinae institutiones ist inzwischen in der Bibliotheca Teubneriana (zunächst Saur, ab 2006 De Gruyter) in 4 Lieferungen erschienen: fasc. 1: Libri I et II, 2005; fasc. 2: Libri III et IV, 2007; fasc. 3: libri V et VI, 2009; fasc. 4: Liber VII, Appendix, Indices, 2011; Begleitpublikationen s. im Schriftenverzeichnis. Die für diese und andere Forschungsarbeiten 1989 eingerichtete Arbeitsstelle für patristische Textedition besteht noch, seit April 2010 aus administrativen Gründen mit der Bezeichnung ’Forschungsstelle Lactanz-Edition’.

Wegen der Editionsarbeit lasse ich seit 2004 meine Mitgliedschaft in Fachausschuß Bildungspolitik der CDU Südwürttemberg-Hohenzollern ruhen; die Mitgliedschaft in Bund Freiheit der Wissenschaft endete mit dessen Auflösung 2003. Die Mitgliedschaft in den obengenannten Fachverbänden besteht weiterhin; auch bin ich weiterhin als Fahnenleser für den Thesaurus linguae Latinae tätig.

Nachtrag 8.2.13: Am 7.2.2013 ist Antonie Wlosok, die 2011 die obengenannte Edition noch mit mir gemeinsam abschließen konnte, nach längerer Krankheit verstorben.

Stand: 30.1.14

Verzeichnis der Schriften (Stand Januar 2014)

Die aktuelle Publikationsliste können sie als pdf-Dokument einsehen.

Arbeitsstelle für Patristische Textedition / Forschungsstelle Lactanzedition

Kontakt:
Tübingen, Wilhelmstr. 36
Tel. 07071-2974360
Leiter: Prof. Dr. Eberhard Heck

Hauptprojekt: Lactanz-Edition, zus. mit Prof. Dr. Antonie Wlosok, Universität Mainz.
In Verbindung mit der Arbeitsstelle stehen nach früherer Mitarbeit: Dr. Gudrun Schickler, Tübingen/Reutlingen, Gesine Bechtloff, M.A., Tübingen, Katrin Fürst M.A., Stuttgart/Weil der Stadt, und Dr. Wolfram Winger, Bad Waldsee.

Die de facto seit 1975 bestehende Arbeitsstelle wurde 1988 förmlich eingerichtet als Ort für patristische Forschungsarbeit und einschlägige Lehrveranstaltungen, auch mit Qualifikationsmöglichkeiten in den latinistischen Studiengängen.

Seit 1969 arbeiten A.Wlosok und E.Heck an einer kritischen Ausgabe der Schriften des Lactantius (christl. Apologet, ca. 250-325; vgl. Wlosok, HLL 5 [1989], 375-404; dies., TRE 20 [1990], 370-374; Heck, DNP 6 [2000], 1043-1044) in der Bibliotheca Teubneriana, vorerst der 7 Bücher ’Diuinae institutiones’ und ihrer ’Epitome’; zum Projekt Heck, Gnomon 64, 1992, 592-600, hier 593. Vorarbeiten (Kollationen, Aufbereitung erworbener Dateien für die Edition mit TUSTEP) wurden 1975-1978 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Beraten durch Prof. Dr. Wilhelm Ott, Tübingen, setzt Heck seit 1974 für dieses Projekt und andere Arbeiten elektronische Datenverarbeitung mit dem Tübinger System von Textverarbeitungsprogrammen TUSTEP ein, seit 1988 auch zur Aufbereitung von Buchpublikationen zum Satz in Zusammenarbeit mit der Firma pagina GmbH, Tübingen.

E.Hecks und A.Wlosoks Edition der ’Epitome’ - erste mit TUSTEP-Satzprogramm hergestellte Edition eines antik-lateinischen Prosatextes (d.h. Zuordnung aller Apparateinträge zum Text und Umbruch der Apparate programmgesteuert) - erschien 1994 bei Teubner (Stuttgart/Leipzig); 2001 folgte E.Hecks und G.Schicklers deutsche Übersetzung dieses Textes mit Erläuterungen bei Saur (München / Leipzig; dieser Verlag übernahm 1999 den altertumswissenschaftlichen Teil von Teubner, gehört seit 2006 zum Verlag Walter De Gruyter, Berlin/New York). Von der Edition des Hauptwerkes erschien 2005 als erste Lieferung fasc.1: Bücher I und II mit Praefatio (bei Saur; die nächsten Faszikel bei De Gruyter); 2007 folgte fasc. 2: Bücher III und IV (mit Praefationis supplementum, bes. zum Bibeltext des Lact.), 2009 fasc. 3: Bücher V und VI (mit Praef. Suppl. bes. zu neueren Ausgaben dieser Bücher und erstmals benutzten Handschriftenfragmenten von V). Fasc. 4 (Buch VII, ein Anhang mit Übersetzungen der Graeca, sowie Indices) erschien 2011. Aufsätze und Rezensionen ergänzen die Editionsarbeit.

Außer zu Lactanz entstanden in der Arbeitsstelle, verbunden mit Lehrveranstaltungen, Beiträge Hecks zu Minucius Felix und Commodian: zu beiden im Handbuch der lateinischen Literatur der Antike (HLL) 4, 1997 (ein für ’Aufstieg und Niedergang der römischen Welt’ II 27 vorgesehener 1999 geschriebener Beitrag ’Commodianus’ erscheint, da ANRW 2008 eingestellt wurde, als solcher nicht mehr; Weitergabe des Materials an einen Mitforscher ist vorgesehen).

Materialien der Arbeitsstelle benutzt haben: für ihre Staatexamensarbeiten, dann Magisterarbeiten G.Bechtloff (1991, zu Lactanz und Vergil) und K.Fürst (2002, zu Commodians Endzeitgedichten), W.Winger für seine theol. Dissertation (Tübingen 1997, erschienen Frankfurt/M. 1999): Personalität durch Humanität. Das ethikgeschichtliche Profil christlicher Handlungslehre bei Lactanz (enthält eine Teilausgabe mit textkrit. Anmerkungen), außerdem Prof. Dr. Stefan Freund, Universität Wuppertal, für seine Habilitationsschrift (Eichstätt 2006, erschienen Berlin 2009): Laktanz, Divinae institutiones Buch 7: De vita beata - Einleitung, Text, Übersetzung, Kommentar.

Seit 2010 heißt die Arbeitsstelle aus administrativen Gründen Forschungsstelle Lactanzedition.

Stand 30.1.14