Projektleitung: Dr. Karin Bürkert
Projektlaufzeit: WiSe 2026/27 bis WiSe 2027/28
Das dreisemestrige Lehrforschungsprojekt wird in Kollaboration mit der Abteilung für Populär- und Alltagskultur (Landesmuseum Württemberg, Außenstelle Waldenbuch) durchgeführt. Gemeinsam mit den Kolleg*innen aus Museum und Archiv erforschen wir das komplexe Netz aus Energieproduktion, technischer Infrastruktur, Landschaft und Heimat mit einem Fokus auf der Windenergienutzung. Im Zentrum steht die Frage, wie Menschen vor Ort den Ausbau erneuerbarer Energien erleben und verhandeln: Welche Hoffnungen, Sorgen und Konflikte sind mit der Transformation von Landschaft und Heimat verbunden? Wie verändert sich der Blick auf das eigene Lebensumfeld durch Windkraftanlagen in unmittelbarer Nachbarschaft? Aber auch historisch betrachtet: Wie haben sich Landschaften in den letzten 150 Jahren durch verschiedene Arten der Energieproduktion verändert?
Gemeinsam mit den Kolleg*innen aus dem Museum soll ein mobiles Ausstellungs- und Wissenschaftskommunikationsformat entwickelt werden, das direkt in ländliche Räume Baden-Württembergs geht. Ziel ist es, Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven zur Windenergie in niedrigschwelligen Resonanzräumen zusammenzubringen.
Aus der Fülle möglicher Ansätze sollen mit ethnografischen Methoden konkrete Forschungen zur soziotechnischen Vielfalt zwischen Mensch, Technik und more than human subjects konzipiert und umgesetzt werden. Die Teilnehmenden des Projekts können eigene Fragen entwickeln und Schwerpunkte festlegen.