Juristische Fakultät

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Bewerbung - Zulassung - Immatrukulation

Anerkennung von Leistungen (Studiengangwechsel & Zweit- bzw. Parallelstudium)

Ich habe in einem Studiengang (in Tübingen oder anderenorts) Leistungen im Bereich der Rechtswissenschaft erbracht und möchte mir diese an der juristischen Fakultät der Universität Tübingen in einem ANDEREN Studiengang anerkennen lassen.

Erste juristische Prüfung: Studien- und Prüfungsleistungen etc. aus anderen Studiengängen werden auf Antrag hin anerkannt, wenn zwischen den durch die jeweiligen Leistungen nachgewiesenen Kompetenzen und den durch die zu ersetztenden Leistungen nachzuweisenden Kompetenzen kein wesentlicher Unterschied besteht. Siehe hierzu § 35 Abs. 1 LHG, § 26 StudPrO 2020 und ggfls. § 9 Abs. 4 JAPrO 2019. Teilweise sind Leistungsnachweise über Zulassungsvoraussetzungen zur Staatsprüfung allerdings auch unmittelbar dem Landesjustizprüfungsamt vorzulegen (sofern eine Anerkennungskompetenz der Fakultät nach § 9 Abs. 4 JAPrO 2019 nicht gegeben ist).

Im Falle einer Anerkennung von Studienleistungen wird grundsätzlich auch eine Einstufung in ein höheres Fachsemester erforderlich, sodass Sie sich dementsprechend dann auch auf ein höheres Semester bewerben bzw. sich für ein höheres Semester einschreiben müssen. Die Einstufung in ein höheres Fachsemster ist dabei auch mit gewissen Nachteilen verbunden (z.B. bleibt Ihnen weniger Zeit, wenn Sie von der Freiversuchs- oder der Verbesserungsversuchsregelung nach § 22 Abs. 1 bzw. § 23 Abs. 1 JAPrO 2019 profitieren möchten).

Zur Klärungen der die Anerkennung ihrer Leistungen betreffenden Fragen und wegen der Fachsemestereinstufung und der insoweit erforderlichen Beratung wenden Sie sich bitte mindestens acht Wochen vor Bewerbungsschluss an die Studienfachberatung. Dort erhalten i.Ü. dann Sie auch eine Bescheinigung über die Anrechnung von Studienzeiten, die Sie für Ihre Einschreibung benötigen.

Der notwendige Antrag auf Anerkennung Ihrer Leistungen ist, soweit die Zuständigkeit der Fakultät gegeben ist, nach Ihrer Immatrikulation formfrei aber unter Beifügung aller zum Nachweis geeigneter Unterlagen (insbesondere: Leistungsnachweise / Transcript of Records, maßgebliche Auszüge aus dem Vorlesungsverzeichnis / Modulhandbuch sowie Angabe der Fundstelle der einschlägigen Prüfungsordnung) beim Prüfungsamt der Fakultät anzubringen.

Nebenfach: Die Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen etc. richtet sich nach § 35 Abs. 1 LHG (Prüfungsordnung 2007) bzw. nach § 35 Abs. 1 LHG und § 6 des allgemeinen Teils der Prüfungsordnung 2020. Grundsätzlich erfolgt die Anerkennung, wenn im Vergleich zu den zu ersetzenden Leistungen kein wesentlicher Unterschied in den erworbenen Kompetenzen besteht.

Bitte wenden Sie sich in jedem Fall mindestens acht Wochen vor Bewerbungsschluss an die Studienfachberatung; dort kann man Sie im Vorfeld eines Studienortwechsels beraten. In der Regel wird aufgrund der unterschiedlichen Ausgestaltung der rechtswissenschaftlichen Bachelor-Nebenfächer an den verschiedenen Juristischen Fakultäten dann auch eine Fachsemestereinstufung erforderlich. Über diese erhalten Sie bei der Studienfachberatung eine Bescheinigung, die Sie für Ihre Einschreibung benötigen.

Der notwendige Antrag  auf Anerkennung Ihrer Leistungen ist nach Immatrikulation formfrei und unter Beifügung aller zum Nachweis geeigneter Unterlagen (insbesondere: Leistungsbescheinigungen - im Original oder in beglaubigter Kopie - Auszügen aus den entsprechenden Vorlesungsverzeichnissen bzw. Modulhandbüchern, Angabe der Fundstelle der einschlägigen Prüfungsordnung) beim Prüfungsamt der Fakultät anzubringen.

Anerkennung von Studienleistungen (Studienortwechsel bei Beibehaltung des Studiengangs)

Ich studiere an einer anderen Universität und möchte eventuell nach Tübingen wechseln. Werden mir meine Leistungen im Falle eines Wechsels anerkannt?

Erste juristische Prüfung: Die Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen etc. richtet sich nach § 35 Abs. 1 LHG und § 25 StudPrO 2019, ggfls. i.V.m. § 9 Abs. 4 JAPrO 2019. Grundsätzlich erfolgt die Anerkennung, wenn im Vergleich zu den zu ersetzenden Leistungen kein wesentlicher Unterschied in den erworbenen Kompetenzen besteht. Bestandene Orientierungs- und Zwischenprüfungen und Übungen, nicht aber Übungsteilleistungen, werden allerdings grundsätzlich anerkannt. Teilweise sind Zulassungsvoraussetzungen zur Staatsprüfung nach § 9 JAPrO 2019 aber auch unmittelbar dem Landesjustizprüfungsamt vorzulegen.

Bitte wenden Sie sich in jedem Fall mindestens acht Wochen vor Bewerbungsschluss an die Studienfachberatung; dort kann man Sie im Vorfeld eines Studienortwechsels auch über solche Anerkennungsfragen beraten.

Der notwendige Antrag  auf Anerkennung Ihrer Leistungen ist, soweit die Zuständigkeit der Fakultät gegeben ist, nach Immatrikulation formfrei und unter Beifügung aller zum Nachweis geeigneter Unterlagen (insbesondere: Leistungsbescheinigungen - im Original oder in beglaubigter Kopie - Auszügen aus den entsprechenden Vorlesungsverzeichnissen bzw. Modulhandbüchern, Angabe der Fundstelle der einschlägigen Prüfungsordnung) beim Prüfungsamt der Fakultät anzubringen.

Nebenfach: Die Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen etc. richtet sich nach § 35 Abs. 1 LHG (Prüfungsordnung 2007) bzw. nach § 35 Abs. 1 LHG und § 6 des allgemeinen Teils der Prüfungsordnung 2020. Grundsätzlich erfolgt die Anerkennung, wenn im Vergleich zu den zu ersetzenden Leistungen kein wesentlicher Unterschied in den erworbenen Kompetenzen besteht.

Bitte wenden Sie sich in jedem Fall mindestens acht Wochen vor Bewerbungsschluss an die Studienfachberatung; dort kann man Sie im Vorfeld eines Studienortwechsels beraten. In der Regel wird wegen der unterschiedlichen Ausgestaltung der rechtswissenschaftlichen Bachelor-Nebenfächer an den verschiedenen Juristischen Fakultäten dann auch eine Fachsemestereinstufung auf Grundlage der anzuerkennenden Leistungen erforderlich.

Der notwendige Antrag  auf Anerkennung Ihrer Leistungen ist schließlich nach Immatrikulation formfrei und unter Beifügung aller zum Nachweis geeigneter Unterlagen (insbesondere: Leistungsbescheinigungen - im Original oder in beglaubigter Kopie - Auszügen aus den entsprechenden Vorlesungsverzeichnissen bzw. Modulhandbüchern, Angabe der Fundstelle der einschlägigen Prüfungsordnung) beim Prüfungsamt der Fakultät anzubringen.

Ausländische juristischer Abschlüsse

Ich habe im Ausland bereits einen juristischen Abschluss erworben, kann ich mir diesen in Deutschland anerkennen lassen?

Eine Anerkennung ausländischer juristischer Abschlüsse findet in Deutschland grundsätzlich nicht statt. Es existieren insoweit allerdings einige (beschränkte) Ausnahmen, etwa für Heimatvertriebene, für Spätaussiedler , für Personen, die Ihr Universitätsdiplom innerhalb der Europäischen Union erworben haben oder die Europäische RechtsanwältInnen i.S.d. des Gesetzes über die Tätigkeit europäischer Rechtsanwälte in Deutschland (EuRAG) sind. Über die gegebenen Möglichkeiten können Sie sich hier informieren.

In vielen Fällen wird eine Anerkennung des Abschlusses und die unmittelbare Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit oder wenigstens des Juristischen Vorbereitungsdienstes nicht möglich sein. möchten Sie in Deutschland dennoch eine juristische Tätigkeit ausüben, insbesondere einen der "klassischen" juristischen berufe wie RicherIn, Staats- oder RechtsanwältIn oder NotarIn ergreifen, so müssen Sie die "zweistudfige" JuristInnenausbildung (Universitätsstudium & Juristischer Vorbereitungsdienst) absolvieren. Hierfür ist eine Dauer von regelmäßig nicht unter sechs Jahren (Studium mit zehn Semestern Regelstudienzeit, die trotz Anerkennung von leistungen meist nicht unterschritten wird, und zwei Jahre dauernder Vorbereitungsdienst) zu veranschlagen. Bitte informieren Sie sich über das Studium der Rechtswissenschaft zunächst hier und hier.

Unter gewissen Voraussetzungen kann Ihr Studienabschluss dann als Grundlage für die Anerkennung bestimmter Leistungen im Studiengang Rechtswissenschaft mit dem Abschlussziel der Ersten juristischen Prüfung dienen und so die Studienzeit möglicherweise etwas verkürzen. Ob dies möglich ist und ob dies ggfls. dann überhaupt sinnvoll ist, sind jeweils sehr individuell zu beantwortende Fragen. Bitte melden Sie sich wegen einer diesbezüglichen Beratung bei unserer Studienfachberatung. Da die Prüfung solcher Anliegen meist einige Zeit in Anspruch nimmt, sollten Sie mindestens acht Wochen vor Ablauf der Bewerbungsfrist Kontakt zu uns aufnehmen.

In vielen Fällen ist für Ihr Bewerbungsverfahren i.Ü. nicht wie sonst die Studierendenabteilung, sondern das International Office zuständig.

 

Bewerbung (erstes Fachsemester)

Ich möchte in Tübingen ein Jurastudium beginnen, was muss ich tun?

Sowohl der Studiengang mit dem Abschlussziel der Ersten juristischen Prüfung als auch das Bachelor-Nebenfach sind im ersten Fachsemester zulassungsbeschränkt, sodass eine Bewerbung erforderlich wird. Bitte ziehen Sie unsere Seiten für Studieninteressierte, unsere Seiten zur Bewerbung sowie diejenigen der Studierendenabteilung zu Bewerbung, Zulassung und Immatrikulation zu Rate.

Bewerbung (höheres Fachsemester)

Ich studiere bereits an einer anderen Universität Rechtswissenschaft bzw. habe früher schon einmal Rechtswissenschaft studiert und möchte nun nach Tübingen wechseln (Studienortwechsel) bzw. mein Studium hier wieder aufnehmen.

Erste juristische Prüfung: Der Studiengang ist auch im höheren Fachsemester bis zur bestandenen Zwischenprüfung zulassungsbeschränkt. Wenn Sie die Zwischenprüfung noch nicht bestanden haben, müssen Sie sich also bewerben.

Die Bewerbung erfolgt dann grds. auf das nächst höhere Fachsemester, Ihre Semester werden also fortgeschrieben. Näheres zur Bewerbung auf ein höheres Fachsemester finden Sie hier und hier. In jedem Fall wenden Sie sich bitte mindestens acht Wochen vor Bewerbungsschluss an die Studienfachberatung. Hier kann man prüfen, welche Ihrer Leistungen anerkannt werden können, sodass Sie besser beurteilen können, ob ein Studienortwechsel nach Tübingen für Sie sinnvoll ist. Außerdem erhalten Sie hier die erforderliche Bescheinigung über die Anrechnung von Studienzeiten (diese wird trotz Fortschreibung der Fachsemester benötigt).

Wenn Sie zwischenzeitlich nicht im Studiengang Rechtswissenschaft mit dem Abschlussziel Erste juristische Prüfung eingeschrieben waren, könne Sie Ihr Studium prinzipiell auch im ersten Fachsemester erneut beginnen. Dafür ist eine reguläre Bewerbung (s. auch hier) erforderlich. Allerdings werden in diesem Fall Leistungen nicht anerkannt und andererseits Prüfungsfristen und, nach Auskunft des insoweit zuständigen Landesjustizprüfungsamts, auch die im Rahmen der Regelungen über den Frei- und den Verbesserungsversuch in der Staatsprüfung (§ 22 Abs. 1 und § 23 Abs. 1 JAPrO 2019) maßgeblichen Zeiten nicht zurück gesetzt, sodass ein solchen Vorgehen i.d.R. nicht zu empfehlen ist. Wenn Sie dennoch über einen Wiedereinstieg im Ersten Fachsemester nachdenken, informieren Sie sich bitte über die Voraussetzungen und Konsequenzen bei der Studienfachberatung. Bitte nehmen Sie mindestens acht Wochen vor Ablauf der Bewerbungsfrist Kontakt zu uns auf.

WICHTIG: Nach dem sechsten Semester ist ein Wechsel an die Universität Tübingen nur noch mit bestandener Zwischenprüfung möglich; nach Ablauf der Regelstudienzeit ist er regelmäßig ausgeschlossen.

Nebenfach: Da das Bachelor-Nebenfach Rechtswissenschaft an den verschiedenen Juristischen Fakultäten, die ein solches anbieten, meist sehr unterschiedlich aufgebaut ist, wird im Falle eines Studienortwechsels oftmals anstelle einer Fortschreibung der Fachsemester eine Einstufung erforderlich, die sich dann an den anerkennungsfähigen Studien- und Prüfungsleistungen etc. orientiert.

Zwar ist der Studiengang im höheren Fachsemester zulassungsfrei, sodass Sie sich an sich einfach einschreiben können, bitte wenden Sie sich aber dennoch und mindestens acht Wochen vor Bewerbungsschluss an die Studienfachberatung. Hier kann man prüfen, welche Ihrer Leistungen anerkannt werden können und ggfls. in welches Fachsemester Sie dann einzustufen sind. Außerdem erhalten Sie hier die für eine Einschreibung im höheren Fachsmester erforderliche Bescheinigung über die Anrechnung von Studienzeiten.

Wenn es sich, wie im Falle eines Studienortwechsels meist, nicht um ein und denselben Studiengang handelt, können Sie auf eine Anerkennung von Studienleistungen natürlich auch verzichten. In diesem Fall bewerben Sie sich auf das erste Fachsemester (s. dazu auch hier).

Eine Bewerbung auf das erste Fachsemester ist zudem auch dann möglich, wenn Sie zwischenzeitlich nicht in diesem Studiengang eingeschrieben waren. Allerdings werden auch dann schon erbrachte Studienleistungen nicht anerkannt.

Ich habe  in einem Studiengang (in Tübingen oder anderenorts) Leistungen im Bereich der Rechtswissenschaft erbracht und möchte nun an der Juristischen Fakultät der Universität Tübingen in einem ANDEREN Studiengang studieren.

(Allgemein:) Sie müssen sich entscheiden, ob Sie das Studium im ersten Fachsemester oder unter Anrechnung von Leistungen im höheren Fachsemester beginnen möchten. Im ersten Fachsemester sind der Studiengang Rechtswissenschaft mit dem Abschlussziel der Ersten juristischen Prüfung und auch das Bachelor-Nebenfach zulassungsbeschränkt.

Erste juristische Prüfung: Der Studiengang ist auch im höheren Fachsemester bis zur bestandenen Zwischenprüfung zulassungsbeschränkt. Wenn Sie keine Leistungen vorzuweisen haben, die wir Ihnen als Zwischenprüfung anerkennen können, dann müssen Sie sich also entsprechend bewerben (dazu hier und hier). Anderenfalls können Sie sich einfach einschreiben.

Bitte wenden Sie sich mindestens acht Wochen vor Bewerbungsschluss an die Studienfachberatung. Hier kann man prüfen, welche Ihrer Leistungen anzuerkennen und ggfls. in welches Fachsemester Sie im Falle der Anerkennung einzustufen sind, m.a.W. auf welches Fachsemester Sie sich bewerben bzw. in welches Fachsemester Sie sich einschreiben müssen, wenn Sie Ihre Leistungen angerechnet bekommen möchten. Zudem wird man Sie bei der Studienfachberatung darüber informieren, welche Konsequenzen sich aus einem Einstieg in einem höheren Fachsemester (etwa auf die Regelungen der JAPrO 2019 zum Frei- und zum Verbesserungsversuch in der Staatsprüfung) ergeben. Außerdem erhalten Sie hier die für die Einschreibung erforderliche Bescheinigung über die Anrechnung von Studienzeiten.

Näheres zur Bewerbung auf ein höheres Fachsemester finden Sie hier und hier. Informationen zur Bewerbung auf das erste Fachsemester hier sowie auf den Seiten der Studierendenabteilung zu Bewerbung, Zulassung und Immatrikulation.

Nebenfach: Sie müssen auf Grundlage Ihrer anzuerkennenden Studienleistungen in das passende Fachsemster eingestuft werden. Bitte wenden Sie sich mindestens acht Wochen vor Bewerbungsschluss an die Studienfachberatung. Hier kann man prüfen, welche Ihrer Leistungen anzuerkennen und ggfls. in welches Fachsemester Sie dann einzustufen sind. Ist eine Einstufung in ein höheres Fachsemester möglich, so ist der Studiengang für Sie zulassungsfrei. Sie erhalten dann eine entsprechende Bescheinigung über die Anrechnung von Studienzeiten von der Studienfachberatung.

Alternativ können Sie aber auch auf eine Anerkennung von Studienleistungen verzichten. In diesem Fall bewerben Sie sich auf das erste Fachsemester.

Was gilt es außerdem zu beachten, wenn es sich bei mir um ein Zweitstudium handeln würde?

Für BewerberInnen auf das erste Fachsemester gilt eine Sonderquote und es findet ein separates Auswahlverfahren statt. U.U. kann eine Bewerbung auf das erste und auf ein höheres Fachsemester Sinn ergeben. Bitte lassen Sie sich mindestens acht Wochen vor Bewerbungsschluss von der Studienfachberatung beraten.

Fachsemestereinstufung / Fortschreibung der Fachsemester

Wenn Sie unter Beibehaltung Ihres Studiengangs an die juristische Fakultät der Univesität Tübingen wechseln oder hier ein rechtswissenschaftliches Studium unter Anrechnung von Leistungen aus einem anderen Studiengang aufnehmen, stellt sich die Frage, für welches Fachsemester Sie sich bewerben und einschreiben sollen.

Erste juristische Prüfung (Studienortwechsel): Da das Studium der Rechtswissenschaft mit dem Abschlussziel der Ersten juristischen Prüfung wegen der einheitlichen Vorgaben des DRiG und des Ausbildungsziels in ganz Deutschland als der gleiche Studiengang anzusehen ist, kann gem. §  9 der Satzung der Universität Tübingen über die Zulassung für die höheren Fachsemester eine Rückstufung nicht erfolgen. Sie müssen sich also zunächst auf das nächste höhere Fachsemester bewerben. Sofern Sie die Zwischenprüfung bereits bestanden haben, ist eine Bewerbung nicht erforderlich und Sie können sich unmittelbar in das nächst höhere Semester einschreiben. Wir raten Ihnen dringend, dass Sie sich vor einem beabsichtigten wechsel bei unserer Studienfachberatung über die Fortsetzung Ihres Studiums hier, insbesondere über die Möglichkeiten zur Anerkennung Ihrer bisherigen Studien- und Prüfungsleistungen informieren. Bitte nehmen Sie dazu mindestens acht Wochen vor Ablauf der Bewerbungsfrist Kontakt zu uns auf. In jedem Fall benötigen Sie für die Einschreibung eine Bescheinigung über die Anrechnung von Studienzeiten; diese erhalten Sie ebenfalls bei der Studienfachberatung.

WICHTIG: Nach dem sechsten Semester ist ein Wechsel an die Universität Tübingen nur noch mit bestandener Zwischenprüfung möglich; nach Ablauf der Regelstudienzeit ist er regelmäßig ausgeschlossen.

Erste juristische Prüfung (erstmalige Aufnahme des Studiums unter Anrechnung von Leistungen aus einem anderen Studiengang): Wenn Sie ein Studium der Rechtswissenschaft mit dem Abschlussziel der Ersten juristischen Prüfung unter Anrechnung von Leistungen aus einem anderen Studiengang aufnehmen möchten, müssen Sie dieses Studium regelmäßig in einem höheren Fachsemester beginnen. Es wird eine Fachsemestereinstufung auf Grundlage der anrechenbaren Leistungen erforderlich. Bitte wenden Sie sich deswegen mindestens acht Wochen vor Ablauf der Bewerbungsfrist an die Studienfachberatung. Dort kann man nicht nur Ihre Leistungen prüfen und die Fachsemestereinstufung vornehmen. Man wird Sie auch über die sonstigen Konsequenzen einer Einstufung in ein höheres Fachsemester (Verkürzung von Prüfungsfristen und der Zeiten nach § 22 Abs. 1 - "Freischuss" - und § 23 Abs. 1 JAPrO 2019 - "Verbesserungsversuch" -, Veränderungen im Studien-ablauf usw.) beraten.

Wenn Sie sich für einen Einstieg im höheren Fachsemester entscheiden, müssen Sie sich entsprechend bewerben (s. auch hier); es sei denn, dass wir Ihnen Leistungen als zwischenprüfungsäquivalent anerkennen können. In diesem Fall können Sie sich unmittelbar einschreiben. So oder so benötigen Sie für die Einschreibung aber eine Bescheinigung über die Anrechnung von Studienzeiten, die Sie bei der Studienfachberatung erhalten, bei der Sie sich bitte auch rechtzeitig vor Ihrem Wechsel, mindestens acht Wochen vor Ende der Bewerbungsfrist, wegen einer studienfachlichen Beratung melden.

Kummulativ oder alternativ können Sie sich immer auch auf das erste Fachsemester inm Zweitstudium bewerben. Wenn Sie bereits einen Studiengang erfolgreich abgeschlossen haben, handelt es sich bei der Bewerbung auf das erste Fachsemester dann aber auch zulassungsrechtlich um ein Zweitstudium; hierfür steht eine separate Quote an Studienplätzen zur Verfügung und es findet ein spezielles Auswahlverfahren statt.

Nehmen Sie Ihr dann Studium im ersten Fachsemester auf, so werden Studien- und Prüfungsleistungen nicht angerechnet.

Nebenfach (Studienortwechsel): In der Regel wird aufgrund der unterschiedlichen Ausgestaltung der rechtswissenschaftlichen Bachelor-Nebenfächer an den Juristischen Fakultäten im Vorfeld eines Studienortwechsels eine Fachsemestereinstufung erforderlich. Diese erfolgt auf Grundlage der anzuerkennenden Studien- und Prüfungsleistungen. Bitte wenden Sie sich mindestens acht Wochen vor Ende der Bewerbungsfrist an die Studienfachberatung. Dort wird man Ihre Studien- und Prüfungsleistungen, die Sie anerkennt wissen möchten prüfen, das für Sie richtige Fachsemester ermitteln und Ihnen eine Bescheinigung über die Anrechnung von Studienzeiten ausstellen, die Sie für Ihre Einschriebung benötigen. Außerdem wird man Sie über mögliche Konsequenzen der Anerkennung von Leistungen und der Fachsemestereinstufung beraten. Bei einer Aufnahme des Studiums im höheren fachsemester ist der Studiengang zulassungsfrei, sodass Sie sich einfach einschreiben können.

U.U. kommt zwar auch ein Neubeginn im ersten Fachsemester in Betracht. Ein solcher ist, da eine Anerkennung von Leistungen dann ausscheidet, meist aber nicht sinnvoll. Außerdem ist der Studiengang im ersten Fachsemester zulassungbeschränkt, sodass dann auch eine Bewerbung erforderlich wird (s. auch hier).

Nebenfach (erstmalige Aufnahme des Studiums unter Anrechnung von Leistungen aus einem anderen Studiengang): Wenn Sie anerkennungsfähige Leistungen aus einem anderen Studiengang (z.B. Rechtswissenschaft mit dem Abschlussziel der Ersten juristischen Prüfung) vorweisen können, müssen Sie sich entscheiden, ob Sie sich diese im Bachelor-Nebenfach Rechtswissenschaft anerkennen lassen möchten oder nicht.

Verzichten Sie auf eine Anerkennung, bewerben Sie sich bitte einfach auf das erste Fachsemester (s. auch hier).

Möchten Sie sich Leistungen anerkennen lassen, sind diese zu prüfen und es ist eine entsprechende Fachsemesteeinstufung vorzunehmen. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich mindestens acht Wochen vor Ablauf der Bewerbungsfrist an die Studienfachberatung. Dort erhalten Sie dann auch eine Bescheinigung über die Anrechnung von Studienzeiten, die Sie für die Einschreibung in das entsprechende Fachsemester benötigen. Eine Bewerbung ist bei Anrechnung von Studienzeiten nicht erforderlich, da der Studiengang im höheren Fachsemester zulassungfrei ist.

Parallelstudium / Doppelstudium

Was ist ein Parallelstudium (auch Doppelstudium genannt) ?

Von einem Parallelstudium spricht man, wenn zwei vollwertige Studiengänge (also nicht: Haupt- und Nebenfach in einem Kombinationsstudiengang) parallel studiert werden, also etwa Rechtswissenschaft mit dem Abschlussziel der Ersten juristischen Prüfung und Mathematik, Informatik, Medizin oder der Kombinationsstudiengang Geschichtswissenschaft (mit einem Nebenfach, was dann wiederum Rechtswissenschaft oder aber etwa ganz anderes - wie z.B. Volkswirtschaftslehre oder Rhetorik - sein könnte).

Ein Parallelstuidium ist, auch wenn man in beiden Studiengängen einen Studienplatz erhält, nicht immer ohne weiteres zulässig. Gem. § 60 Abs. 1 S. 3 LHG ist nämlich die Immatrikulation in zwei oder mehrere zulassungsbeschränkte Studiengänge (siehe Studiengangsverzeichnis) nur zulässig, wenn dies aus besonderen beruflichen, wissenschaftlichen oder künstlerischen Gründen erforderlich ist. Handelt es sich also um zwei zulassungsbeschränkte Fächer, so ist, auch wenn man für beide eine Zulassung erhalten hat, darüber hinaus noch eine Genehmigung des Parallelstudiums durch die Studierendenabteilung erforderlich. Informationen zum Verfahren finden Sie hier.

Wichtig erscheint uns, dass SIe sich des erheblich höheren Aufwands bewusst sind, den es bedeutet, zwei Studiengänge zeitgleich zu studieren. Wir raten daher dringend, dass Sie sich in jedem Fall von den Studienfachberatungen beider Studiengänge beraten lassen. Vor allem aber muss Ihnen klar sein, dass im Hinblick auf die Studienorganisation, auf die Terminierung von Prüfungen, Prüfungsfristen usw. für Studierende, die noch ein anderes Fach studieren, alleine aus diesem Grund keine gesteigerte Rücksicht genommen werden kann.

Zulassungsbeschränkung

Was hat es mit der Zulassungsbeschränkung auf sich?

Wenn ein Studiengang zulassungsbeschränkt ist, dann bedeutet das vor allem, dass man sich in diesen Studiengang nicht einfach einschreiben kann. Stattdessen muss man sich zunächst um einen Studienplatz bewerben. Hat man dabei Erfolg, so erhält man ein Zulassungsangebot, das man durch Annahme in eine Zulassung umwandeln kann. Erst dann hat man die Möglichkeit, sich einzuschreiben / zu immatrikulieren (Achtung: Einschreibefrist beachten!).

Der Studiengang Rechtswissenschaft mit dem Abschlussziel der Ersten juristischen Prüfung ist im ersten Fachsemester zulassungsbeschränkt. Darüber hinaus besteht bis zur bestandenen Zwischenprüfung auch im höheren Semester eine Zulassungsbeschränkung.

Das Bachelor-Nebenfach Rechtswissenschaft ist im ersten Fachsemester ebenfalls zulassungsbeschränkt.

Im Studium (allgemein)

alma-Portal

Im alma-Portal findet schon jetzt die Mitgliedschaftsverwaltung statt. Über alma erfolgen schon bisher Bewerbung und Einschreibung, aber auch Immatrikulationsbescheinigungen können hier ausgedruckt werden.

Ab dem Sommersemester 2020 finden Sie in alma aber auch das Vorlesungsverzeichnis (alma tritt also an die Stelle von Campus) und Sie können hier nun Lehrveranstaltungen "belegen" und sich für Prüfungen (Prüfungsleistungen) "anmelden" (alma ersetzt künftig also auch das bisherige "Listensystem" lyekka).

Informationen, Hinweise und Tutorials zu alma finden Sie hier.

Belegen von Lehrveranstaltungen & Anmelden zu Prüfungen

Zum Sommersemester 2020 erfolgt die Anmeldung zu Lehrveranstaltungen nicht mehr nur für bestimmte Arten von Veranstaltungen (z.B. Fallbesprechungen und Übungen) über das bisherige Listensystem und mit einer Eintragung in eine entsprechende Liste ist dann auch nicht mehr automatisch die Anmeldung zur jeweiligen Prüfung verbunden.

Stattdessen werden Lehreranstaltungen in alma nun "belegt". Durch die Belegung ist aber noch keine Prüfungsanmeldung gegeben. Vielmehr muss man sich, ebenfalls in alma, zu jeder einzelnen Prüfungsleistung (bei einer Übung etwa zur Hausarbeit und zu beiden Aufsichtsarbeiten) "anmelden".

Informationen, Hinweise und Tutorials zu alma finden Sie hier.

Bescheinigungen

Ich benötige ein Zwischenprüfungszeugnis, eine Leistungsbescheinigung gem. § 48 BAfÖG ...

Im Laufe Ihres Studiums werden Sie immer wieder verschiedenste Bescheinigungen benötigen. Für deren Ausstellung sind innerhalb der Universität aber auch an der Fakultät unterschiedliche Stellen zuständig:

  • Eine Liste der Bescheinigungen, die die Studienfachberatung ausstellt, finden Sie hier.
  • Wie Sie an ein Transcript of Records (ToR - eine Leistungsübersicht) gelangen, können Sie hier nachlesen.
  • Im übrigen ist, wenn es um Ihr Mitgliedschaftsverhältnis geht, i.d.R. die Studierendenabteilung zuständig.

Wenn Sie nicht wissen, wer für die Erestellung der benötigten Bescheinigung zuständig ist, wenden Sie sich bitte an die Studienfachberatung oder die Zentrale Studienberatung.

Beurlaubung

Ich möchte mich dieses Semester beurlauben lassen. Was gilt es zu beachten?

Geregelt ist die Beurlaubung vom Studium in § 61 LHG und in § 14 der Zulassungs- und Immatrikulationsordnung der Universität Tübingen (Lesefassung). In diesen Vorschriften finden Sie auch die wesentlichen Gründe, die für eine Beurlaub in Betracht kommen, wichtige Informationen zum Verfahren und die unmittelbaren Folgen einer Beurlaubung.

Für Studierende im Studiengang Rechtswissenschaft mit dem Abschlussziel der ersten juristischen Prüfung kommt darüber hinaus eine Beurlaubung auch zum Zwecke des Auslandsstudiums in Betracht.

Zuständig für Beurlaubungen ist die Studierendenabteilung. Auf deren Homepage finden Sie auch die entsprechenden Formulare und wichtige Informationen, insbesondere zu den in Betracht kommenden Gründen und zu den maßgelichen Fristen für eine Beurlaubung (hier).

Da eine Beurlaub allerdings Konsequenzen hat, die über die in den o.g. Vorschriften genannten hinausgehen, ist es unerlässlich, dass Sie sich, bevor Sie einen Antrag auf Beurlaubung stellen, beraten lassen.

Bei der Studienfachberatung erhalten Sie insbesondere darüber Informationen, unter welchen Voraussetzungen eine Beurlaubung Ihnen bei der Ermittlung Ihrer Semesterzahl im Studiengang mit dem Abschlussziel der Ersten juristischen Prüfung Rahmen der Regelungen für den Frei- und für den Verbesserungsversuch in der Staatsprüfung in der Ersten juristischen Prüfung (§§ 22 Abs. 1 , 23 Abs. 1 JAPrO 2019) nicht zur Last fällt. Oftmals ist in solchen Fällen auch eine enge Abstimmung mit dem Landesjustizprüfungsamt, das für die Zulassung zur Staatsprüfung zuständig ist, erforderlich. Das Landesjustizprüfungsamt stellt diesbezüglich auf seiner Homepage u.a. entsprechende Hinweisblätter zur Verfügung.

Parallel- und Nebenfachstudierende sollten sich darüber hinaus unbedingt auch von der Studienfachberatung ihres anderen Fachs bzw. ihres Hauptfachs beraten lassen.

Eine Beurlaubung kann aber auch weitere Kosequenzen haben, etwa im Hinblick auf Ihr BAföG, ein eventuelles Stipendium oder Ihre Krankenversicherung. Insoweit müssen Sie sich von den jeweils zuständigen Stellen informieren.

Ilias

Ilias ist die Lernplattform der Universität. Hier finden Sie Materialien zu den von Ihnen in alma belegten Lerveranstaltungen.

 

Semestertermine

Wann beginnt das Sommer- und wann das Wintersemester, wann sind Semesterferien ...?

Die Semestertermine finden Sie auf der Homepage der der Universität Tübingen (hier).

Zertifikatstudiengänge

Die Juristische Fakultät der Universität Tübingen bietet in Kooperation mit anderen Fakultäten und Einrichtungen zwei interdisziplinäre Zertifikatstudiengänge an, die während des Studiums der Rechtswissenschaft ergänzend studiert werden können, um zusätzliche Kompetenzen auf- und auszubauen:

Im Studium (Erste juristische Prüfung)

Anerkennung von Leistungen (Auslandsstudium)

Welche Leistungen können mir nach einem Auslandsstudium anerkannt werden?

Gem. § 9 Abs. 6 JAPrO 2019 kann (nur) eine der Zulassungsvoraussetzungen nach § 9 Abs. 2 Nr. 1-3 JAPrO 2019  die erfolgreiche Teilnahme an einer Veranstaltung einer rechtswissenschaftlichen Fakultät einer ausländischen Universität ersetzt werden, sofern die Veranstaltung auf Antrag gem. § 35 Abs. 1, 5 LHG anekannt worden ist. Zuständig für die Anerkennung ist die deutsche Juristische Fakultät an der z.Z. der Antragsstellung die Einschreibung besteht. Näheres hierzu finden Sie hier.

Gem. § 9 Abs. 7 JAPrO 2019 kann weiter die Teilnahme an einer Lehrveranstaltung zur Vermittlung interdisziplinärer Schlüsselqualifikationen nach § 9 Abs. 2 Nr. 4 JAPrO 2019 u.a. durch die erfolgreiche Teilnahme an einer Veranstaltung einer rechtswissenschaftlichen Fakultät einer ausländischen Universität ersetzt werden, sofern die Veranstaltung auf Antrag des Prüflings nach den Vorgaben des § 9 Abs. 1 und 5 JAPrO 2019 i.V.m. § 35 Abs. 1 LHG anerkannt worden ist. Zuständig für die Anerkennung ist die deutsche Juritische Fakultät an der z.Z. der Antragsstellung die Einschreibung besteht. Näheres hierzu finden Sie hier.

Schließlich ersetzt ein Semester eines fremdsprachigen rechtswissenschaftlichen Auslandsstudiums, das id Voraussetzungen des § 22 Abs. 2 S. 1 Nr. 3 JAPrO 2019 erfüllt, regelmäßig die Teilnahme an einer fremdsprachigen rechtswissenschaftlichen Veranstaltung oder einem rechtswissenschaftlich ausgerichteten Sprachkurs. Hierüber entscheidet unmittelbar das Landesjustizprüfungsamt.

Diplom-Jurist / Diplom-Juristin

Wie kann ich an der Juristischen Fakultät den Grad einer Diplom-Juristin bzw. eines s Diplom-Juristen erwerben?

Gem. § 33 Abs. 1, 3 StudPrO 2020 verleiht die Juristische Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen nach in Tübingen bestandener Erster Juristischer Prüfung (in Altfällen: Erster juristischer Staatsprüfung, wenn nach dem 26.01.1976 bestanden) auf Antrag hin den Grad "Diplomjurist" bzw. "Diplomjuristin".

Entsprechende Anträge sind an das Dekanat der Juristischen Fakultät zu richten. Für die Bearbeitung wird eine Gebühr von 10 € erhoben, § 33 Abs. 4 StudPrO 2020.

Erste juristische Prüfung

Das Studium der Rechtswissenschaft im Studiengang mit dem Abschlussziel der Ersten juristischen Prüfung wird durch eben die Genannte beendet. Die Erste juristische Prüfung besteht dabei aus zwei Teilen, der Staatsprüfung, deren Gegenstand der sog. Pflichtfachstoff nach § 8 JAPrO 2019 ist, und der Universitätsprüfung (auch universitäre Schwerpunktbereichs-prüfung), die in einem selbstgewählten Schwerpunktbereich stattfindet. Die Staatsprüfung geht dabei zu 70%, die Universitätsprüfung zu 30% in die Note der Ersten juristischen Prüfung ein.

Das Bestehen der Ersten juristischen Staatsprüfung ist Voraussetzung für die Aufnahme des Vorbereitungsdienstens (Rechtsreferendariat), der in die Zuständigkeit der Oberlandesgerichte fällt, und der mit der Zweiten juristischen Staatsprüfung endet.

Fremdsprachenkompetenz / bisher: "Fremdsprachenschein"

Wozu benötige ich einen Nachweis über die regelmäßige Teilnahme an einer fremdsprachigen rechtswissenschaftlichen Veranstaltung oder an einem rechtswissenschaftlich ausgerichteten Sprachkurs i.S.d. § 3 Absatz 5 Satz 2 JAPrO 2019?

Bei diesem Nachweis handelt es sich um eine Zulassungsvoraussetzung zur Staatsprüfung in der Ersten juristischen Prüfung nach § 9 Abs. 1 Nr. 3 HS. 1 JAPrO 2019. Er ist nur Ausnahmsweise entbehrlich, wenn die Fremdsprachenkompetenz anderweitig nachgewiesen werden kann, siehe § 9 Abs. 1 Nr. 3 HS. 2 JAPrO 2019.

Wie erbringe ich den entsprechenden Leistungsnachweis?

Durch regelmäßige Teilnahme an einer der entsprechenden Lehrveranstaltungen, die die Fakultät jedes Semester anbietet. Eine Prüfung muss nicht abgelegt werden.

Wie kann ich meine Fremdsprachenkompetenz anderweitig nachweisen?

Jedenfalls nicht mittels Ihres Abitur- oder eines allgemeinen Sprachzeugnisses, denn es werden Fachsprachenkompetenzen verlangt. Regelmäßig genügt jedenfalls "...ein Semester eines fremdsprachigen rechtswissenschaftlichen Auslandsstudiums, das den Voraussetzungen des § 22 Abs. 2 Satz 1 Nummer 3 entspricht",  § 9 Abs. 5 JAPrO 2019.

Nähere Informationen finden sie im Hinweisblatt "Zulassungsvoraussetzungen zur Staatsprüfung in der Ersten juristischen Prüfung" ("Hinweise zu den Zulassungsvoraussetzungen") des Landesjustitzprüfungsamtes. In Zweifelsfällen sollten Sie stets einen entsprechenden Antrag beim Landesjustizprüfungsamt stellen.

Was genau ist der "Fremdsprachenschein"?

Bis einschließlich im Wintersemester 2019/2020 wurden Leistungsnachweise, un dazu gehört auch der Nachweis über die regelmäßige Teilnahme an den hier in Rede stehenden Veranstaltungen, in Papierform, also als "Scheine", ausgegeben. Ab dem Sommersemester 2020 werden nun aber keine solchen  "Scheine" mehr erteilt, stattdessen wird die entsprechende Studienleistung in Ihrem Transcript of Records ausgewiesen.

Hausarbeiten

Um eine Übung für Anfänger oder für Fortgeschrittene zu bestehen, müssen innerhalb desselben Semesters sowohl eine Hausarbeit als auch eine Aufsichtsarbeit (Klausur) bestanden werden. Im Rahmen der Orientierungs- und derZwischenprüfung spielen die Hausarbeiten hingegen keine Rolle.

Die ersten Hausarbeiten, die im Studium zu schreiben sind, sind die aus den Übungen für Anfänger in Zivil- und im Strafrecht. Diese Hausarbeiten sind in der vorlesungsfreien Zeit zwischen dem ersten und dem zweiten Semester zu fertigen. Zur Vorbereitung auf die ersten Hausarbeiten bieten das Computer-Zentrum (CZ), das Juristische Seminar, die Fachschaften und die Studienfachberatung diverse Veranstaltungen an, deren Besuch wir dringend empfehlen. Eine Hausarbeitencheckliste finden Sie hier und eine Wordvorlage des CZ hier.

Hausarbeit, Rückanrechnung

Was hat es mit der Rückanrechnung einer Hausarbeit auf sich?

Wird im Rahmen der Übung eines Semesters X zwar eine der Aufsichtsarbeiten (Klausuren), nicht aber die der Übung vorlaufende Hausarbeit bestanden, so können Sie die in der nächsten vorlesungsfreien Zeit zu schreibende Hausarbeit der entsprechenden Übung für Anfänger im Semester X+1 mitschreiben. Bestehen Sie diese Hausarbeit, so können bis zum Ende der Vorlesungszeit des Semesters X+1 (Achtung: Ausschlussfrist!) beim Lehrstuhl, der die Übung im Semester X abgehalten hat, die Rückanrechnung der Hausarbeit auf die bestandene Klausur der Übung für Anfänger im Semester X beantragen (Sie müssen sich allerdings auch für die Übung des Semesters X+1 anmelden, damit Ihre Hausarbeit bewertet wird, und können dann aber auch erst einmal die Klausuren dieser Übung mitschreiben und jedenfalls das Ergebnis der ersten Klausur abwarten, bevor Sie die Rückanrechnung beantragen). Auf diese Weise können Sie somit eine in der Übung des Semesters X bestandene Klausur "retten" und bekommen dann, wenn auch erst nach Ende der Vorlesungszeit des Semesters X+1, noch den Übungsschein für das Semester X ausgestellt.

Faktisch haben Sie also eine Hausarbeit vor und eine nach der Vorlesungszeit des Semesters X und in der Vorlesungszeit des Semesters X zwei Klausuren, und müssen nur eine der beiden Hausarbeiten und nur eine der beiden Klausuren bestehen, um die Übung erfolgreich zu absolvieren.

"Grundlagenschein"

Was ist der "Grundlagenschein", wozu brauche ich den und wie bekomme ich ihn?

Der sog. "Grundlagenschein" ist ein Leistungsnachweis, der durch eine erfolgreiche absolvierte schriftliche Arbeit (Hausarbeit oder Aufsichtsarbeit) in einem sog. Grundlagenfach erworben wird, vgl. § 9 Abs. 3 S. 2 JAPrO 2019. Der Kanon der möglichen Fächer ergibt sich aus § 3 Abs. 1 S. 2 JAPrO 2019. In Tübingen handelt es sich insoweit überwiegend um rechtshistorische Vorlesungen (in deren Rahmen die Möglichkeit zum Erwerb eines Grundlagenscheins angekündigt wird).

Ein Grundlagenschein ist in Baden-Württemberg Voraussetzung für die Zulassung zur Staatsprüfung in der Ersten juristischen Prüfung, § 9 Abs. 2 Nr. 2 JAPrO 2019. In Tübingen ist er zudem eine der für das Bestehen der Orientierungsprüfung erforderlichen Leistungen, § 2 Abs. 2 StudPrO 2020. Insofern ist es unerlässlich, dass der Grundlagenschein bei Misserfolg nur im unmittelbar folgenden Semester wiederholt werden kann und spätestens a.E. des dritten Semesters bestanden sein muss; anderenfalls geht der Prüfungsamspruch verloren!

Ab dem Sommersemester 2020 werden allerdings keine "Scheine" mehr ausgegeben, stattdessen wird das bestehen der entsprechenden Prüfungsleistung in einem Grundlagenfach in Ihrem Transcript of Records ausgewiesen.

Immatrikulation während der Staatsprüfung bzw. während der Universitätsprüfung

Muss ich während der Staatsprüfung eingeschrieben sein? Wie ist es in der Zeit bis zum Wiederholungs- bzw. bis zum Verbesserungsversuch?

Es kommt darauf an... Das Landesjustizprüfungsamt hat dies in seinem entsprechenden Hinweisblatt ("Immatrikulation während des Prüfungsverfahrens und in der Zeit bis zur Wiederholungsprüfung") für alle denkbaren Konstellationen dargestellt.

Anmerkung: I.d.R. ist es erforderlich, dass Sie sich für die Rückmeldung nach bestandener Staatsprüfung eine bei der Studierendenabteilung einzureichende Bescheinigung der Studienfachberatung ausstellen lassen. Die Ausstellung einer solchen Bescheinigung efolgt gegen Vorlage des Studierendenausweises und des  Zulassungsbescheids zum Erstversuch oder des Gebührenbescheids betr. den Verbesserungsversuch.

Muss ich für die Universitätsprüfung eingeschrieben sein?

Um an der Universitätsprüfung teilnehmen zu können, müssen Sie (für beide Prüfungsteile) eingeschrieben sein; selbst dann, wenn Sie die Staatsprüfung in der Ersten juristischen Prüfung bereits bestanden haben. In letzterem Fall benötigen Sie für die Rückmeldung eine entsprechende,  bei der Studierendenabteilung einzureichende Bescheinigung der Studienfachberatung.

Orientierungsprüfung

Was hat es mit der Orientierungsprüfung auf sich?

Die Orientierungsprüfung ist in den §§ 2 f. StudPrO 2020 geregelt. Sie ist bestanden, wenn man einen "Grundlagenschein" erworben und in zwei verschiedenen Anfängerübungen jeweils mindestens eine Klausur bestanden hat. Jede dieser drei Teilleistung kann bei Misserfolg einmal und nur im unmittelbar folgenden Semester wiederholt werden und müssen am Ende des dritten Semesters bestanden sein. Gelingt das nicht, geht der Prüfungsanspruch verloren und es erfolgt nach einem entsprechenden Verwaltungsverfahren die Exmatrikulation.

Praktische Studienzeit / Praktika

Informationen zur praktischen Studienzeit haben wir Ihnen hier zusammen gefasst.

Schlüsselqualifikation / bisher: "Schlüsselqualifikationsschein"

Wozu benötige ich eine Schlüsselqualifikation?

Gem. § 9 Abs. 2 Nr. 4 JAPrO 2019 ist Voraussetzung für die Zulassung zur Saatsprüfung in der Ersten juristischen, dass erfolgreich an einer einer Lehrveranstaltung zur Vermittlung interdisziplinärer Schlüsselqualifikationen i.S.d. § 3 Absatz 5 Satz 1 JAPrO 2019 teilgenommen worden ist. Dem § 3 Absatz 5 Satz 1 JAPrO 2019 liegt dabei ein Verständnis des Begriffs der Schlüsselqualifikation zugrunde, das wesentlich enger ist, als das, indem der Begriff teilweise an anderer Stelle gebraucht wird.

Wie kann ich die Schlüsselqualifikationsleistung erbringen?

Am besten und am einfachsten, indem Sie eine der von der Fakultät jedes Semester angebotenen, entsprechend ausgewiesenen Veranstaltungen besuchen und dort erfolgreich die entsprechende Prüfung absolvieren. Die Anerkennung des Besuchs anderweitiger "Schlüsselqualifikationsveranstaltungen" (anderer Fakultäten und sonstiger Einrichtungen) ist wegen des engen Verständnisses der JAPrO 2019 vom Begriff der Schlüsselqualifikation und wegen der besonderen inhaltlichen und formalen Vorraussetzungen an diese und die abschließenden Prüfungen nur selten möglich (Näheres und zu den Ausnahme hier).

Wo kann ich mehr über Schlüsselqualifikationen erfahren?

Hier.

Was genau ist der "Schlüsselqualifikationsschein"?

Bis einschließlich im Wintersemester 2019/2020 wurden Leistungsnachweise, un dazu gehört auch der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an einer Veranstaltung zur Vermittlung interdisziplinärer Schlüsselqualifikationen, in Papierform, also als "Scheine", ausgegeben. Ab dem Sommersemester 2020 werden nun aber keine solchen  "Scheine" mehr erteilt, stattdessen wird das bestehen der entsprechenden Prüfungsleistung in Ihrem Transcript of Records ausgewiesen.

Schwerpuniktbereich, Anzeige der Wahl

Muss ich die Wahl meines Schwerpunktbereichs anzeigen?

Mit Aufnahme des Schwerpunktbereichsstudiums ist die Wahl des Schwerpunktbereichs dem Prüfungsamt der Fakultät anzuzeigen. Die Wahl des Schwerpunktbereichs ist damit allerdings noch nicht verbindlich. Eine Bindung tritt grds. erst mit Zulassung zum schriftlichen teil der Universitätsprüfung (Studienarbeit oder Aufsichtsarbeit) ein, § 10 Abs. 2 S. 2 StudPrO 2020.

Schwerpunktbereich, Wechsel

Kann ich meinen Schwerpunktbereich wechseln?

Bis zur Zulassung zum schriftlichen Teil der  Universitätsprüfung (Studienarbeit oder Aufsichtsarbeit) sind Sie an die Wahl Ihrs Schwerpunktbereichs nicht gebunden, § 10 Abs. 2 S. 2 StudPrO 2020. Sie können Ihren Schwerpunktbereich zunächst noch ohne weiteres wechseln. Nach Zulassung zum schriftlichen Teil der Universitätsprüfung ist ein Wechsel grds. ausgeschlossen. er ist dann nur noch möglich nach einem genehmigten Rücktritt vom schriftlichen Teil der Universitätsprüfung oder im Falle des Nichtbestehens der Universitätsprüfung. In jedem Fall ist ein Wechsel des Schwerpunktbereichs dem Prüfungsamt der Fakultät anzuzeigen, § 10 Abs. 2 S. 3 StudPrO 2020.

Schwerpunktbereiche & Schwerpunktbereichstudium

Das Studium der Rechtswissenschaft im Studiengang mit dem Abschlussziel der Ersten juristischen Prüfung wird durch eben die Genannte beendet. Die Erste juristische Prüfung besteht dabei aus zwei Teilen, der Staatsprüfung, deren Gegenstand der sog. Pflichtfachstoff nach § 8 JAPrO 2019 ist, und der Universitätsprüfung (auch universitäre Schwerpunktbereichsprüfung). Diese findet statt in einem von der/dem Studierenden selbst gewählten Schwerpunktbereich.

Das Schwerpunktbereichsstudium ist in den §§ 9 ff. StudPrO 2020 geregelt. Die Studierenden können an der Juristischen Fakultät aus derzeit insgesamt 13 Schwerpunktbereichen und (selbständigen) Schwerpunktteilbereichen wählen. Dabei darf jeder Studierende, anders als an manch anderen Fakultäten, genau in dem Schwerpunktbereich studieren und die Universitätsprüfung ablegen, den er sich ausgesucht hat; es besteht also keine Kontingentierung von Studienplätzen.

Das Schwerpunktbereichsstudium erstreckt sich über zwei Semester. In dieser Zeit müssen mindestens 16 Semesterwochenstunden (SWS) im Schwerpunkt studiert und alle Pflichtveranstaltungen besucht werden.

Das Schwerpunktbereichsstudium soll erst nach bestandener Zwischenprüfung aufgenommen werden. Es kann wie die sich anschließende Universitätsprüfung vor oder nach der Staatsprüfung in der Ersten juristischen Prüfung absolviert werden. In Letzterem Fall ist eine erneute Rückmeldung und eine fortbestehende Immatrikulation (bis zur Beendigung der Universitätsprüfung) erforderlich. Zur Rückmeldung wird dann aber eine bei der Studierendenabteilung einzureichende Bescheinigung der Studienfachberatung benötigt.

Informationen und Anmeldeunterlagen zu den Schwerpunktbereichen finden Sie auf der Seite Schwerpunktbereiche sowie auf den Seiten des Prüfungsamtes der Juristischen Fakultät.

Allgemeine Fragen zum Schwerpunktbereichsstudium beantwortet Ihnen die Studienfachberatung, für spezifische Fragen zu einzelnen Schwerpunktbereichen sind die jeweiligen Schwerpunktbereichs-sprecher bzw. -Berater zuständig (wer das jeweils ist, entnehmen Sie bitte den Informationen zu den einzelnen Schwerpunktbereichen).

"Schwerpunktbereichsprüfung"

S.u. unter den richtigen Bezeichnungen "Universitätsprüfung / universitäre Schwerpunktbereichsprüfung".

Staatsprüfung in der Ersten juristischen Prüfung

Die Staatsprüfung in der Ersten juristischen Prüfung ist neben der Universitätsprüfung der andere Teil der das Studium abschließenden Ersten juristischen Pürfung, sie wird daher auch als "Staatsteil" oder als "(juristisches) Staatsexamen" bezeichnet. in die Note in der Ersten juristischen Prüfung geht die in der Staatsprüfung erzielte Note mit 70%, die in der Universitätsprüfung erzielte Note mit 30% ein, § 19 Abs. 2 JAPrO 2019.

Die Zuständigkeit für die Staatsprüfung liegt beim Landesjustizprüfungsamt. Geregelt ist sie in den §§ 6 ff. JAPrO 2019.

Die Staatsprüfung in der Ersten juristischen Prüfung besteht aus einem schriftlichen (§§ 13 ff. JAPrO 2019) und einem mündlichen Prüfungsteil (§§ 17 ff. JAPrO 2019). In der schriftlichen Prüfung sind drei Aufsichtsarbeiten aus dem Zivilrecht, eine Aufsichtsarbeit aus dem Strafrecht und zwei Aufsichtsarbeiten aus dem Öffentlichen Recht zu fertigen, die Bearbeitungszeit beträgt jeweils fünf Stunden, § 13 JAPrO 2019, und die Prüfungsgegenstände der einzelnen Fächer ergeben sich aus § 8 JAPrO 2019 (sog. "Pflichtfachstoff").

Ist die Staatsprüfung nach dem Ergebnis des schriftlichen Prüfungsteils oder nach der mündlichen Pürfung nicht bestanden, so kann sie (nur dann) grundsätzlich (nur) einmal wiederholt werden, § 21 Abs. 1 S. 1 JAPrO 2019. Eine Ausnahme hiervon besteht im Falle des sog. "Freischusses" (§ 22 JAPrO 2019, dort: "Freiversuch"). Dieser steht gem. § 22 Abs. 1 JAPrO 2019 Prüflingen zu, "...die nach ununterbrochenem rechtswissenschaftlichem Studium spätestens an der am Ende des achten Semesters beginnenden Staatsprüfung..." teilnehmen und diese nicht bestehen.  Sie werden dann einmalig so behandelt, als hätten Sie an der Prüfung nicht teilgenommen.

Einen weiteren Vorteil bei zügiger Absolvierung des Studiums gewährt § 23 JAPrO 2019 mit dem sog. "Verbesserungsversuch"; Abs. 1 S. 1 HS. 1 dieser Vorschrift lautet: "Wer die Staatsprüfung nach ununterbrochenem rechtswissenschaftlichem Studium bei erstmaliger Teilnahme spätestens an der am Ende des zehnten Semesters beginnenden Prüfung in Baden-Württemberg bestanden hat, kann diese zur Verbesserung der Note spätestens in der übernächsten Prüfung einmal wiederholen; ..."

Nur in wenigen, streng normierten Ausnahmefällen können Semester bei der Berechnung der Zeiten nach § 22 Abs. 1 S. 1 und nach § 23 Abs. 1 S. 1 HS. 1 JAPrO 2019 unberücksichtigt bleiben; § 22 Abs. 2 JAPrO 2019 normiert die insoweit in Betracht kommenden Tatbestände abschließend.

Übungen für Anfänger

Was hat es mit den Übungen für Anfänger auf sich?

An der Universität Tübingen werden außer in den sog. Grundlagenfächern keine Semesterabschlussklausuren geschrieben. Stattdessen erfolgt die Leistungskontrolle auch in den unteren Semestern in den sog. Übungen, genauer: in den Übungen für Anfänger im Bürgerlichen Recht, im Strafrecht und im Öffentlichen Recht. Die erfolgreiche Teilnahme an einer Übung für Anfänger ist eine der Voraussetzungen für die Teilnahme an der entsprechenden Übung für Fortgeschrittene.

Die Übungen für Anfänger sind in § 4 StudPrO 2020 geregelt. Um an einer Übung teilnehmen zu können, muss man in einem vorausgegangenen Semester regelmäßig bzw. aktiv an einer Fallbesprechung im entsprechenden Rechtsgebiet teilgenommen haben, die entsprechende Übung in alma "belegen" und sich für die einzelnen Übungsleistungen (Hausarbeit und Aufsichtsarbeit, siehe sogleich) jeweils "anmelden" (ebenfalls in alma).

Um die Übung für Anfänger in einem Semester X zu bestehen, müssen Sie die in der vorlesungsfreien Zeit vor dieser Übung für Anfänger zu schreibende Hausarbeit und eine der beiden in der Übung stattfindenden Klausuren bestehen. Beide Leistungen müssen also grds. in demselben Semester bestanden werden, damit die Übung erfolgreich absolviert ist.

Weiteres:

  • Anerkennung von Leistungen: Übungen für Anfänger, die Sie an anderen Universitäten im Geltungsbereich des DRiG absolviert haben, werden anerkannt. Sofern an Ihrer bisherigen Universität keine Übungen für Anfänger stattfinden, können evtl. anderweitige Prüfungsleistungen anerkannt werden, bitte wenden Sie sich diesbezüglich und mindestens acht Wochen vor Ablauf der Bewerbungsfrist bei der Studienfachberatung. Übungsteilleistungen, die an anderen Universitäten absolviert wurden, können nicht anerkannt werden.
  • Bedeutung der Klausuren in den Übungen für Anfänger für die Orientierungs- und für die Zwischenprüfung: Siehe unter "Orientierungsprüfung" und unter "Zwischenprüfung"
  • Näheres zu den Hausarbeiten: Siehe unter "Hausarbeit"
  • Rückanrechnung von Hausarbeiten: Siehe unter "Hausarbeit, Rückanrechnung"
  • Wiederholung der Übungen für Anfänger: Solange man nicht die Orientierungs- oder die Zwischenprüfung endgültig nicht bestanden hat, kann man die Übungen für Anfänger im Prinzip beliebig oft wiederholen, d.h. die Versuche sind insoweit nicht limitert und eine Frist sieht die StudPrO 2019 auch nicht vor (der Vollständigkeit wegen muss aber auf § 62 Abs. 3 Nr. 2 LHG hingewiesen werden). Die Leistungen für die Orientierungs- und für die Zwischenprüfungen werden allerdings in den Übungen für Anfänger erbracht und insoweit sind die Versuche dann doch beschränkt und es bestehen Fristen, bis zu deren Ende alle Teilleistungen erbracht sein müssen; siehe unter "Orientierungsprüfung" und unter "Zwischenprüfung".

Übungen für Fortgeschrittene

Was hat es mit den Übungen für Fortgeschrittene auf sich?

Gem. § 9 Abs. 2 Nr. 1 JAPrO 2019 setzt die Zulassung zur Staatsprüfung in der ersten juristischen Prüfung u.a. die erfolgreiche Teilnahme an den drei Übungen für Fortgeschrittene - im Zivilrecht, im Strafrecht und im Öffentlichen Recht - voraus. Die erfolgreiche Teilnahme an den Übungen für Fortgeschrittene ist auch im überwiegenden Teil der anderen Bundesländer Voraussetzung für die Zulassung zur Staatsprüfung.

Die Übungen für Fortgeschrittene sind in den §§ 7 f. StudPrO 2020 geregelt. Um an einer Übung teilnehmen zu können, muss die entsprechende Übung in alma "belegen" und sich für die einzelnen Übungsleistungen (Hausarbeit und Aufsichtsarbeit, siehe sogleich) jeweils "anmelden" (ebenfalls in alma). Außerdem muss man in einem vorausgegangenen Semester erfolgreich an der entsprechenden Übung für Anfänger teilgenommen und die Zwischenprüfungsteilleistung im jeweiligen Rechtsgebiet bereits bestanden haben. Studierende, die Ihr Studium der Rechtswissenschaft ab dem Sommersemester 2020 aufnehmen, müssen außerdem an einer Fallbesprechung zum Grundkurs II im jeweiligen Fach aktiv teilgenommen haben.

Um die Übung für Fortgeschrittene in einem Semester X zu bestehen, müssen Sie die in der vorlesungsfreien Zeit vor dieser Übung für Fortgeschrittene zu schreibende Hausarbeit und eine der beiden in der Übung stattfindenden Aufsichtsarbeiten (Klausuren) bestehen. Beide Leistungen müssen also grds. in demselben Semester bestanden werden, damit die Übung erfolgreich absolviert ist.

Weiteres:

  • Anerkennung von Leistungen: Übungen für Fortgeschrittene, die Sie an anderen Universitäten im Geltungsbereich des DRiG absolviert haben und die im jeweiligen Bundesland Zulassungsvoraussetzung für die Staatsprüfung sind, müssen von der Juristischen Fakultät der Universität Tübingen nicht anerkannt werden. Sofern an Ihrem bisherigen Studienort die Übungen für Fortgeschrittene nicht stattfinden bzw. keine Zulassungsvoraussetzung zur Staatsprüfung darstellen, können Sie sich entsprechende Leistungen eventuell anerkennen lassen. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an unsere Studienfachberatung (sofern die Beantwortung dieser Frage für Sie im Hinblick auf einen Studienortwechsel nach Tübingen relevant ist, melden Sie sich bitte mindestens acht Wochen vor Ablauf der Bewerbungsfrist). Übungsteilleistungen, die an anderen Universitäten absolviert wurden, können nicht anerkannt werden.
  • Näheres zu den Hausarbeiten: Siehe unter "Hausarbeit"
  • Rückanrechnung von Hausarbeiten: Siehe unter "Hausarbeit, Rückanrechnung"
  • Wiederholung der Übungen für Fortgeschrittene: Übungen für Fortgeschrittene können bei Misserfolg im Prinzip beliebig oft wiederholt werden, d.h. die Versuche sind insoweit nicht limitert und eine Frist sieht die StudPrO 2020 auch nicht vor. Allerdings wird auf § 62 Abs. 3 Nr. 2 LHG hingewiesen.

Universitätsprüfung / universitäre Schwerpunktbereichsprüfung

Was muss man zur Universitätsprüfung wissen?

Die Universitätsprüfung ist neben der Staatsprüfung in der Ersten juristischen Prüfung der andere Teil der Letztgenannten. Die Universitätsprüfung geht zu 30%, die Staatsprüfung zu 70% in die Note in der Ersten juristischen Prüfung ein.

Die Universitätsprüfung ist in den §§ 12 ff. StudPrO 2020 geregelt. Sie schließt sich an das Studium im Schwerpunktbereich an und kann wie dieses vor oder auch erst nach der Staatsprüfung abgeklegt werden, die Zulassung setzt aber neben einem ordnungsgemäßen Studium im Schwerpunktbereich auch die bestandene Zwischenprüfung voraus. Die Universitätsprüfung wird jedes Semester angeboten.

Die Universitätsprüfung besteht aus einem schriftlichen Teil, dessen Ergebnis zu 60% in die Endnote der Universitätsprüfung eingeht, und aus einemvmündlichen Teil, dessen Gewichtung 40% beträgt.

Die Art der schriftlichen Pürfungsleistung, Aufsichtsarbeit oder Studienarbeit, wird von der/dem SchwerpunktbereichssprecherIn festgelegt oder es wird den KandidatInnen ein Wahlrecht eingeräumt. Die für die einzelnen Schwerpunktbereiche jeweils festgelegte Art der Prüfungsleistung bzw. eines Wahlrechts können Sie auf der Homepage des Prüfungsamts der Fakultät einsehen.

Bei Misserfolg kann die Universitätsprüfung nur einmal wiederholt werden, § 20 Abs. 6 StudPrO 2020.

Zulassungsvorraussetzungen zur Staatsprüfung

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um an der Staatsprüfung in der Ersten juristischen Pürfung teilnehmen zu können?

Die Zulassungsvoraussetzungen zur Staatsprüfung in der Ersten juristischen Prüfung ergeben sich in Baden-Württemberg aus § 9 JAPrO 2019.

Zwischenprüfung

Was ist die Zwischenprüfung? Welche Leistungen muss ich erbringen? Bis wann und wieviele Versuche habe ich?

Wer eine in einem Studiengang vorgesehene Zwischenprüfung nicht fristgerecht bzw. nicht innerhalb der gegebenen Versuche besteht, verliert den Prüfungsanspruch im jeweiligen Studiengang und wird exmatrikuliert.

Die Zwischenprüfung im Studiengang Rechtswissenschaft mit dem Abschlussziel der Ersten juristischen Prüfung an der Juristischen Fakultät der Universität Tübingen ist bis zum Ende des vierten Semesters abzulegen und besteht aus einem bürgerlich-rechtlichen, einem  strafrechtlichen und einem öffentlich-rechtlichen Teil. Nicht bestandene Prüfungsteile können bis zum Ende des sechsten Semesters einmal wiederholt werden.

(Studierende mit Studienbeginn Wintersemester 2012/2013 bis einschließlich Wintersemester 2019/2020): Die Einzelnen Prüfungsteile sind bestanden, wenn Sie im jeweiligen Fach in der entsprechenden Übung für Anfänger die jeweils zweite Klausur bestanden haben, § 5 StudPrO 2019.

(Studierende mit Studienbeginn ab Sommersemester 2020): Das bestehen der drei Prüfungsteile setzt jeweils voraus, dass an der entsprechenden Anfängerübung teilgenommen wird, dass beide Klausuren dieser (ein und derselben) Übung mitgeschrieben und dass dabei ein Schnitt von mindestens 4 Punkten erzielt wird, § 5 StudPrO 2020.

Im Studium (Nebenfach)

"Grundlagenschein"

Was ist der "Grundlagenschein", wozu brauche ich den und wie bekomme ich ihn?

Der sog. "Grundlagenschein" ist ein Leistungsnachweis, der durch eine erfolgreiche absolvierte schriftliche Arbeit (Hausarbeit oder Aufsichtsarbeit) in einem sog. Grundlagenfach erworben wird, vgl. § 9 Abs. 3 S. 2 JAPrO 2019. Der Kanon der möglichen Fächer ergibt sich aus § 3 Abs. 1 S. 2 JAPrO 2019. In Tübingen handelt es sich insoweit überwiegend um rechtshistorische Vorlesungen (in deren Rahmen die Möglichkeit zum Erwerb eines Grundlagenscheins angekündigt wird). Ab dem Sommersemester 2020 werden allerdings keine "Scheine" mehr ausgegeben, stattdessen wird das bestehen der entsprechenden Prüfungsleistung in einem Grundlagenfach in Ihrem Transcript of Records ausgewiesen.

Nebenfach / Prüfungsordnung 2007: Nach § 4 Abs. 1 S. 1 der Prüfungsordnung 2007 ist der Erwerb eines Grundlagenscheins Gegenstand der Orientierungsprüfung.

Nebenfach / Prüfungsordnung 2020: Es ist mindestens ein Grundlagenschein im Rahmen der Modulabschlussprüfung des Einführungsmoduls zu erwerben.

Modulhandbuch

Wo finde ich das Modulhandbuch?

Prüfungsordnung 2007: Der Studiengang ist nicht modularisiert, ein Modulhandbuch gibt es nicht. Stattdessen belegen Sie neben den Pflichtveranstaltungen (das sind: der Grundkurs I mit Fallbesprechung, der Grundkurs II und die Übung für Anfänger, eine Grundlagenveranstaltung und die Vorlesung "Einführung in die Methoden der Rechtswissenschaft für Nebenfachstudierende" sowie die Studienleistung im Hauptstudium)  weitere Veranstaltungen Ihrer Wahl aus dem von Ihnen studierten Teilgebiet der Rechtswissenschaft.

Prüfungsordnung 2020: Das Modulhandbuch finden Sie hier.

Orientierungsprüfung

Was hat es mit der Orientierungsprüfung auf sich?

Nebenfach / Prüfungsordnung 2007: Nach § 4 Abs. 1 S. 1 der Prüfungsordnung 2007 ist der Erwerb eines Grundlagenscheins Gegenstand der Orientierungsprüfung.

Nebenfach / Prüfungsordnung 2020: Eine Orientierungsprüfung ist nicht vorgesehen.

Praktika

Welche Rolle spielen Praktika im Nebenfachstudium?

Nebenfach / Prüfungsordnung 2007: Die Prüfungsordnung 2007 sieht keine Praktika vor.

Nebenfach / Prüfungsordnung 2020: Die Prüfungsordnung 2020 bzw. das maßgebliche Modulhandbuch sieht in den Wahlpflichtmodulen vielfach die Möglichkeit eines vierwöchigen Praktikums vor.

Übungen für Anfänger

Was hat es mit den Übungen für Anfänger auf sich?

An der Universität Tübingen werden außer in den sog. Grundlagenfächern keine Semesterabschlussklausuren geschrieben. Stattdessen erfolgt die Leistungskontrolle auch in den unteren Semestern in den sog. Übungen, genauer: in den Übungen für Anfänger im Bürgerlichen Recht, im Strafrecht und im Öffentlichen Recht. Hier werden Prüfungsleistungen in Form von Aufsichtsarbeiten (Klausuren) und von Hausarbeiten erbracht. Für die Fertigung der Hausarbeit haben Ihnen eine "Hausarbeitencheckliste" erstellt.

Um an einer Übung teilnehmen zu können, muss man in einem vorausgegangenen Semester regelmäßig bzw. aktiv an einer Fallbesprechung im entsprechenden Rechtsgebiet teilgenommen haben und sich für die Teilnahme an der Übung fristgerecht angemeldet haben.

Im Übrigen ist dannach zu differenzieren, ob für Sie die Prüfungsordnung 2007 oder die Prüfungsordnung 2020 Anwendung findet:

Nebenfach / Prüfungsordnung 2007: Die Übung für Anfänger in dem von Ihnen gewählten Rechtsgebiet stellt Ihre Zwischenprüfung dar, § 4  Abs. 2 der Prüfungsordnung 2007. Sie ist spätestens im vierten Semester zu versuchen und kann bei Misserfolg spätestens im sechsten Semester einmal wiederholt werden, § 4 Abs. 3 i.V.m. § 5 StudPrO 2003. Übungsteilleistungen, die an anderen Universitäten absolviert wurden, können nicht anerkannt werden.

Um die Übung für Anfänger in einem Semester X zu bestehen, müssen Sie die in der vorlesungsfreien Zeit vor dieser Übung für Anfänger zu schreibende Hausarbeit und eine der beiden in der Übung stattfindenden Klausuren bestehen. Beide Leistungen müssen also grds. in demselben Semester bestanden werden, damit die Übung erfolgreich absolviert ist.

Wird die der Übung vorlaufende Hausarbeit nicht bestanden, so können Sie, wenn Sie in dieser Übung mindestens eine der beiden Klausuren bestanden haben, die in der nächsten vorlesungsfreien Zeit zu schreibende Hausarbeit der entsprechenden Übung für Anfänger im Semester X+1 mitschreiben. Bestehen Sie diese Hausarbeit, so können bis zum Ende der Vorlesungszeit des Semesters X+1 (Achtung: Ausschlussfrist) beim Lehrstuhl, der die Übung im Semester X abgehalten hat, die Rückanrechnung der Hausarbeit auf die bestandene Klausur der Übung für Anfänger im Semester X beantragen (Sie müssen sich allerdings auch für die Übung des Semesters X+1 anmelden, damit Ihre Hausarbeit bewertet wird, und können dann aber auch erst einmal die Klausuren dieser Übung mitschreiben und jedenfalls das Ergebnis der ersten Klausur abwarten, bevor Sie die Rückanrechnung beantragen). Auf diese Weise können Sie somit eine in der Übung des Semesters X bestandene Klausur "retten" und bekommen dann, wenn auch erst nach Ende der Vorlesungszeit des Semesters X+1, noch den Übungsschein für das Semester X ausgestellt.

Faktisch haben Sie also eine Hausarbeit vor und eine nach der Vorlesungszeit des Semesters X und in der Vorlesungszeit des Semesters X zwei Klausuren, und müssen nur eine der beiden Hausarbeiten und nur eine der beiden Klausuren bestehen, um die Übung erfolgreich zu absolvieren.

Nebenfach / Prüfungsordnung 2020: Die Aufsichtsarbeit der Übung für Anfänger in dem von Ihnen studierten Profil (Zivilrecht, Strafrecht oder Öffentliches Recht) ist Modulabschlussprüfung im jeweiligen Basismodul, die Hausarbeit ist Modulabschlussprüfung im jeweiligen Aufbaumodul. Beide Prüfungsleistungen werden daher, anders als nach der PO 2007 oder im Studiengang Rechtswissenschaft mit dem Abschlussziel der Ersten juristischen Prüfung, eventuell nicht in demselben Semester und daher in unterschiedlichen Übungen für Anfänger ihres Profils erbracht.

Übungen für Fortgeschrittene

Was hat es mit den Übungen für Fortgeschrittene auf sich?

Nebenfach / Prüfungsordnung 2007: Die Übung für Fortgeschrittene im von Ihnen studierten Teilgebiet der Rechtswissenschaft kann als Studienleistung im Hauptstudium gewählt werden, § 5 Abs. 2 Nr. 1 Prüfungsordnung 2007.

Um an einer Übung teilnehmen zu können, muss sich nicht nur für diese anmelden, sondern man muss in einem vorausgegangenen Semester auch erfolgreich an der entsprechenden Übung für Anfänger teilgenommen und die Zwischenprüfungsteilleistun im jeweiligen Fach bereits bestanden haben. Studierende, die Ihr Studium der Rechtswissenschaft ab dem Sommersemester 2020 aufnehmen, müssen außerdem an einer Fallbesprechung zum Grundkurs II im jeweiligen Fach erfolgreich teilgenommen haben.

Um die Übung für Anfänger in einem Semester X zu bestehen, müssen Sie die in der vorlesungsfreien Zeit vor dieser Übung für Anfänger zu schreibende Hausarbeit und eine der beiden in der Übung stattfindenden Klausuren bestehen. Beide Leistungen müssen also grds. in demselben Semester bestanden werden, damit die Übung erfolgreich absolviert ist.

Wird die der Übung vorlaufende Hausarbeit nicht bestanden, so können Sie, wenn Sie in dieser Übung mindestens eine der beiden Klausuren bestanden haben, die in der nächsten vorlesungsfreien Zeit zu schreibende Hausarbeit der entsprechenden Übung für Anfänger im Semester X+1 mitschreiben. Bestehen Sie diese Hausarbeit, so können bis zum Ende der Vorlesungszeit des Semesters X+1 (Achtung: Ausschlussfrist) beim Lehrstuhl, der die Übung im Semester X abgehalten hat, die Rückanrechnung der Hausarbeit auf die bestandene Klausur der Übung für Anfänger im Semester X beantragen (Sie müssen sich allerdings auch für die Übung des Semesters X+1 anmelden, damit Ihre Hausarbeit bewertet wird, und können dann aber auch erst einmal die Klausuren dieser Übung mitschreiben und jedenfalls das Ergebnis der ersten Klausur abwarten, bevor Sie die Rückanrechnung beantragen). Auf diese Weise können Sie somit eine in der Übung des Semesters X bestandene Klausur "retten" und bekommen dann, wenn auch erst nach Ende der Vorlesungszeit des Semesters X+1, noch den Übungsschein für das Semester X ausgestellt.

Faktisch haben Sie also eine Hausarbeit vor und eine nach der Vorlesungszeit des Semesters X und in der Vorlesungszeit des Semesters X zwei Klausuren, und müssen nur eine der beiden Hausarbeiten und nur eine der beiden Klausuren bestehen, um die Übung erfolgreich zu absolvieren.

Anmerkung: Übungsteilleistungen, die an anderen Universitäten absolviert wurden, können nicht anerkannt werden.

Nebenfach / Prüfungsordnung 2020: Die Übungen für Fortgeschrittene sind für Studierende im Bachelor-Nebenfach, für die die Prüfungsordnung 2020 gilt, nicht vorgesehen.

Zwischenprüfung

Was ist die Zwischenprüfung? Welche Leistungen muss ich erbringen? Bis wann und wieviele Versuche habe ich?

Wer eine im jeweiligen Studiengang vorgesehene Zwischenprüfung nicht fristgerecht bzw. nicht innerhalb der gegebenen Versuche besteht, verliert den Prüfungsanspruch in diesem Studiengang (und u.U. auch in ähnlichen Studiengängen, sofern durch entsprechende  Satzung vorgesehen) und wird exmatrikuliert.

Nebenfach / Prüfungsordnung 2007: Gegenstand der Zwischenprüfung ist die Übung für Anfänger im von Ihnen studierten Teilgebiet der Rechtswissenschaft, § 4 Abs. 1 Prüfungsordnung 2007. Die Zwischenprüfung ist dabie bis zum Ende des vierten Semesters abzulegen und kann bei Misserfolg einmal, spätestens in sechsten Semester, wiederholt werden.

Nebenfach / Prüfungsordnung 2020: Die Prüfungsordnung 2020 sieht eine Zwischenprüfung nicht vor.