Philologisches Seminar

Felix Seibert

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Kontakt

Wilhelmstraße 36 (EG, Zi. 21)
72074 Tübingen
Deutschland
Telefon: +49 7071/29-72350
E-Mail: felix.seibertspam prevention@uni-tuebingen.de

Sprechzeiten

im Semester: Mi 11-12 Uhr

sowie n.V.

die Sprechstunde am 23.10. entfällt

Curriculum Vitae

seit 2017
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Philologischen Seminar der Eberhard Karls Universität Tübingen

Assistenz Prof. Dr. Anja Wolkenhauer

2015-2018
Studium Operngesang

Hochschule für Musik Karlsruhe

2015
Abschluss M.Ed.

für das Höhere Lehramt an Gymnasien für die Fächer Latein und Musik, Dresden

2012-2015
Studentische Hilfskraft/Tutor

SHK am SFB 804 "Transzendenz und Gemeinsinn" und Tutor für lateinische Stil- und Lektüreübungen, Institut für Klassische Philologie TU Dresden

2010-2015
Lehramtsstudium Latein, Musik und Bildungswissenschaften

TU Dresden und Hochschule für Musik "Carl-Maria-von-Weber" Dresden

2009
Abitur

Evang.-theol. Seminare Maulbronn/Blaubeuren

1990

geboren in Heidelberg

Forschung

Dissertationsprojekt

Sprache und Stil als Mittel der Figurengestaltung in der lateinischen Literatur der Antike. Studien zu einem sermo iuvenilis (Arbeitstitel)

Das Projekt zielt darauf ab, das Konzept eines sermo iuvenilis in der lateinischen Literatur der Antike herauszuarbeiten. Ausgehend von dem bereits in der römisch-griechischen Antike verbreiteten Bewusstsein für Sprachvarietäten, das etwa Aristoteles oder Quintilian bezeugen, und aufbauend auf Vorarbeiten zur Sprachvarianz in der Antike, die besonders die Sprache alter Menschen und Frauen fokussiert haben, wird die sprachliche und stilistische Konzeption der Sprache des adulescens in der lateinischen Literatur in den Blick genommen.

Die Untersuchung gliedert sich dabei in zwei Teile. Im ersten Teil werden vor dem Hintergrund des varietätenlinguistischen Leitgedankens, welcher der gesamten Arbeit zugrunde liegt, die Konzepte der Sprachdifferenzierung und literarischen Figurengestaltung in der Antike ergründet und im Folgenden der Diskurs um den sermo iuvenilis in normativen metasprachlichen Texten der Antike analysiert. Die hierbei gewonnenen Ergebnisse dienen als Grundlage für den zweiten Teil der Untersuchung.

Dort rückt die Analyse literarischer Texte in den Mittelpunkt. Ziel ist es, die sprachlich-stilistische Gestaltung und Abgrenzung der adulescens-Figur gattungs- und epochenübergreifend anhand exemplarisch ausgewählter Texte von Terenz bis Petron herauszuarbeiten. Das zentrale Erkenntnisinteresse zielt darauf, welche sprachlichen Mittel von den antiken Autoren angewandt werden, um die soziokulturell zusammenhängende Gruppe der adulescentes sprachliche abzugrenzen und als Einheit zu präsentieren, d.h. welche literarischen Techniken zur Inszenierung eines typischen, gruppenspezifischen Sprechstils genutzt werden.