Termin
05.11.2026 | Philosophische Fakultät, Kompetenzzentrum für Ost-, Südost- und Mitteleuropa (KOSME)
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| Veranstaltungsort : |
Historischer Lesesaal der Universitätsbibliothek Tübingen, Bonatzbau, Wilhelmstr. 32 |
| Referent/in : |
Dr. Irina Scherbakowa, Berlin, Prof. Dr. Stefan Wolff, Birmingham, Prof. Dr. Oliver Jens Schmitt, Wien, Moderation: Kerstin Holm, FAZ |
Die russische Germanistin Dr. Irina Scherbakowa, eine der wenigen verbliebenen Stimmen der russischen Opposition, verbindet in ihren Arbeiten ihre persönliche Geschichte mit der ‚großen Geschichte‘. Wegen Ihres Engagements für die Menschrechtsorganisation Memorial, die inzwischen in Russland als „extremistische Organisation“ endgültig verboten wurde, ist sie medial sehr präsent und gefragt in der Presse wie im öffentlichen Rundfunk. Schon in den späten 1970ern begann Scherbakowa, sich mit den Verbrechen des Stalinismus zu befassen; erst in Form von Tonbandinterviews mit den Opfern, nach dem Fall der Sowjetunion auch in den Archiven des KGB. Memorial erhielt 2022 den Friedensnobelpreis. Irina Scherbakowas Buch „Der Schlüssel würde noch passen. Moskauer Erinnerungen“ wurde mit dem Deutschen Sachbuchpreis 2027 ausgezeichnet. Seit 2022 lebt sie in Berlin.
Im Anschluss an ihren Vortrag zum Thema „Erinnerung als Widerstand“ wird Scherbakowa mit dem Politikwissenschaftler Prof. Dr. Stefan Wolff (Birmingham) und dem Historiker Prof. Dr. Oliver Jens Schmitt (Wien) diskutieren. Das Gespräch wird von Kerstin Holm (FAZ) moderiert. Grußwort von Prof. Dr. Karin Amos.