Tübingen Center for Digital Education

20.03.2026

Andreas Lachner erhält Momentum-Förderung der VolkswagenStiftung

Für die Weiterentwicklung der Professur zu einem transdisziplinären Hub für adaptives Lernen

Wir als TüCeDE freuen uns über eine bedeutende Förderzusage: Unser Co-Direktor Prof. Andreas Lachner, Inhaber der Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Lehren und Lernen mit digitalen Medien, erhält eine Förderung im Rahmen der Momentum-Initiative der VolkswagenStiftung. Das Programm richtet sich an erstberufene Professor:innen und gehört zu den renommiertesten Förderformaten im deutschsprachigen Wissenschaftsraum. Das Projekt wird über vier Jahre mit rund 950.000 Euro unterstützt; eine Verlängerung um weitere zwei Jahre ist möglich.

Adaptive Lernsysteme gegen Bildungsungleichheit

Im Mittelpunkt des Vorhabens steht die Weiterentwicklung der Professur zu einem transdisziplinären Hub für adaptives Lernen. Ziel ist es, evidenzbasierte adaptive Lernsysteme zu erforschen und in die schulische Praxis zu überführen – Systeme, die individualisierte Unterstützung bieten und allen Schüler:innen unabhängig von ihrer Herkunft faire Bildungschancen ermöglichen. Künstliche Intelligenz, insbesondere in Form großer Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs), gilt dabei als vielversprechendes Instrument. Bislang fehlt jedoch eine systematische, wissenschaftlich fundierte Integration dieser Technologien in den Schulalltag – genau hier setzt das Projekt an.

Transdisziplinäre Zusammenarbeit im Zentrum

Die Förderung ermöglicht eine gezielte Verknüpfung von Expertise aus maschinellem Lernen, Data Science und KI mit Erkenntnissen der Bildungswissenschaft und Bildungspraxis. Auf Basis von Big Data aus realen Bildungskontexten sollen belastbare und generalisierbare Erkenntnisse gewonnen werden. In enger Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen Partnern entsteht eine Schnittstelle zwischen Bildungsforschung, Fachdidaktik und KI-Entwicklung. Ein zentrales Merkmal des Ansatzes ist der ko-konstruktive Prozess: Lehrkräfte, Schüler:innen und Schulverwaltungen werden aktiv in die Gestaltung der Systeme einbezogen, um praxisnahe, wirksame und skalierbare Lösungen zu gewährleisten.

Die Förderung stärkt die internationale Sichtbarkeit der Professur und schafft eine fundierte Grundlage für die Entwicklung KI-gestützter personalisierter Bildung an der Universität Tübingen.

Wir gratulieren Andreas herzlich zu dieser herausragenden Auszeichnung und sind sehr stolz, ihn in unserem Team zu haben. Die erfolgreiche Einwerbung dieser prestigeträchtigen Förderung ist ein eindrucksvoller Beleg für seine wissenschaftliche Exzellenz und sein Engagement für eine zukunftsweisende Bildungsforschung. Wir freuen uns auf die spannenden Erkenntnisse und Impulse, die aus diesem Projekt für die Bildungspraxis und darüber hinaus entstehen werden.