KI-Tools für die wissenschaftliche Literaturrecherche können in „Finders“ und „Connectors“ aufgeteilt werden.
Hier finden Sie eine ausführliche Liste über die wichtigsten Finders und Connectors.
„Finders“ funktionieren ähnlich wie Kataloge: Man gibt ein Stichwort, eine Phrase oder – bei vielen Tools noch besser – eine vollständige Frage ein und erhält dazu Treffer.
Bei den „Connectors“ geht man von einer Veröffentlichung aus, die man bereits gefunden hat. Man gibt einen Teil ihrer Metadaten (am besten den DOI) ins Tool ein, um damit verwandte Literatur zu finden.
Mehr Informationen zu den hier genannten Tools bekommen Sie hier ,in unseren Schulungen und Beratungen sowie in unserem Selbstlernkurs. Viele weitere KI-Tools für das wissenschaftliche Arbeiten finden Sie hier.
Momentan eignen sich die „Finders“ hauptsächlich für die naturwissenschaftliche und medizinische Recherche, weniger für die Geistes- und Sozialwissenschaften. Gefunden werden überwiegend Zeitschriftenartikel (d.h. keine Monografien) auf Englisch – besonders, wenn diese einen DOI haben und Open Access erschienen sind. Wenn diese Kriterien auf die Literatur in Ihrem Fachgebiet größtenteils zutreffen, sollten die „Finders“ Ihnen schon recht gute Treffer liefern können.
Den Geistes- und Sozialwissenschaften raten wir eher dazu, die „Connectors“ auszuprobieren.
Zusätzlich eine kurze Einschätzung zur Nutzung von Chatbots wie ChatGPT, Gemini, Microsoft Copilot, Claude etc. für die wissenschaftliche Literaturrecherche: Seit ca. Anfang 2025 haben sich diese Tools durch Live-Zugriff auf das Web und Funktionen wie „Deep Research“ bei der Literaturrecherche um einiges verbessert. Allerdings kommen halluzinierte bzw. inkorrekte Literaturangaben weiterhin vor. Auch werden in den generierten Antworten üblicherweise nur sehr wenige Veröffentlichungen genannt.
Momentan bieten „Allzweck-KI-Chatbots“ also noch keinen Mehrwert und keine Zeitersparnis bei der wissenschaftlichen Recherche.