Juristische Fakultät

News

Neuerscheinung: The EU Artificial Intelligence Act: A Commentary (Oxford University Press, 2026)

Das neueste Buch von Michèle Finck ist jetzt erschienen. The EU Artificial Intelligence Act: A Commentary (Oxford University Press, 2026) bietet eine Artikel-für-Artikel-Analyse des KI-Gesetzes, in der die einzelnen rechtlichen Teilbereiche dargestellt und in den größeren Zusammenhang des EU-Rechts eingeordnet werden. Der Kommentar ist als Nachschlagewerk für Juristen, politische Entscheidungsträger, Wissenschaftler und Organisationen gedacht, die sich mit dem Übergang vom Gesetzestext zur Umsetzung in der Praxis befassen, und ist als Hardcover und E-Book erhältlich.

Neuer Postdoktorand Dr. Emmanouil Bougiakiotis

Seit Februar 2026 ist Dr. Emmanouil Bougiakiotis Postdoktorand am Lehrstuhl für Recht der KI. Er hat einen Doktortitel in Rechtswissenschaften vom Europäischen Hochschulinstitut und einen MJur von der Universität Oxford. Seine Arbeit konzentriert sich auf die Governance von Daten und künstlicher Intelligenz, mit besonderem Augenmerk auf kollektive Schäden, Risiken und Verteilungsgerechtigkeit bei der large-scale Datenverarbeitung und algorithmischen Entscheidungsfindung. Zuvor war er im öffentlichen Sektor tätig, unter anderem bei der griechischen Datenschutzbehörde und dem Europäischen Datenschutzausschuss. Diese Erfahrungen fließen in seine Bemühungen ein, eine Brücke zwischen theoretischer Analyse und juristischer Praxis zu schlagen.

Michèle Finck tritt dem Redaktionsbeirat von Technology and Regulation bei

Michèle Finck ist dem Redaktionsbeirat von Technology and Regulation beigetreten!

Neuer Vorabdruck über die verfassungsrechtlichen Auswirkungen des KI-Gesetzes

Michèle Finck hat einen Artikel über die verfassungsrechtlichen Auswirkungen des KI-Gesetzes geschrieben, der vom Common Market Law Review im Jahr 2026 veröffentlicht werden wird. Ein Vorabdruck ist hier einsehbar. 

Tübinger Eröffnungskonferenz zu Recht und KI

Die Tübinger Eröffnungskonferenz zu Recht und KI fand am 5. und 6. November 2025 statt. Weitere Informationen können hier aufgerufen werden. 

Michèle Finck wurde in die Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen zu Datenverwaltung auf allen Ebenen berufen

Michèle Finck tritt der Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen zu Datenverwaltung auf allen Ebenen bei. Weitere Informationen zur Arbeitsgruppe sind hier abrufbar. 

Neue Postdoktorandin Dr. Teodora Groza

Dr. Teodora Groza kam im November 2025 als Postdoktorandin zum Lehrstuhl. Sie hat einen Doktortitel in Rechtswissenschaften von der Sciences Po Law School und war Gastwissenschaftlerin an der Harvard Law School und der Stanford Law School. In ihrer bisherigen Arbeit hat sie sich mit der Frage beschäftigt, wie technologische Innovationen neue Governance-Rahmenbedingungen schaffen, wobei sie sich auf das Instrumentarium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften stützte.
Während ihrer Zeit in Tübingen möchte sie untersuchen, wie zentrale Rechtskonzepte und -doktrinen wie Treuhänderpflichten, öffentliche Versorgungsunternehmen und Rechtspersönlichkeit genutzt werden können, um die Ausrichtung der KI sicherzustellen. Außerdem möchte sie die Zusammenarbeit mit der lebendigen KI-Community in Tübingen fördern und interdisziplinäre Projekte entwickeln, um die rechtlichen und ethischen Herausforderungen besser zu verstehen, die sich aus der Entwicklung von KI-Technologien durch private Akteure ergeben. Schließlich möchte sie auf ihren philosophischen Hintergrund zurückgreifen und untersuchen, wie zeitgenössische Perspektiven auf Subjektivität und Alterität die KI-Governance beeinflussen können.

Neue Veröffentlichung zur Forschungsausnahme im KI-Gesetz

Michèle Finck hat gerade einen neuen Artikel über die Forschungsausnahmen im EU-Gesetz über künstliche Intelligenz veröffentlicht. Dieser Artikel befasst sich mit einem der komplexesten und am wenigsten untersuchten Aspekte des EU-KI-Gesetzes – den Forschungsausnahmen. Diese Bestimmungen wurden geschaffen, um sicherzustellen, dass KI-Forschung und -Innovation ohne übermäßige regulatorische Belastungen florieren können. Wie sie in dem Artikel darlegt, sind die Ausnahmen jedoch mehrdeutig und in der Praxis schwer anzuwenden, sodass Forscher unsicher sind, wann ihre Arbeit in den Anwendungsbereich des Gesetzes fällt und wann nicht.

Das bedeutet, dass die „verlorenen Forschungsausnahmen“ möglicherweise nicht den sicheren Raum für die Forschung bieten, den sich die Gesetzgeber vorgestellt haben. Michèle fordert klarere Auslegungsleitlinien, um sicherzustellen, dass das KI-Gesetz Innovationen wirklich fördert und gleichzeitig die Rechenschaftspflicht gewahrt bleibt.

Der Artikel ist öffentlich zugänglich. 

Glückwünsche für und Abschied von Dr. Tommaso Fia

Veränderungen sind immer bittersüß. Wir freuen uns, sind aber auch ein wenig traurig, bekannt zu geben, dass Dr. Tommaso Fia die Juristische Fakultät der Universität Tübingen verlassen hat, um ab September 2025 eine Stelle als Dozent für Datenrecht und Governance am University College London anzutreten.
Seit seinem Eintritt im Jahr 2023 war Tommaso ein engagiertes Mitglied des Teams des Lehrstuhls für Recht und Künstliche Intelligenz unter der Leitung von Prof. Dr. Michèle Finck. Er hat sich mit großem Einsatz und Engagement in unsere Arbeit eingebracht, nicht nur durch seine Forschung an der Schnittstelle von Daten- und KI-Recht, Governance und normativer Theorie, sondern auch durch seine Mitwirkung bei der Organisation von akademischen Veranstaltungen, bei denen der Austausch von Ideen, Debatten und Zusammenarbeit im Vordergrund standen. Insgesamt hat seine Arbeit am Lehrstuhl für Recht und Künstliche Intelligenz unsere wachsende Gemeinschaft in vielerlei Hinsicht bereichert, durch seinen kollegialen Geist, seine intellektuelle Großzügigkeit und seine Freundlichkeit als Kollege.
Tommaso wird uns in Tübingen als Forscher, Kollege und Freund sehr fehlen. Gleichzeitig freuen wir uns für ihn, dass er ein spannendes neues Kapitel aufschlägt, und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft, mit dem Versprechen, in den kommenden Jahren in Verbindung zu bleiben.

Schreibworkshop zum Europäischen KI-Gesetz

Der Lehrstuhl für Recht der KI veranstaltete am 11. Juli 2025 in Tübingen einen Schreibworkshop zum Europäischen KI-Gesetz.

Mit dem Inkrafttreten des Europäischen KI-Gesetzes am 13. Juni 2024 hat die EU eine neue Ära der Regulierung digitaler Technologien eingeläutet. Die neue Verordnung zielt darauf ab, ein vertrauenswürdiges Umfeld für die Kommerzialisierung von KI-Systemen zu schaffen und damit die Voraussetzungen für eine bessere Entwicklung und Nutzung dieser Technologie (Kommission 2023) zu schaffen. Seit dem ursprünglichen Vorschlag der Kommission haben juristische Fachpublikationen die Ähnlichkeit mit einem Produktsicherheitssystem auf der Grundlage von Normung und Marktüberwachung hervorgehoben (Veale and Borgesius 2021; Almada and Petit 2025), wobei der Schutz der Grundrechte in der Verordnung vergleichsweise weniger im Vordergrund steht (Palmiotto 2025).

Dieser Workshop hatte zum Ziel, ein Jahr nach der Veröffentlichung im Amtsblatt vier Beiträge zur aufstrebenden Literatur zum AI Act zu diskutieren. Von den Teilnehmern wurde erwartet, dass sie sich an Gesprächen über ihre Arbeiten beteiligen. Ziel war es, Nachwuchswissenschaftlern (Doktoranden, Postdoktoranden, Assistenzprofessoren) die Möglichkeit zu bieten, Feedback zu ihrer Forschung von ihren Kollegen sowie vom übrigen Publikum zu erhalten und mehr darüber zu erfahren, an welchen Aspekten des KI-Gesetzes die anderen arbeiten.

Der Workshop folgte dem Ansatz, der vom Institut für Globales Recht und Politik der Harvard Law School entwickelt wurde. Der Kern dieser Methode besteht darin, dass die Teilnehmer nicht ihre eigenen Entwürfe, sondern die Entwürfe der anderen vorstellen. Der Workshop bestand aus vier Teilnehmern, die ihre Arbeiten vorstellten, und wurde von einem Mitglied des Lehrstuhls für Recht und KI der Universität Tübingen moderiert. Jeder Teilnehmer erhielt ein Papier zur Vorstellung und musste alle im Workshop vorgestellten Papiere gelesen haben, um wertvolles Feedback geben zu können.

Neue Publikation: "Robustness and Cybersecurity in the EU Artificial Intelligence Act"

Der Artikel “Robustness and Cybersecurity in the EU Artificial Intelligence Act” von Henrik Nolte, Miriam Rateike und Professor Michèle Finck wurde auf arXiv veröffentlicht. Er untersucht die rechtlichen Herausforderungen und Mängel in den Bestimmungen zu Robustheit und Cybersicherheit für risikoreiche KI-Systeme (Artikel 15 AIA) und allgemeine KI-Modelle (Artikel 55 AIA) im europäischen KI-Gesetz.

Tübinger CZS PhD Summer School on Artificial Intelligence and Law 2025

Der Lehrstuhl für Recht der KI der Universität Tübingen veranstaltete vom 12. bis 16. Mai 2025 seine zweite internationale CZS Doktorandensommerschule zum Thema Künstliche Intelligenz und EU-Recht. Die Summer School bot Doktoranden eine Plattform für lebhafte Diskussionen und die Präsentation ihrer Forschungsarbeiten. Sie fand im Tübinger Schloss statt und umfasste Fachvorträge von führenden Wissenschaftlern und Praktikern, Präsentationen der Teilnehmer sowie gesellschaftliche Veranstaltungen, um intensive Diskussionen unter den Teilnehmern zu fördern.
Die Summer School bot ein hochkarätiges Programm mit Referenten wie Mateja Durović (ECHR and King‘s College London), Melanie Fink (Leiden University), Marta Cantero Gamito (University of Tartu), Matthias C. Kettemann (University of Innsbruck), Mariana Valente (University of St. Gallen), Kyoko Yoshinaga (Keio University).

Das Programm der Summer School von 2024 ist hier einsehbar. 

Michèle Finck trifft Frank-Walter Steinmeier

Michèle Finck hatte kürzlich Gelegenheit zu einem direkten Gespräch mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Dabei wurden wichtige Themen wie die Regulierung von KI und deren effektive Kommunikation, die Bedeutung interdisziplinärer Forschung sowie Strategien zum Aufbau und zur Förderung vertrauenswürdiger KI erörtert.

Dieses Gespräch fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Werkstatt des Wandels” statt, die von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier veranstaltet wurde. 

An der Veranstaltung nahmen weitere prominente Teilnehmer teil, darunter Michael Bolle, Vorsitzender des Stiftungsrats der Carl-Zeiss-Stiftung; Gisela Lanza, Professorin und Direktorin am WBK-Institut für Produktionstechnik am KIT Karlsruhe; Boris Otto, Direktor des Fraunhofer-Instituts für Software- und Systemtechnik (ISST) und Professor für Industrielles Informationsmanagement an der TU Dortmund; Philippe Souidi, Vizepräsident von SAP; Dr. Michael Fausten, Senior Vice President of Corporate Research und Bereichsleiter für Künstliche Intelligenz und Systeme bei Bosch; Vanessa Cann, Geschäftsführerin bei Accenture; und Stefan Hartung, CEO bei Bosch.