Philosophische Fakultät

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10.11.2016

Museum der Universität Tübingen feiert zehnjähriges Jubiläum

Internationales Festsymposion am Freitag, 18. November

Das Museum der Universität Tübingen MUT feiert zehnjähriges Jubiläum. Im Herbst 2006 gegründet, unterstützt das MUT als Dachorganisation die musealen Belange der wissenschaftlichen Sammlungen. Dazu zählen neben den Dauerausstellungen der Universität auf Schloss Hohentübingen und in der Paläontologie unter anderem auch die öffentlichen Sammlungen der Zoologie, die Graphische oder Mineralogische Sammlung sowie der Botanische Garten. Mit wechselnden Ausstellungen zu verschiedensten Themen lockte das MUT zuletzt 25.000 Besucher jährlich allein auf Schloss Hohentübingen. Zudem hütet es in 66 universitären Fachsammlungen einen einzigartigen Bestand, öffnet diesen für Forschung und Lehre und macht die Sammlungen mehr und mehr für Besucher zugänglich.

Anlässlich seines zehnjährigen Bestehens widmet sich das noch junge, jedoch bereits bekannte Museum der Universität Tübingen in einem Symposion am 18. November einer zentralen Frage seiner Existenz: Unter dem Titel „Universität als/und/versus Museum?“ wird debattiert, inwieweit wissenschaftliche Sammlungen an Universitäten oder die sie betreuenden Kustodien als echte Museen agieren sollten. Müssen und können sie professionalisierte Museumsstrukturen aufbauen?

Solche Fragen begleiten das MUT seit seiner Gründung und werden auch innerhalb des Netzwerks wissenschaftlicher Sammlungen diskutiert. Selbst wissenschaftspolitische Gremien und Hochschulen bewerten dies unterschiedlich: „Die Einrichtung eines Museums scheint auf den ersten Blick nicht unbedingt zu den universitären Kernaufgaben der Forschung und Lehre zu gehören“, sagt MUT-Direktor Professor Ernst Seidl. „Das ist jedoch ein Irrtum, denn die Frage ist nicht ob, sondern wie man es macht.“

Das MUT möchte diesen Fragenkomplex erstmals grundsätzlich diskutieren. Zur Debatte wurden kompetente Referentinnen und Referenten eingeladen: Die erste Leiterin des MUT, Professorin Anke te Heesen (HU Berlin), hält den abendlichen Festvortrag im Rittersaal auf Schloss Hohentübingen. Am Nachmittag sprechen Dr. Cornelia Weber, die Leiterin der Koordinierungsstelle für Wissenschaftliche Universitätssammlungen (HU Berlin), sowie der Präsident des Deutschen Museumsbundes und Direktor des Badischen Landesmuseums Karlsruhe, Professor Eckart Köhne. Als Vertreter erfolgreicher anglo-amerikanischer Universitätsmuseen nehmen Dr. Peter Nisbet (Ackland Museum, Chapel Hill, North Carolina, USA) und Professor David Gaimster (The Hunterian Museum, Glasgow, Schottland) teil. Sie werden je eigene Perspektiven auf das Thema der Tagung einbringen.

Zum Jubiläumstermin erscheint erstmals ein repräsentativer Überblicksband zu allen 66 Sammlungen der Universität Tübingen: „Museen + Sammlungen der Universität Tübingen“ (Hg. Ernst Seidl) stellt auf 320 bebilderten Seiten die Bandbreite der Wissens- und Kulturgeschichte der Universität Tübingen vor.

Zudem hat das MUT die beiden Webseiten über das MUT und über Schloss Hohentübingen zu-sammengeführt, im Design neu gestaltet und inhaltlich überarbeitet. Künftig werden die bisher nur auf dem Schloss erhältlichen Publikationen und Produkte in einem Webshop angeboten. Die neue Website wird zum Jubiläum freigeschaltet: http://www.unimuseum.de

Symposion „Universität als/und/versus Museum?“

Alte Aula der Universität,

Freitag, 18. November 2016, 14.00 bis 18.00 Uhr

Programm unter http://www.unimuseum.uni-tuebingen.de/10-jahre-mut.html

Festvortrag

Prof. Dr. Anke te Heesen, Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte, HU Berlin:

„Was hat Wissensgeschichte mit dem Museum zu tun, und kommt darin noch Universität vor? Zum Stand der Dinge“

Rittersaal im MUT | Alte Kulturen | Schloss Hohentübingen

Freitag, 18. November 2016, 19.30 Uhr

Die Veranstaltungen sind kostenlos und öffentlich.

Um Anmeldung wird gebeten unter sabrina.koch@uni-tuebingen.de

oder unter Telefon 07071 29-76437.

Kontakt/Informationen

Prof. Dr. Ernst Seidl

Universität Tübingen

Direktor des MUT

Telefon: +49 7071 29-74134

ernst.seidl@uni-tuebingen.de

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