Institut für Erziehungswissenschaft

Flora Petrik, M.A.

Flora Petrik arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Allgemeine Pädagogik des Instituts für Erziehungswissenschaft an der Universität Tübingen. Aktuell koordiniert sie als Postdoktorandin das Exploration Fund geförderte Projekt „Ambivalenter Bildungsaufstieg – kultur- und sozialwissenschaftliche Zugänge im Dialog“ (Laufzeit: 2024-2026). Zu ihren weiteren Schwerpunkten in Forschung und Lehre zählen soziale Ungleichheit in Schule und Universität (mit besonderem Fokus auf soziale Klasse), Pierre Bourdieus Praxistheorie, interpretative Sozialforschung sowie wissenschaftstheoretische und methodologische Fragestellungen.

Flora Petrik studierte in Wien und Jyväskylä Bildungswissenschaft, Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft. Nach Forschungstätigkeiten an der Universität Wien im Bereich „Bildung, Biographie und Gesellschaft“ promovierte sie als assoziierte Kollegiatin im DFG-Graduiertenkolleg „Doing Transitions“ an der Universität Tübingen. Während ihrer Promotionszeit absolvierte sie Forschungsaufenthalte in Manchester (Education and Social Research Institute – ESRI/MMU), Barcelona (Globalisation, Education and Social Policies – GEPS/UAB) und London, Ontario (Faculty of Social Sciences/Western University). 
In ihrem Dissertationsprojekt beschäftigte sie sich mit den Erfahrungen von first-generation-Studierenden: Wie werden Bildungsaufstiege biographisch vollzogen? Wie eignen sich Bildungsaufsteiger*innen die Universität an? Wie erleben und bearbeiten sie diese Aneignungsprozesse? Und welche Prozesse rücken ins Zentrum, wenn nicht allein nach dem Gelingen oder Scheitern von Bildungsaufstiegen gefragt wird? Dabei gerät nicht nur die Universität als Übergangsraum in den Blick, sondern auch die Herstellung und der Vollzug von Klassenübergängen. 

Flora Petrik ist gegenwärtig Co-Leiterin des Forschungskollektivs „Ethnographische Collage“ und Co-Convenor der Bourdieu Study Group der BSA (British Sociological Association). Sie ist regelmäßig als Gutachterin für wissenschaftliche Zeitschriften tätig, u.a. BIOS: Zeitschrift für Biographieforschung und Oral History, Critical Studies in Education und Sociology of Education.