Prof. Dr. Dorothee Kimmich

Laufende Projekte

BKM-Projekt: "Wandernde Dinge und migrierende Menschen: Aufbereitung des schwäbischen Erbes in Georgien für Wissenschaft und Öffentlichkeit" (2018/2019)

Projektantrag im Rahmen des Förderprogramms ‚Objekt – Material – Kultur: Dokumentation
und Erforschung des materiellen Kulturerbes der Deutschen im östlichen Europa' bei der
Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien


Gemeinsam mit den beteiligten Institutionen – die Eberhard Karls Universität Tübingen, die Staatliche Ilia
Universität (ISU), das Stadtmuseum Tübingen, das Georgische Nationalmuseum bzw.
das Regionalmuseum in Bolnisi und das IWM, das ‚Leibniz Institut für Wissensmedien‘ in Tübingen – soll die Auswanderung nach bzw. Ansiedlung von schwäbischen Familien aus dem Tübinger Raum in Georgien umfassend erforscht, dokumentiert und im Rahmen einer digitalen Museumspräsentation in
die Öffentlichkeit kommuniziert werden. Im Rahmen des Projekts werden u.a. zwei Workshops in Tübingen (Oktober 2018) und Tiflis (April 2019) statfinden.

Schwaben in Georgien - Ausstellungsprojekt mit dem Stadtmuseum Tübingen

Termine

19. Februar, 11 Uhr: Eröffnung und Einführung durch Prof. Dr. Dorothee Kimmich und Prof. Dr. Oliver Reisner (Universität Tiflis)

19. Februar, 14 Uhr: Führung und Kurztalk in englischer Sprache mit Nestan Tatarashvili (Photographin)

16. Mai, 18 Uhr: Lesung mit Dr. Staphan Wackwitz (Leiter des Goethe-Instituts Georgien)

Zum Programmflyer der Ausstellung gelangen Sie hier.

U.a. das Tübinger Tagblatt, der Reutlinger Anzeiger und die Kaukasische Post berichteten ausführlich über die Ausstellung. Zu den vollständigen Artikeln gelangen Sie hier.

Suhrkamp-Forschungskolleg

Hier geht es zur Homepage des Kollegs.

Das Wissenschaftsmagazin der Volkswagenstiftung, Impulse, stellt in seiner aktuellen Ausgabe (2/2013) das Kolleg vor. Zum vollständigen Artikel geht es hier. (Text: Isabell Fannrich-Lautenschläger, Fotos: Werner Kuhnle)

DFG-Projekt "Kulturgeschichte des Diebstahls: Ein Gründungsmythos"

Mehr zum Projekt hier.

Zum Projekt fand am 8.-9. Mai 2015 die Tagung "Diebe! Kulturgeschichte des Diebstahls - ein Kulturgründungsmythos" an der Universität Tübingen statt. (Mehr dazu)

Ein weiterer Workshop zur "Figuration der Gründung – Der Diebstahl als Kulturgründungsgeste" fand am 9./10.11. 2012 fand statt. (Mehr dazu)

„Körper im Visier“ Exploration Projekt der Plattform 4

Die medizinischen, technischen und medialen ‚Revolutionen des Leibes‘ zeugen von einer neuen und veränderten Virulenz des Körperlichen. Die Selbstinszenierung in den Social Media, die neue Sichtbarmachung des Körpers durch bspw. Videoüberwachung und Körperscreening ebenso wie der weltweite Export von Schönheitsidealen zeigen dabei nicht nur eine bisher ungekannte Fokussierung auf Körperlichkeit und dessen Visibilität, sondern stellen auch unser bisheriges Verständnis von Körper selbst in Frage.

Dabei nimmt körperliche Visibilität insbesondere als identitätsstiftendes und gruppenbildendes Merkmal eine zentrale Rolle ein und erschafft somit sowohl soziale Privilegierung als auch Benachteiligung: Geschlecht, Rasse, Ethnie, Disability aber auch Adipositas und Alter sind Kategorien, die wesentlich über körperliche Merkmale eine soziale, alltägliche Ungleichheit herstellen, wovon strukturelle und individuelle Diskriminierung abhängt.

Die Forschergruppe begegnet diesem Thema mit einer interdisziplinären Vernetzung zwischen Literatur- und Medienwissenschaften, Sozial- und Kognitionspsychologie, Psychosomatik und Pädagogik.So können nicht nur die Ansätze, die sich über die Analyse einzelner Diskriminierungsformen wie u. a. die Critical Race Studies, Gender Studies, Disability Studies und Age Studies ergeben, wesentlich heuristisch ergänzt werden, sondern zugleich ein an die Intersektionalitätstheorie anschließendes, neues Forschungsfeld eröffnet werden, das nach der allgemeinen Struktur gegenwärtiger Diskriminierung und deren Funktionalisierung des Körperlichen zur Erzeugung einer sozialen Ungleichheit fragt.

Weitere Beteiligte:

Prof. Dr. Friedrich Hesse (IWM; Kognitionspsychologie), Prof. Dr. Kai Sassenberg (IWM), Prof. Dr. Schamma Schahadat (Slavistik), Prof. Dr. Ansgar Thiel (Sportwissenschaft), Prof. Dr. Stephan Zipfel (Innere Medizin), Dr. Gesine Drews-Sylla (Slavistik), Stephanie Lavorano M.A. (Germanistik), Carolin Mehnert M.A. (Germanistik), Daniela Amodio B.A. (Slavistik)

Mehr zu den Explorations-Projekten der Plattform 4 an der Universität Tübingen hier.

Deutsch-französisches Doktorandenkolleg Tübingen - Aix "Konfliktkulturen/Kulturkonflikte"

Hier geht es zur Homepage des Kollegs.

Projekt "Kulturtheorie"

Zusammen mit Thomas Hauschild und Schamma Schahadat, Basis-Skripte Readerreihe bei Transcript, 12 weitere Bände in Vorbereitung. (Mehr dazu hier)

Vgl. auch die Tagung "Kritik in der Krise? Kulturdiagnosen der Gegenwart" am 27./28.6.2013 im Deutschen Literaturarchiv Marbach. (Mehr dazu hier)

Forschungsprojekt "Ähnlichkeit als kulturtheoretisches Paradigma"

Zusammen mit Anil Bhatti (Jawaharlal Nehru University, New Delhi, Indien) und dem Exzellenzcluster der Universität Konstanz.

Zu diesem Projekt fanden statt der Workshop "Ähnlichkeiten jenseits von Identität und Differenz" am 14. und 14.6. 2013 in Tübingen (Forum Scientiarum, Hörsaal 1, sowie die internationale Tagung "After Postcolonialism. Similarities in an Entangled World" (in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“) vom 4.-6.10. 2012 in Konstanz. Eine Publikation zur Tagung ist in Vorbereitung. (Mehr dazu hier)

Die Ergebnisse fasst die Publikation "Ähnlichkeit. Ein kulturtheoretisches Paradigma" zusammen:

Ähnlichkeit. Ein kulturtheoretisches Paradigma. Herausgegeben von Anil Bhatti und Dorothee Kimmich unter Mitarbeit von Sara Bangert. Konstanz: Konstanz University Press 2015

Bereits die postkolonialen Theorien der vergangenen Jahrzehnte haben das Konzept der Identität einer grundlegenden Kritik unterzogen. In ihrem Zentrum stand der Begriff der Differenz, der jedoch in vielfältiger Weise selbst noch den kolonialen Denkformen verhaftet bleibt. Denn wo Alterität und Hybridität betont werden, verändern sich zwar die Gewichtungen, die leitenden Gegensätze bleiben aber erhalten. Die Kategorie der »Ähnlichkeit« eröffnet hier eine Alternative.

Ziel des Bandes ist es, die Kategorie der »Ähnlichkeit« historisch wie systematisch auf ihre theo-retische Reichweite hin zu überprüfen. »Ähnlichkeit« ist nicht nur ein heuristisches Konzept, sondern dient auch als Argument und Verhaltensoption auf der Ebene kultureller Praktiken. Deswegen stand der Begriff über längere Zeit in Misskredit. Er wurde verdächtigt, Vorstellungen der Assimilation und damit einer unter Zwang vorgenommenen Angleichung von Kulturen, Geschlechtern oder religiösen Überzeugungen zuzuarbeiten. Zudem verlegte man das Ähnlichkeitsdenken stets an einen anderen Ort und in eine andere Zeit, schrieb es primitiven Kulturstufen oder vormodernen Epochen und damit einer anderen »Ordnung der Dinge« (Foucault) zu, um es von einer rationalistischen Moderne abzugrenzen, die nur exakte Begriffe als gültig anerkennt.

Ein Denken in Ähnlichkeiten widerspricht in der Tat dem Wunsch nach präziser Grenzziehung und genauer Definition. Diesen scheinbaren Mangel gilt es jedoch theoretisch fruchtbar zu machen. Kulturtheoretische Konzepte haben sich an den Phänomenen zu orientieren, die sie beschreiben. Kulturelle Gegebenheiten eignen sich kaum für scharfe definitorische Abgrenzungen, sondern sind durch fließende Übergänge, vielfache Überlagerungen und breite Grenzsäume gekennzeichnet. Die spezifische epistemologische Leistungsfähigkeit der Kategorie »Ähnlichkeit« besteht gerade darin, den Umgang sozialer Akteure mit vagen Verhältnissen, diffusen Dynamiken und unscharfen Relationen in den Blick zu bekommen.


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Rezension

Eine Übersetzung ins Englische ist derzeit in Arbeit.

"Körper als Verhandlungsort" (Dr. Swati Acharya)

Das Forschungsprojekt "Körper als Verhandlungsort: Die Bilder der Prostituierten in ausgewählten literarischen und filmischen Werken aus Indien und Deutschland" (Dr. Swati Acharya, University of Pune, Indien) ist ein Projekt im Rahmen des Forschungsstipendiums für erfahrene Wissenschaftler der Alexander von Humboldt Stiftung.

Die Prostituierte als literarische Figur fasziniert Schriftsteller aus allen Kulturkreisen zu allen Zeiten und führt immer wieder zu kontroversen Deutungsansprüchen. Das vorlie­gen­de Projekt unter­sucht das Lebens-und Arbeitsprofil der Prosti­tu­ier­ten in indischen und deutschen Texten und Filmen. Die Figur der Prostituierten dient - so die These - als ein kultu­rel­ler Verhandlungs­raum, in dem am Beispiel dieser'öffentlichen' Frauen und ihrer spezi­fi­schen Körperlichkeit über neue, weibliche Identität(en)gestritten wird. Die literarischen Bilder der Prostituierten spiegeln durch ihre soziale, kulturelle und historische Verortung die Geltungsansprüche der patriar­cha­lischen Gesellschaftsstruktur speziell der Mittel- und Ober­schicht. Aber sie sind auch Kampf­platz des Subalternen, der Modernisierung, des Widerstandes gegen Unterdrückung und Margi­nali­sierung.Das Projekt konzentriert sich zunächst auf literarische Werke von Autorinnen und Autoren, die im indischen Kontext eine Pionierfunktion innehaben. Die Mehrsprachigkeit Indiens beeinflusst die Auswahl. Literarische Texte aus den Sprachen Hindi, Urdu, Marathi, Sanskrit und aus dem indischen Englisch wurden bereits gesichtet und zusammengestellt. In einem zweiten Schritt wurden flankierende filmische Werke ausgewählt, die in Hindi/Urdu oder Marathi produziert wurden.

Abgeschlossene Projekte:

Forschungsprojekt "Dinge"

Zu diesem Projekt erschienen mehrere Publikationen, u.a. die Monographie "Lebendige Dinge in der Moderne". Konstanz 2011 sowie der Sammelband "Denken durch die Dinge: Siegfried Kracauer im Kontext" (gemeinsam mit Frank Grunert). München 2009. (Mehr)

Außerdem hat eine Tagung stattgefunden.

Promotionsverbund „Abgrenzung - Ausgrenzung - Entgrenzung: Gender als Prozess und Resultat von Grenzziehungen" (abgeschlossen)

Weitere Informationen bekommen Sie hier.