Hg. von Jörg Robert, unter Mitarbeit von Isabel Janßen und Gudrun Bamberger. Band 6. Bibliothek des literarischen Vereins in Stuttgart (BLVS), Band Nr. 358. Stuttgart 2023.
Band VI erschließt erstmals Opitz’ Roman-Übersetzung Der Argenis Anderer Theyl (1631), basierend auf einer französischen Vorlage von A. M. de Mouchemberg (1625). Der Liebes- und Abenteuerroman setzt John Barclays neulateinischen Staatsromans Argenis (1621) fort, den Opitz bereits 1626 übertragen hatte (Band 3 der Gesammelten Werke).
Hg. von Gudrun Bamberger, Jörg Robert. Band 5. Bibliothek des literarischen Vereins in Stuttgart (BLVS), Band Nr. 355. Stuttgart 2021.
Martin Opitz (1597 – 1639) ist eine Schlüsselfigur der europäischen Spätrenaissance. Mit seinem bahnbrechenden Buch von der deutschen Poeterey (1624) und seinen vielseitigen literarischen Projekten wurde er zum unbestrittenen Pionier und ›Vater‹ der neueren deutschen Literatur. Die kritische Edition der Werke von Martin Opitz ist ein Meilenstein der Frühneuzeitphilologie: George Schulz-Behrend konnte sie zwischen 1968 und seinem Tod im Jahr 2010 im Hiersemann Verlag bis zum Teilband IV, 2 führen. Ihre Fortsetzung schließt nun endlich eine für die Forschung schmerzliche Lücke, indem sie die nach 1630 entstandenen Schriften – darunter Vesuvius (1633), Judith (1635), Antigone (1636) – erstmals in verlässlicher kritischer Edition vorlegt. Eine eingehende Kommentierung erschließt alle Texte und ordnet sie in ihre historischen Entstehungs- und Wirkungszusammenhänge ein.
Band V mit den Gedichten aus den Jahren 1631 – 1633 beginnt den auf 4 Bände angelegten Abschluss der kritischen Opitz-Ausgabe. Damit liegt das Gesamtwerk des folgenreichsten deutschen Autors des 17. Jahrhunderts erstmals in einer modernen Standards genügenden Form vor.
Martin Opitz (1597-1639) steht mit Person und Werk an einem Wendepunkt der deutschen Literaturgeschichte: Sein Buch von der deutschen Poeterey (1624), von dem Bemühungen um eine Neubegründung der deutschen Dichtung aus späthumanistischem Geist ausgehen, wird schon von den Zeitgenossen als epochale Zäsur verstanden. In engem Anschluss an die internationale Renaissanceliteratur und Gelehrtenkultur etabliert Opitz systematisch das Spektrum antiker und moderner Gattungen in Deutschland. In Bearbeitungen und Übertragungen werden nicht nur die klassischen genera, sondern auch neueste Formen wie Oper und Roman erstmals in einer elaborierten Volkssprache verfügbar. Angesichts der kaum zu unterschätzenden Bedeutung des Martin Opitz für die deutsche Literatur- und Kulturgeschichte, muss der Stand der editorischen Erschließung des deutschen Werkes jedoch als unbefriedigend bezeichnet werden. Die kritische Ausgabe der Werke, die unter der Ägide von George Schulz-Behrend zwischen 1968 und 1990 erarbeitet wurde, bricht nach dem insgesamt siebten Teilband (Bd. IV,2) ab. Für die nach 1630 entstandenen Schriften liegt bis auf geringe Ausnahmen keine kritische Edition vor. Darunter befinden sich – neben anderen – so bahnbrechende Texte wie das Lehrgedicht Vesuvius (1633), das Opernlibretto Judith (1635), die Übersetzung von Sophokles’ Antigone (1636) oder eine umfangreiche dreisprachige Epigrammsammlung mit dem Titel Florilegium variorum epigrammatum (1639). In Absprache mit dem Anton Hiersemann-Verlag (Stuttgart) und der Bibliothek des Literarischen Vereins (Stuttgart) erarbeitet der Lehrstuhl für Literaturgeschichte der Frühen Neuzeit in Kooperation mit der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel Konzepte für eine Vervollständigung der kritischen Edition, die zunächst auf vier Teilbände angelegt ist. Die Ausgabe bleibt den Editions- und Kommentierungsprinzipien der erschienenen Bände verpflichtet, orientiert sich jedoch auch am Maßstab neuerer Editionen frühneuzeitlicher Autoren und Texte, nicht zuletzt an der Ausgabe der lateinischen Schriften (Opitius latinus) und des Briefwechsels. Die Edition ist als Hybride aus Printversion und digitaler Version angelegt und bietet so die Möglichkeit individuellen Zugangs. Neben der Möglichkeit ein Forschungskorpus zusammenzustellen („Mein Opitz“), werden gerade für diejenigen Texte, die immer wieder neu aufgelegt und verändert wurden, Wege gesucht, diese Mouvance darzustellen.
Mehr zum Anton Hiersemann-Verlag (Stuttgart).
Mehr zur Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel .
Mitarbeiter:innen:
Isabel Janßen M.A. - wissenschaftliche Mitarbeiterin
Verena Feigelmann – studentische Hilfskraft
Juliane Grunwald – studentische Hilfskraft
Aylin Hohensee – studentische Hilfskraft
Sarah Reiners – studentische Hilfskraft
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