Sanny Schultes Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich der Animations- und Filmwissenschaft, wobei sie sich mit ästhetischen, soziokulturellen, transnationalen und historischen Konfigurationen von Otherness beschäftigt. Zu ihren Forschungsinteressen gehören Queer Cinema, Eco-Cinema, Disability Studies, die Formalästhetik von Animationsfilmen sowie interdisziplinäre Ansätze zur visuellen Kultur.
Sannys Dissertationsprojekt Animated Configurations of Otherness, wie Animation (Un-)Sichtbarkeit, Alterität und die Repräsentation rassifizierter, queerer und behinderter Körper konfiguriert. Dabei interessiert sie sich insbesondere für die ästhetischen und epistemischen Möglichkeiten animierter Bilder sowie für die Frage, wie Animation Vorstellungen von Körperlichkeit, Differenz und Alterität reproduziert, verschiebt und neu konfiguriert. Für dieses Projekt erhielt Sanny Schulte die Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg.
Sanny Schulte ist Teil des Redaktionsteams des Open-Access-Journals Colour Turn, wo sie u.a. für das Colour Research Colloquium (CRC) verantwortlich ist. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit arbeitet sie im Bereich der Filmproduktion und war an zahlreichen Kino- und TV-Produktionen beteiligt, darunter Schimmelreiter (2025) und die Netflix-Serie Sleeping Dogs (2023), meist als Regieassistenz. Derzeit ist Sanny Schulte Teil des Produktions- und Regieteams für den Film zum 550-jährigen Jubiläum der Universität Tübingen.