Institut für Medienwissenschaft

Forschungsprojekte

Worüber forschen Tübinger Medienwissenschaftler? An welchen fachlichen Diskussionen nehmen sie teil? Welche Positionen vertreten sie im wissenschaftlichen Diskurs?

Hier finden Sie Hinweise auf die Forschungsaktivitäten der Mitglieder des Instituts für Medienwissenschaft.

Fortlaufende Projekte

Prof. Dr. Markus Huff, Dr. Tino G.K. Meitz

Institut für Psychologie, Arbeitsbereich für Allgemeine Psychologie

Institut für Medienwissenschaft, Arbeitsbereich für Empirische Medienforschung

Unterhaltungswahrnehmung in Fernsehserien-Formaten (2011 – fortlaufend)

Obwohl Menschen im Alltag einem kontinuierlichen Strom an Informationen ausgesetzt sind, werden die wahrgenommene Ereignisse in diskrete Einheiten segmentiert (z.B. Tee zubereiten, Tisch decken, Zeitung lesen). In diesem Projekt soll mit kognitionspsychologischen und medien-/kommunikationswissenschaftlichen Methoden untersucht werden, wie sich diese Segmentierung auf die visuelle Aufmerksamkeit und das visuelle Gedächtnis von Unterhaltung im Fernsehen auswirkt, wie sie exemplarisch in SitCom- und ähnlichen Unterhaltungsserien-Formaten dargestellt wird.

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Prof. Dr. Bernhard Pörksen

Institut für Medienwissenschaft, Arbeitsbereich für Print- und Onlinemedien

Computerkultur und Gegenkultur (2007 – fortlaufend)

Das Projekt untersucht die enge Verbindung von Computer- und Gegenkultur, ausgehend von Feldforschungen im Westen der USA. Methodische Herangehensweise: teilnehmende Beobachtung, Leitfadeninterviews sowie qualitative Inhaltsanalysen von Print- und Online-Magazinen. Gefördert durch die Abteilung für Forschungs- und Wissenschaftsförderung der Universität Hamburg (2007-2011).

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Prof. Dr. Bernhard Pörksen, Hanne Detel

Institut für Medienwissenschaft, Arbeitsbereich für Print- und Onlinemedien

Reputationsverlust im digitalen Zeitalter (2008 – fortlaufend)

Im Netz können blitzschnell Transparenz erzeugt und (vermeintliche) Missstände angeprangert werden. Allerdings vermag auch die Enthüllung marginaler Verfehlungen maximale Reaktionen in Netzöffentlichkeiten zu provozieren. Ziel dieses Forschungs- und Publikationsprojektes ist es, die Empörungsdynamik und den Reputationsverlust im digitalen Zeitalter zu erforschen. Methode: qualitative Inhaltsanalysen, Leitfadeninterviews.

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Prof. Dr. Bernhard Pörksen

Institut für Medienwissenschaft, Arbeitsbereich für Print- und Onlinemedien

Die interdisziplinäre Relevanz von Konstruktivismus und Systemtheorie (1998 – fortlaufend)

Ziel dieses Forschungsprojektes ist es, die Fruchtbarkeit des systemisch-konstruktivistischen Denkens für verschiedene Disziplinen und Themenfelder (Kommunikations- und Medienwissenschaft, Pädagogik und Didaktik, Managementwissenschaft und Organisationstheorie) zu illustrieren. Entstanden sind in diesem Forschungs- und Arbeitsfeld Monographien, Gesprächsbücher mit den Protagonisten des Konstruktivismus und – aktuell – eine Buchreihe im Carl-Auer-Verlag („Systemische Horizonte. Theorie der Praxis“).

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Prof. Dr. Klaus Sachs-Hombach, Dr. Claudia Henning

Institut für Medienwissenschaft, Arbeitsbereich Medieninnovation / Medienwandel

Die soziale Ordnung des Anschauungsraumes - Handlungsformen als Grundlage menschlicher Wahrnehmung (2011 – fortlaufend)

Die grundlegende Annahme in diesem von der DFG geförderten Projekt besteht darin, dass der Mensch als Kooperationswesen charakterisiert werden kann und sollte. Es wäre hierbei ein Missverständnis, dies lediglich als These über die Einbindung von Individuen der Art homo sapiens in soziokulturelle Bezüge aufzufassen, letztlich also als These über die „Außenverhältnisse“ von mit Blick auf ihre elementaren Fähigkeiten, etwa Wahrnehmung und Intentionalität, grundsätzlich biologisch bestimmten Individuen. Vielmehr betrifft dies den ganzen Menschen. Denn um in menschlichen Gemeinschaften mit anderen koordiniert oder gar kooperativ handeln zu können, muss das die Handlungen leitende Wahrnehmen sowohl zum besonderen kollektiven Modus als auch zu den besonderen normativen Erfordernissen dieses Handelns passen, also zu dem, was man die Erfüllungsbedingungen von Handlungen nennt. Wir schlagen daher eine radikale Blickwendung in der Wahrnehmungstheorie vor und wollen den Begriff der (menschlichen) Wahrnehmung wesentlich kooperationstheoretisch konzipieren. Zentrales Ziel ist zu zeigen, dass und wie Handeln konstitutive Bedingung menschlicher Wahrnehmung sein kann und sein muss. Dabei geht es insbesondere darum, die kooperative und damit normative Formbestimmtheit der Phänomenologie menschlicher Wahrnehmungen und des besonderen Modus menschlichen Wahrnehmens, der Fähigkeit zur gemeinsamen Aufmerksamkeit, zu untersuchen, um auf dieser Grundlage u.a. Aussagen darüber treffen zu können, was es heißt, Wahrnehmungsperspektiven einnehmen, wechseln, abgleichen und konfrontieren zu können, was überhaupt verschiedene Wahrnehmungen zu Wahrnehmungen aus verschiedenen Perspektiven macht, und was alles eine Wahrnehmungsperspektive ausmacht bzw. bestimmt, mithin, was die Individuationsbedingungen bzw. -kriterien von Wahrnehmungsperspektiven sind.

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Abgeschlossene Projekte

Prof. Dr. Bernhard Pörksen

Institut für Medienwissenschaft, Arbeitsbereich für Print- und Onlinemedien

Integrative Theoriekonzepte in der Kommunikationswissenschaft (2005 – 2010)

In den letzten Jahren sind vermehrt Bemühungen erkennbar, die Theorielücke zwischen mikro- und makrotheoretischer Modellierung gesellschaftlicher Kommunikation mittels integrativer Mehrebenen-Konzepte – im Sinne des „Mikro-Makro-Link“ – zu überbrücken. 15 Kommunikationswissenschaftler sind an diesem DFG-Netzwerk beteiligt. Antragsteller und Koordinatoren: Prof. Dr. Thorsten Quandt und Prof. Dr. Bertram Scheufele (beide Universität Hohenheim). Projektbeginn: 2005. Projektende: 2010.