Institut für Medienwissenschaft

Dr. Anne Ulrich

Anne Ulrich ist Akademische Rätin am Institut für Medienwissenschaft.

Universität Tübingen
Wilhelmstr. 50
72074 Tübingen
Raum 136

 +49 7071 29-78523
Fax +49 7071 29-5579
anne.ulrichspam prevention@uni-tuebingen.de

Sprechstunde

Dienstag, 14-15 Uhr

Bitte melden Sie sich vorher per Email bei mir und geben Sie an, ob wir telefonisch oder per Videokonferenz (Zoom bzw. Microsoft Teams) miteinander sprechen sollen. Geben Sie im ersten Fall auch gleich Ihre Telefonnummer an.

Sprechstunden in der vorlesungsfreien Zeit

Dienstag, 25. August, 14-15 Uhr

Dienstag, 22. September, 14-15 Uhr

Dienstag, 20. Oktober, 14-15 Uhr

Bitte beachten Sie, dass ich im Moment (Sommer 2020) keine weiteren Kapazitäten für die Betreuung von BA- und MA-Arbeiten habe.

Das Profil

Anne Ulrich interessiert sich für die Schnittstellen von Medientheorie, Journalismus und Rhetorik, insbesondere vor dem Hintergrund des Medienwandels und der sich verändernden Aufgaben des Journalismus. Ihr aktuelles Forschungsprojekt befasst sich mit der Rhetorik und Medialität von Bedrohung im Angesicht dschihadistischen Terrorismus. Außerdem gehören Fernsehtheorie, visuelle Kommunikation, politische Rhetorik und Propaganda zu ihren Interessensschwerpunkten.

Curriculum Vitae

Anne Ulrich studierte Empirische Kulturwissenschaft und Allgemeine Rhetorik in Tübingen. Am Seminar für Allgemeine Rhetorik der Universität Tübingen war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin zunächst am Lehrstuhl von Prof. Dr. Joachim Knape, danach im DFG-Forschungsprojekt „Televisuelles Überzeugen. Fernsehjournalistische Strategien am Beispiel der Berichterstattung zum Irakkrieg 2003“ und ab 2011 Akademische Rätin (a.Z.) am Lehrstuhl von Prof. Dr. Dietmar Till. Ihre Dissertation „Umkämpfte Glaubwürdigkeit. Visuelle Strategien des Fernsehjournalismus im Irakkrieg 2003“ (Berlin 2012) erhielt 2011 den Promotionspreis der Philosophischen Fakultät. Von August 2015 bis März 2017 war sie Postdoktorandin am Sonderforschungsbereich 923 „Bedrohte Ordnungen“ im Teilprojekt „Mediale Reflexionen. Bedrohungskommunikation und die US-amerikanische Ordnung nach den Anschlägen vom 11. September 2001“ unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Sachs-Hombach. Seit 2018 ist sie Akademische Rätin am Institut für Medienwissenschaft.

Die wichtigsten Publikationen

  • Maeder, D., Schwaab, H., Trinkaus, St., Ulrich, A., Weber, T. (2020) (Hrsg.): Trump und das Fernsehen. Medien, Realität, Affekt, Politik. Köln.
  • Ulrich, A. (2020): Die Spektralität medialer Bedrohung am Beispiel John Cantlie. In: Bernd Zywietz (Hrsg.): Propaganda des "Islamischen Staats". Formen und Formate. Wiesbaden, 273-306.
  • Ulrich, A. (2017 [2019]): "Hello, I'm John Cantlie". Dschihadistische Propaganda und die gespenstische Medialität von Bedrohung. In: Zeitschrift für Semiotik 39 (3-4), 107-133.
  • Ulrich, A. (2019): Attention through Distraction: Basic Modalities and Rhetorical Medialities of Last Week Tonight. In: Poetics Today 40 (2), 299-318, https://doi.org/10.1215/03335372-7298564.
  • Ulrich, A. (2018): Es spukt im Internet. Wie eine Metapher den Blick auf Fake News trübt. In: Science Notes 2 (2018), 92-93.
  • Ulrich, A. (2017): Sound im Fernsehen und der "New York Groove" von Seinfeld. In: SPIEL. Neue Folge 3/2: Sound in den Medien/Sound across Media, 55–79.
  • Ulrich, A. (2017): Fake News infizieren uns nicht einfach so. In: Meinungsbarometer, 20.02.2017.
  • Ulrich, A. & Knape, J. (2015): Medienrhetorik des Fernsehens. Begriffe und Konzepte. Bielefeld: Transcript.
  • Duerr, F. & Ulrich, A. (Hrsg.) (2014): Rhetorik des Aufmachers. Coveranalysen der Programmpresse im 20. Jahrhundert. Tübingen.
  • Ulrich, A. (2014): „Cicero would love this show“. The Celebration of Rhetoric and Citizenship in The West Wing. In: Ch. Kock & L. Villadsen (Hrsg.): Contemporary Rhetorical Citizenship: Purposes, Practices, and Perspectives. Leiden: Leiden University Press, 131–146.
  • Ulrich, A. (2012): Umkämpfte Glaubwürdigkeit. Visuelle Strategien des Fernsehjournalismus im Irakkrieg 2003. Berlin: Weidler (neue rhetorik, 9).
  • Knape, J. & Ulrich, A. (Hrsg.) (2012): Fernsehbilder im Ausnahmezustand? Grenzen und Perspektiven der Televisualisierung. Berlin: Weidler (neue rhetorik, 11).
  • Ulrich, A. (2012): „Authentizität“. In: Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Hrsg. v. G. Ueding. Bd. 10: Nachträge A–Z. Berlin: De Gruyter, 79–91.
  • Ulrich, A. (2011): „Ich bin kein Redner und ich kann überhaupt keine Rede halten“. Thomas Bernhard und seine Preise. In: J. Knape & O. Kramer (Hrsg.): Rhetorik und Sprachkunst bei Thomas Bernhard. Würzburg: Königshausen & Neumann, 45–62.
  • Ulrich, A. (2007): Bildrhetorik in der Warburgtradition. „Pathosformeln“, „Schlagbilder“ und „Topoi“ am Beispiel Berlusconi. In: J. Knape (Hrsg.): Bildrhetorik. Baden-Baden: Harrassowitz, 447–473 (Saecvla spiritalia, 45).

Eine vollständige Publikationsliste finden Sie hier.

Praxisprojekt mit BA- und MA-Studierenden

Im Juni und Juli 2020 wird auf www.zwischenbetrachtung.de im Rahmen des MA-Studiengangs weiter gebloggt, diesmal rund um die Farbe Grün (Grünzeug). Der vorherige Jahrgang befasste sich mit den Themen "Papierkram" und Arbeit ("UnderConstruction"). Im Sommersemester 2018 veröffentlichten BA- und MA-Studierende dort bereits unterschiedliche journalistische Kurzbeiträge zu den Themen "Shades of Hair", "Gespenster" und "Helden".

Außerdem ist jüngst das Buch "50 x Stuttgart. Eine spannende Zeitreise durch die Stadtgeschichte" erschienen. Die fünfzig Geschichten wurden von BA-Studierenden in zwei Lehrredaktionen recherchiert und geschrieben, die Dr. Pia Fruth und ich im vergangenen Sommersemester angeboten haben.

Abschlossene Master-Arbeiten

  • Lena Füller: Der Einsatz von Corporate Influencern – ein Vorteil für die Unternehmenskommunikation? Eine Twitter-Analyse am Beispiel der Daimler AG und Sascha Pallenberg (März 2020)
  • Julian Dorn: Jihadistische Online-Propaganda. Eine vergleichende Analyse von Al-Qaida und vom "Islamischen Staat" (Februar 2020)
  • Carina Konopka: Das Versprechen von Authentizität in Reiseblogs (November 2019)
  • Hannah Vogel: Kampf um den Kohleausstieg: Wie Tageszeitungen über die Räumung des Hambacher Forsts berichten - eine Framing-Analyse (November 2019)
  • Lisa Dollenmaier: Die Selbstinszenierung identitärer Frauen auf Instagram (September 2018)
  • Sandra Gottschling: Die Medienarbeit von Gewerkschaften am Beispiel der IG Metall bei der Daimler AG (Oktober 2018)
  • Verena Tobis: Das Marketingverhalten von Influencern – Eine Typologie (August 2018)
  • Polina Shvorak: Zwischen Journalismus und PR: Zur Qualität von Kundenzeitschriften (Juni 2018)
  • Jennifer Augustin: Der Einsatz von Testimonials in der Werbekommunikation am Beispiel der „Grow up“-Kampagne von Mercedes-Benz (Februar 2018)