Im Rahmen der DFG-Forschungsgruppe 6017 Medienpraktiken des Widersprechens in vernetzten Öffentlichkeiten (MePraWi) freuen wir uns auf den Start des Teilprojekts „Postmigrantische Medienpraktiken des Widersprechens: Rassismuskritische Einsprüche migrantisch positionierter Frauen auf digitalen Plattformen“. Das Projekt untersucht Einsprüche sich migrantisch positionierender Frauen, die in Deutschland – etwa als muslimische, schwarze oder asiatische Frauen – besonders häufig von rassistischer Diskriminierung betroffen sind, und rückt Medienpraktiken auf Instagram, TikTok und YouTube in den Blick, mit denen Frauen individuell, korporativ oder medienunternehmerisch eingebunden rassistischen Unterdrückungsverhältnissen widersprechen und sich für ein demokratisches Zusammenleben in einer postmigrantischen Gesellschaft einsetzen. Die Forschungsgruppe untersucht insgesamt, welche Bedeutung das Widersprechen für demokratische Gesellschaften hat und unter welchen medialen Bedingungen es Teilhabe ermöglicht oder gefährdet, insbesondere im Kontext gesellschaftlicher Ungleichheit. Sieben kommunikations- und medienwissenschaftliche Projekte an fünf deutschen Universitäten erforschen diese Dynamiken zeitgenössisch und historisch.