Fragestellung
Innerhalb der letzten Jahre konnte gezeigt werden, dass körperliche Inaktivität zu einem erhöhten Sterberisiko sowie zu einem signifikanten Anstieg des Risikos für z.B. Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen führen kann. Individualisierte Trainingsprogramme spielen in der umfassenden kardiovaskulären Gesundheitsversorgung eine immer größere Rolle. So reagieren Menschen unterschiedlich auf körperliche Aktivität, insbesondere auch im Hinblick auf physiologische Faktoren. Das Projekt widmet sich der bislang noch ungeklärten Frage, ob gesundheitsbezogene Verbesserungen hauptsächlich von individuellen Faktoren, d.h. biologischen und psychologischen Bedingungen, abhängen oder aber ein Ergebnis spezifischer Trainingsintensitäten sind. Projektübergreifend soll außerdem danach gefragt werden, in welchem Maße die biologische Anpassungsfähigkeit auf körperliche Aktivität von der Gesundheits- und Aktivitätsbiografie abhängig ist.
Methode
Die aktuelle Studie zielt darauf ab, valide Messinstrumente zu erhalten, welche eine Prognose und Optimierung der Beziehung „Dosis-Wirkung“ von körperlicher Arbeit zulässt und dadurch die individuelle Trainingsberatung im präventiven sowie therapeutischen Ansatz verbessert. Des Weiteren wollen wir untersuchen ob die physiologische Reaktion von der Art der Belastung abhängig ist (dauerhaft moderates Intensitätstraining versus aerobes Intervalltraining) und ob es geschlechtsspezifische Unterschiede gibt.