24.08.2026
SWR greift Tübinger Sportmanagement-Expertise auf
Ein aktueller Beitrag des Südwestrundfunks (SWR) zum Sportsponsoring von Unternehmen greift auf Tübinger Expertise zurück.
Warum investieren Unternehmen Millionenbeträge in das Sponsoring von Sportveranstaltungen? Welche strategischen Ziele verfolgen Marken durch ihr Engagement im Sport, und welche Chancen sowie Herausforderungen ergeben sich daraus für den organisierten Sport? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein aktueller SWR-Beitrag über das Sponsoring der Deutschland Tour durch den Lebensmitteleinzelhändler Lidl. Darin ordnet Marcel Fahrner (Institut für Sportwissenschaft) die Bedeutung von Sportsponsoring aus sportwissenschaftlicher Perspektive ein.
»» Sportsponsoren [suchen] thematische Bezugspunkte, die bei ihren Zielgruppen mit positiven Erlebnissen verknüpft sind. „Radfahren als umweltfreundliche und gesundheitsfördernde Mobilitätsform ist unter diesen Aspekten natürlich attraktiv“, so Fahrner gegenüber dem SWR. (…) Aber, und darauf weist Fahrner hin: „Auch wenn Sportsponsoring ein Unternehmen weder nachhaltiger noch sportlicher macht, gerade in einem vermeintlichen Widerspruch zwischen Sponsor und Gesponsertem kann besonderes strategisches Entwicklungspotenzial stecken.“ Ziel sei letztlich immer, die im Sponsoring kommunizierten Werte langfristig im Verhalten der Kundschaft und im unternehmerischen Handeln zu verankern. ««
Der Beitrag beleuchtet darüber hinaus die wirtschaftliche Bedeutung von Sponsoring für die Finanzierung von Sportgroßveranstaltungen und diskutiert das Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen Interessen und der Integrität sportlicher Wettbewerbe. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesen Themen ist ein zentraler Bestandteil der Tübinger Forschung und Lehre im Sportmanagement.