Institut für Sportwissenschaft

BGM vital – Servicestelle für zielgruppenorientiertes Betriebliches Gesundheitsmanagement in KMU

Das Projekt „BGM vital – Servicestelle mit kultursensibler Handlungshilfe“ ist ein interdisziplinäres Verbundvorhaben, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in der Programmlinie „Zukunft der Arbeit“ im Handlungsfeld „Gesundheit in der Arbeitswelt“ gefördert wird. Das Verbundprojekt fällt in das Themengebiet der Implementationsforschung zum betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) von kleineren und mittleren Unternehmen (KMU). Ziel ist die nachhaltige Unterstützung von KMU im Bereich des BGM durch eine zielgruppenorientierte Servicestelle mit kultursensibler Handlungshilfe.

Hintergrund

Um die Gesundheit im Arbeitsleben aktiv zu erhalten und zu fördern, werden Maßnahmen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement gebündelt. Ziel dabei ist es, Belastungen zu reduzieren und Ressourcen zu stärken. Kleinere und mittlere Unternehmen sind bei der Gesundheitsförderung oft auf sich alleine gestellt.

Der Fokus des Projekts liegt hierbei auf der Unterstützung von KMU, insbesondere mit Migrationshintergrund. Durch die Entwicklung kultursensibler Strategien im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements werden Unternehmen beim Aufbau einer gesundheitsfördernden Organisation unterstützt.

Ziele und Vorgehensweise

Das Ziel des Verbundprojekts ist ein wissenschaftlich fundiertes Unterstützungskonzept in Form einer webbasierten BGM-Servicestelle. Dabei werden verschiedene Angebote entwickelt, wie z. B.

  • eine Handlungshilfe zur Einschätzung des BGM-Bedarfs,
  • ein Fragebogen zur Identifikation von arbeitsbezogenen Gesundheitstypen,
  • eine Expertendatenbank mit Hintergrundinformationen zum BGM,
  • eine BGM-Hotline für Fragen und Austausch.

Hierfür arbeiten die Projektpartner aus unterschiedlichen Bereichen, der Arbeitsmedizin, der Medienwissenschaft und der Sportwissenschaft, eng mit Unternehmen zusammen. Eine im interdisziplinären Austausch entwickelte Handlungshilfe berücksichtigt kulturelle sowie alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede. Zielgerichtete Maßnahmen werden darauf aufbauend in einer Servicestelle umgesetzt, wodurch der Einstieg in ein Betriebliches Gesundheitsmanagement erleichtert werden soll.

Die beteiligten Unternehmen helfen, Erkenntnisse über spezifische Bedarfe der Arbeitnehmenden mit Migrationshintergrund zu erhalten und kulturelle Einflüsse zu berücksichtigen. Ein Schwerpunkt des Teilprojekts des Instituts für Sportwissenschaft ist die Identifikation individueller Profile der arbeitsbezogenen Gesundheitskompetenz und Gesundheit der Beschäftigten (sogenannte Gesundheitstypen). Durch diese Charakterisierung unterschiedlicher Gruppen von Personen können zielgerichtete Strategien für das Betriebliche Gesundheitsmanagement abgeleitet werden.