23.07.2026
Bunte Demonstrationszüge, gewalttätige Randalierer oder Polizeigewalt gegen friedliche Aktivisten: Mit der digitalen Medienrevolution und der Allgegenwärtigkeit von Handykameras bei Konfliktereignissen sind neue Formen des medialen Sichtbarkeitskampfes entstanden, in denen verschiedene Akteure vehement darum ringen, welche Aspekte dem Publikum zur Beurteilung des Geschehens vor Augen geführt werden. Zu den neuen Bedingungen medialer Augenzeugenschaft und der Frage, wieso wir von Konfliktereignissen bestimmte Aspekte zu sehen bekommen oder nicht, promovierte Lara Luttenschlager am Beispiel der französischen Gelbwesten-Proteste. Ihre Dissertation wird nun mit dem Promotionspreis der Eberhard Karls Universität Tübingen ausgezeichnet.
Die Dissertation wurde betreut durch Prof. Dr. Bernhard Pörksen und Prof. Dr. Klaus Sachs-Hombach. Die Drittbegutachtung erfolgte durch Prof. Dr. Martina Thiele.“