Philosophische Fakultät

Herzlich willkommen an der Philosophischen Fakultät

Zum Wintersemester 2020/21 begrüßen wir herzlich:

Prof. Dr. Natascha Mehler

Professur für Archäologie des Mittelalters

Dr. Natascha Mehler hat zum Wintersemester 2020/2021 den Ruf auf die Professur für Archäologie des Mittelalters an der Philosophischen Fakultät angenommen. Mehler studierte Ur- und Frühgeschichte, Archäologie des Mittelalters- und der Neuzeit, Klassische Archäologie und Denkmalpflege an den Universitäten Regensburg, Wien, Amsterdam, Bergen und Bamberg. 

Nach dem Studium arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Isländischen Archäologischen Institut in Reykjavík, dort analysierte und archivierte sie archäologische Funde. Anschließend wechselte sie zur Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts nach Ingolstadt. 2008 promovierte sie am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Kiel. Ab 2008 arbeitete sie als Assistentin für Mittelalter- und Neuzeitarchäologie am Institut für Urgeschichte und Historische Archäologie an der Universität Wien. Dort habilitierte sie sich 2014 im Fach Urgeschichte und Historische Archäologie mit einer Arbeit zum Thema „Perspektiven der Historischen Archäologie: Methoden – Themen – Theorien“. Von 2015 bis 2018 war sie Nachwuchsgruppenleiterin am Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven, einem Forschungsmuseum der Leibniz-Gemeinschaft. Danach lehrte sie als Gastprofessorin an der Universität Wien. Darüber hinaus ist sie seit 2017 Honorary Reader (Gastdozentin) am Institute for Northern Studies der University of the Highlands and Islands (UHI) in Schottland. Seit September 2020 hat sie den Lehrstuhl für Archäologie an der Universität Tübingen inne. 

Mehler beschäftigt sich mit der materiellen Kultur des Mittelalters und der Neuzeit sowie mit methodischen Fragen. Ihre geographischen Schwerpunkte liegen in der Archäologie Deutschlands und Österreichs und den nordatlantischen Inseln (Island, Färöer, Grönland, Northern Isles of Scotland).

Text: Alisa Koch

Prof. Dr. Wiebke Meinhold

Professur für Altorientalische Philologie

Dr. Wiebke Meinhold (geb. 1977) hat zum Wintersemester 2020/2021 den Ruf auf die Professur für Altorientalische Philologie an der Philosophischen Fakultät angenommen. 

Meinhold studierte Assyriologie, Semitistik und Griechisch an den Universitäten Heidelberg, Leiden und Leipzig. 2006 promovierte sie im Fach Assyriologie an der Universität Heidelberg. Nach ihrer Promotion arbeitete sie an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Im Anschluss forschte sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für die Kulturen des Alten Orients der Universität Tübingen im DFG-Projekt „Das Erbrecht in Babylonien und Assyrien nach keilschriftlichen Quellen des 3. und 2. Jahrtausends v. Chr.“ und danach im DFG-Projekt „Pfründen in Babylonien in altbabylonischer Zeit (2000–1600 v. Chr.)“. Sie habilitierte sich 2019 an der Universität Tübingen mit einer Arbeit zum Thema „Erben und Vererben in der altbabylonischen Zeit (ca. 2000-1600 v. Chr.)“. Anschließend war sie als Mitarbeiterin am Institut für mesopotamische Studien der Universität Genf tätig.

Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen die in Keilschrift überlieferten Sprachen, besonders Akkadisch und Sumerisch, die altorientalische Rechts- und Sozialgeschichte sowie die Religion, Magie und Wahrsagekunst  in Mesopotamien.

Text: Alisa Koch

 

Zum Sommersemester 2020 begrüßen wir herzlich:

Professorin Dr. Martina Thiele

Professur für Medienwissenschaft mit Schwerpunkt Digitalisierung und Gesellschaftliche Verantwortung

Dr. Martina Thiele hat zum Sommersemester 2020 den Ruf auf die Professur für Medienwissenschaft mit Schwerpunkt Digitalisierung und Gesellschaftliche Verantwortung an der Philosophischen Fakultät angenommen. 

Sie studierte an der Georg-August-Universität Göttingen Slavische Philologie, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft sowie Politikwissenschaft und Germanistik. Am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig und promovierte mit einer Arbeit zu „Publizistischen Kontroversen über den Holocaust im Film“. 2001 wechselte sie ans Dortmunder Institut für Journalistik und arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Schwerpunktprogramm „Lesesozialisation bei Informationsmedien“. Nebenbei war sie journalistisch und beratend tätig, unter anderem für das Mediaconsulting Team.

Von 2003 bis 2020 forschte und lehrte Martina Thiele am Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Paris-Lodron-Universität Salzburg (PLUS). Zu ihren Schwerpunkten in Forschung und Lehre zählten Kommunikationstheorien, Mediensysteme im internationalen Vergleich, Kommunikations- und Mediengeschichte, Öffentlichkeiten sowie soziale Ungleichheit in und durch Medien. Professorin Thiele ist Mitherausgeberin der Zeitschrift „Journalistik“. Ihre Habilitationsschrift „Medien und Stereotype. Konturen eines Forschungsfeldes“ erschien 2015 in der Reihe Critical Media Studies des transcript-Verlages.

Professorin Thiele war seit 2010 Mitglied und später Vorsitzende des Interdisziplinären Expert*innenrates Gender Studies an der Universität Salzburg. Seit 2015 führt sie regelmäßig Studien im Auftrag der ORF-Mediaforschung und ORF-Gleichstellungskommission durch. Sie beantragte und leitete von 2016 bis 2020 die vom Land Salzburg geförderte Doctorate School geschlecht_transkulturell. Das Angebot einer Professur für Gender Studies an der PLUS erreichte sie zur selben Zeit wie der Ruf aus Tübingen. Seit Mai 2020 lehrt und forscht Martina Thiele am Tübinger Institut für Medienwissenschaft.

Text: Dr. Karl Guido Rijkhoek

Professorin Dr. Regula Forster

Professur für Islamische Geschichte und Kultur

Dr. Regula Forster wurde zum Sommersemester 2020 auf die Professur für Islamische Geschichte und Kultur an der Philosophischen Fakultät berufen.

Forster studierte Germanistik, Arabistik und Philosophie an den Universitäten Zürich, Tübingen und Birzeit. Nach ihrem Studium arbeitete sie als wissenschaftliche Assistentin am Deutschen Seminar der Universität Zürich. Von 2007 bis 2008 forschte Forster an der Universität Oxford (St Edmund Hall), gefördert wurde sie in dieser Zeit durch ein Stipendium für fortgeschrittene Forschende des Schweizerischen Nationalfonds. Im Anschluss wurde sie auf eine Juniorprofessur für Arabistik an der Freien Universität Berlin berufen, dort lehrte und forschte sie von 2008 bis 2016. Forster wurde 2015 im Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften an der Freien Universität Berlin habilitiert und erhielt die venia legendi für Arabistik und Islamwissenschaft. Ihre Habilitationsschrift verfasste sie über das Thema „Wissensvermittlung im Gespräch. Eine Studie zu klassisch-arabischen Dialogen“.

2016 erhielt Forster eine Förderungsprofessur des Schweizerischen Nationalfonds, seitdem leitet sie an der Universität Zürich ein Projekt zum Thema „Zwischen Religion und Alchemie“. Das Projekt untersucht das Leben des marokkanischen Gelehrten und Alchemisten Ibn Arfaʿ Raʾs, seine Werke und ihre breite Rezeption in der arabisch-islamischen Welt. Im Zentrum steht die Frage, wie traditionelle religiöse Gelehrsamkeit in der arabisch-islamischen Welt mit einer Geheimwissenschaft wie der Alchemie zu vereinbaren war. 2018 wurde sie erneut auf eine Professur für Arabistik an der Freien Universität Berlin berufen. 

Zu Forsters Forschungsinteressen zählen die Geschichte und Kultur der vormodernen arabischen Welt, die Natur- und Geheimwissenschaften insbesondere die Alchemie, der Dialog als literarische Form und die wissensvermittelnde Literatur. Zudem forscht sie zum Koran und dessen Interpretation sowie zum west-östlichen Kulturkontakt.

Text: Alisa Koch

Zum Wintersemester 2019/20 begrüßen wir herzlich:

Jun.-Prof. Dr. James Griffiths

Juniorprofessur für Linguistik des Englischen

Dr. James Griffiths (geb. 1985) wurde zum Wintersemester 2019/2020 auf die Juniorprofessur für Linguistik des Englischen an der Philosophischen Fakultät berufen. Er studierte Philosophie und Linguistik an der University of Sheffield in England und an der Universität Leiden in den Niederlanden. 2015 wurde er in Linguistik an der Universität Groningen in den Niederlanden am Zentrum für Sprache und Kognition promoviert. Von 2016 bis 2018 arbeitete er als Postdoktorand an der Universität Konstanz. Anschließend lehrte er dort englische Linguistik und forschte als Associated Research Fellow am Zukunftskolleg der Universität Konstanz. Zuletzt war er Dozent an der Universität Leiden für die Studiengänge Linguistik sowie Englische Sprache und Kultur.

Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich von Syntax und Spracherwerb. Griffiths untersucht die Wirkung von Diskursstruktur auf Grammatikalität und die Variation von Wortreihenfolge zwischen und innerhalb von Sprachen. 

Text: Alisa Koch

Zum Sommersemester 2019 begrüßen wir herzlich:

Jun.-Prof. Dr. Christina Brauner

Dr. Christina Brauner (geb. 1989) wurde zum Sommersemester 2019 auf die Juniorprofessur für Globalgeschichte des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit an der Philosophischen Fakultät berufen. Sie studierte Geschichte und Philosophie an der Universität Münster und promovierte 2014 mit einer Arbeit über europäisch-afrikanische Beziehungen und Verflechtungsprozesse an der Gold- und Sklavenküste im 17. und 18. Jahrhundert. Bevor sie nach Tübingen berufen wurde, arbeitete sie an der Universität Münster, der Universität Bielefeld sowie zuletzt an der Humboldt-Universität zu Berlin und forschte als Gastwissenschaftlerin an der Princeton University und am University College London.

In ihrem aktuellen Buchprojekt untersucht sie Praktiken der Werbung zwischen dem 15. und dem 18. Jahrhundert. Sie rekonstruiert, wie Dinge bewertet, beworben und verkauft wurden und was Menschen zu Konkurrenten machte, und nimmt so Märkte als soziale Handlungsräume in den Blick. Das Projekt zielt auch darauf, gängige Gegenüberstellungen von "moderner" und "vormoderner" Ökonomie zu hinterfragen, die bis heute unser Denken über Märkte und mögliche Alternativen bestimmen.

Daneben leitet sie im Bielefelder SFB 1288 "Praktiken des Vergleichens" ein Projekt zur Rechtsprechung in frühneuzeitlichen Kontaktzonen und arbeitet im Rahmen des DFG-Netzwerks "Versprechen der Märkte" an einer Monographie zur Wirtschaftskulturgeschichte der Frühen Neuzeit mit. Weitere Forschungsinteressen sind die Geschichte des Völkerrechts und der Außenbeziehungen, die religiöse Polemik sowie die Geschichtstheorie. Foto: Friedhelm Albrecht / Universität Tübingen