Institut für Medienwissenschaft

12.06.2019

Radio Micro-Europa: Sendung (230) „Leben ohne Müll“

Am Sonntag, den 16. Juni 2019 von 12 bis 13 Uhr im Freien Radio Wüste Welle 96,6 – Kabel: 97,45 Mhz, auch als Live-Stream im Internet.

Der Link zum Anhören im Internet: vergil.uni-tuebingen.de/microeuropa micro-europa.de Live-Stream

Moderation: Patrick Lässing 
Technik: Aaron Geiger
Autor*innen: Tabea Brietzke, Pia Grupp, Patrick Lässing, Nanina Ollig, Anna Katharina Turba
Redaktion: Ulrich Hägele

Inhalt der Sendung
In vielen Innenstädten sind überfüllte Mülleimer ein normaler Anblick. Damit der Müll nicht auf dem Boden landet, wird hier auch gerne kunstvoll gestapelt. So viel Müll kann definitiv nicht gut für unsere Umwelt sein. Für diese Sendung haben sich unsere Autorinnen und Autoren auf den Weg gemacht und Möglichkeiten gesucht, weniger Abfall zu produzieren.

01 Über acht Milliarden Tonnen Plastik hat die Menschheit laut einer neuen Schätzung bereits produziert. Recycelt wurde davon allerdings nur ein Bruchteil und die Produktionsmengen steigen weiter an. Allein in Deutschland wird der jährliche Verbrauch an Plastik pro Person auf über 37 Kilo geschätzt. Schauspielerin Sina Wilke möchte diesen Verbrauch nicht länger unterstützen. Ihre Erfahrungen mit einem plastikfreien Leben hat sie mit Nanina Ollig geteilt.

02 Muss eine leere Flasche zwangsweise im Altglascontainer landen oder kann man ihr anders neues Leben einhauchen? Menschen, die Upcycling betreiben, beantworten diese Frage ganz klar mit ja. Denn bei der Wiederverwertung von alten Dingen oder Müll ist der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Das Konzept Upcycling hat seit zwei Jahren auch einen festen Platz in Tübingen. Tabea Brietzke über den Laden „Neckarpirat“, in dem aus alten Dingen kleine Kunstwerke entstehen.

03 Einer Flasche kann man eine neue Funktion geben, statt sie einfach achtlos wegzuwerfen. Da freut sich auch die Flasche selbst viel mehr! Wie? Flaschen können sich nicht freuen? Falsch gedacht! Denn was einer Flasche so Zeit ihres Lebens durch den Kopf geht, hört ihr in „Die Geschichte einer Flasche“, ein Hörspiel von Katharina Turba.

04 Ein Leben mit weniger Müll klingt realistisch, aber ein Leben ganz ohne Müll? Ist das überhaupt möglich? Das wäre doch viel zu schön, um wahr zu sein. Und doch gibt es Projekte, die genau dieses Ziel verfolgen. Eines davon ist „Cradle to Cradle“, eine Organisation, die auch hier in Tübingen vertreten ist. „Cradle to Cradle“ bedeutet „von der Wiege zur Wiege“ und meint, dass Produkte nie zu Müll werden, sondern immer wieder verwendet werden können. Was genau das bedeutet, erfahren wir in einem weiteren Beitrag von Tabea Brietzke.

05 Ein ökologischerer Lebensstil, der auch den sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen beinhaltet, ist ebenso wichtig, wie der richtige Umgang mit Müll. Vielen ist das aber zu aufwendig oder sie glauben, dass man alleine sowieso nichts erreichen kann. Doch fangen nicht alle großen Dinge mal klein an? Wie es um unsere Erde gerade wirklich steht, wo die Baustellen liegen und was dagegen getan wird, zeigt Pia Grupp in dem Hörspiel „Patient Erde“.

06 Für alle, die gerne etwas ändern wollen, aber nicht so ganz wissen wie, hält unser letzter Beitrag vielleicht eine Lösung parat. Wolfgang M. Heckl beschreibt in seinem Buch „Die Kultur der Reparatur“ unter anderem die Probleme, die unökologischer Lebensstil verursacht. Zusätzlich will er zum Um- und Nachdenken anregen und gibt dafür zahlreiche Tipps. Patrick Lässing hat das Buch gelesen, um herauszufinden, ob sich darin vielleicht der Schlüssel zu einem „Leben ohne Müll“ verbirgt.

Musik
01 Nouvelle Vague – „Dance With Me“ (2006)
02 Ariana – Fun Fair (2017)
03 Sex Pistols – Seventeen (1977)
04 The Architect – Les Pensées (2013)
05 The Beatles – I’ve got a feeling (1970)
06 Charles Trenet – „L’âme des poètes“ (1951)
07 Durand Jones & The Indications – Make a Change (2017)
08 Orgone – Bulletproof (2017)
 

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