Über uns

Wie gut fördert das Bildungssystem Begabungen und Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden, insbesondere in Mathematik und Naturwissenschaft? Wie lassen sich Unterschiede in der Unterrichtsqualität valide erfassen? Wie stark werden Motivation und Persönlichkeit junger Menschen durch Schule und Universität geprägt? Und wie lässt sich beispielsweise die Motivation steigern? Dies sind einige der Fragen, denen wir uns am Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung widmen.

Wir arbeiten mit anspruchsvollen Studiendesigns an den besten Antworten auf wirklich wichtige Fragen und nutzen dazu systematisch den Wissensschatz aus Psychologie, Erziehungswissenschaft und verwandten Disziplinen. Bei den Analysen setzen wir die besten Verfahren der Disziplin ein und entwickeln diese nötigenfalls selbst, um belastbare Aussagen zu Lehr-Lernprozessen sowie deren Konsequenzen machen zu können. Wir folgen dem Leitbild einer gesellschaftlich verantwortungsvollen „nutzeninspirierten Grundlagenforschung“, die einen Schwerpunkt der Universität Tübingen darstellt und ihr Zukunftskonzept von "Research – Relevance – Responsibility" prägt.

Das Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung wurde im September 2014 als eigenes Forschungsinstitut innerhalb der Universität Tübingen gegründet. Rund 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bearbeiten hier grundlegende gesellschaftlich relevante Fragen von Bildungsprozessen mit anspruchsvollen Methoden. Eine großzügige Zuwendung der Hector Stiftung II stellt die wesentliche Grundlage für die wissenschaftliche Arbeit des Instituts dar. Zudem stellt das Land Baden-Württemberg Mittel für eine in das Institut integrierte, international angelegte Postdoktorandenakademie zur Verfügung. Durch diese besonderen Förderungen erhält die Empirische Bildungsforschung am Standort Tübingen eine breite und kontinuierliche Basis.

Unser Forschungsansatz

Das Leitbild unserer Arbeit ist gekennzeichnet durch einen evidenz-basierten, international orientierten und integrierten Ansatz. Wir fordern eine empirische Absicherung von Aussagen über die Qualität von Bildungsangeboten und Bildungsprozessen ein und möchten zu dieser Absicherung beitragen. Dabei bedienen wir uns derjenigen methodischen Verfahren der Bildungsforschung, die als besonders aussagekräftig angesehen werden. Als Teil einer internationalen Gemeinschaft von Bildungsforscherinnen und Bildungsforschern präsentieren wir unsere Forschung in einem internationalen Umfeld.

Empirische Bildungsforschung ist für viele Bereiche des Bildungssystems bedeutsam, und viele unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen sind für unsere Arbeit relevant – wir pflegen deshalb einen intensiven Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Bereichen der Psychologie und Erziehungswissenschaft, aber beispielsweise auch aus der Mathematik, den Sprachwissenschaften, der Statistik, der Ökonomie und der Sportwissenschaft.