Schon im Alter von sechs Jahren begann Sara-Joy Bauer mit Judo. Was zunächst vor allem aus einem praktischen Gedanken heraus entstand, entwickelte sich schnell zu einer großen Leidenschaft. Ihr Vater wollte ihr ursprünglich beibringen, bei Stürzen reflexartig richtig abzurollen und Verletzungen zu vermeiden. Doch schon bald fand Sara-Joy Gefallen am Judo und blieb dem Sport treu.
Mit zunehmendem Alter wurde aus dem Hobby Leistungssport. Durch gute Leistungen bei Turnieren wurde Sara-Joy früh von Trainern und Verantwortlichen gesichtet und für Lehrgänge nominiert. Bereits im Alter von 13 Jahren nahm sie erstmals an einem Lehrgang des deutschen Nationalteams teil. Diese Erfahrungen motivierten sie, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und sich sportlich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Mit 16 Jahren folgte der nächste große Schritt: Sara-Joy zog an das Sportinternat am Olympiastützpunkt Stuttgart und wechselte gleichzeitig an die Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule. Die Kombination aus Schule und professionellen Trainingsbedingungen ermöglichte es ihr, den Leistungssport noch stärker in ihren Alltag zu integrieren. 2025 schloss sie dort erfolgreich ihr Abitur ab.
Seit 2026 startete Sara-Joy Bauer im Erwachsenenbereich. Der Wechsel in die Erwachsenenklasse stellt einen neuen Abschnitt ihrer sportlichen Laufbahn dar, bringt neue Herausforderungen mit sich, aber bietet gleichzeitig auch die Möglichkeit, sich langfristig im nationalen und internationalen Judosport zu etablieren.
Neben dem Leistungssport absolviert Sara-Joy Bauer ab dem WS 2026/2027 ein Studium der Psychologie (B.Sc.) an der Universität Tübingen. Die Universität ermöglicht es ihr dabei, weiterhin am Olympiastützpunkt Stuttgart zu trainieren und den Leistungssport mit ihrer akademischen Ausbildung zu verbinden. Mit dem Studium möchte Sara-Joy ein fundiertes Verständnis für psychologische Fragestellungen und Prozesse entwickeln und dieses Wissen später nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch anwenden und weitergeben.