Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung

Science on the Dance Floor

Wie erleben wir Menschen unsere eigenen Bewegungen? Und was kann die Wissenschaft aus den Erfahrungen lernen, die jede:r Tänzer:in macht?

"Science on the Dance Floor" verbindet kognitive Neurowissenschaft und kreative Bewegungspraxis. Hier gehen wir der Frage nach, wie wir unsere eigenen Bewegungen bewusst wahrnehmen. Dabei entsteht eine dynamische Verbindung aus Wissenschaft und Tanz, die dazu einlädt, sich zu bewegen, zu spüren, zu hinterfragen – und das eigene Körperbewusstsein neu zu entdecken. Kreativität, Selbsterforschung und Ausdruck treffen auf Wissen!

 

Public Engagement: Wissenschaft im Dialog mit Tänzer:innen

In interaktiven Workshops unter wissenschaftlicher Begleitung werden die Teilnehmer:innen eingeladen, ihre Körperempfindungen zu reflektieren und in einen dynamischen Wissensaustausch einzutreten. Das Angebot richtet sich an alle, die sich mit Bewegung beschäftigen – ob Tanz, Schauspiel, Sport, Therapie, Embodiment oder einfach aus Neugier. Dieses Projekt vermittelt nicht nur aktuelle Forschung, sondern fördert auch die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Kunst.

Unser Ziel

Unser Ziel ist es, unsere Forschung darüber, wie man Bewegungsempfinden messen und möglicherweise verbessern kann, mit jenen zu teilen, die tagtäglich mit Bewegung und Körperwahrnehmung arbeiten oder darüber nachdenken: Tänzerinnen, Schauspielerinnen, Sportlerinnen und Bewegungsexpertinnen im weiteren Sinne. Dabei möchten wir diesem Publikum eine fundierte theoretische Grundlage sowie den aktuellen Stand der Wissenschaft über motorisches Bewusstsein vermitteln.

Gleichzeitig ist es uns ein wichtiges Anliegen, in einen Austausch zu treten: Wir wollen von den Erfahrungen und Perspektiven der Gruppen lernen, die sich intensiv mit Bewegung und Körperbewusstsein beschäftigen, und erforschen, wie ihre Herangehensweisen die wissenschaftlichen Methoden bereichern oder weiterentwickeln könnten.

Aktuelle Informationen

#metacognition
#PublicEngagement

Unsere Fragen

Haben Tänzer:innen und andere „Bewegungsexpert:innen“ ein verfeinertes oder präziseres Bewusstsein für ihre eigenen Bewegungen als Menschen ohne Tanzerfahrung?

Wie kann man eine wissenschaftliche Studie zur Genauigkeit dieses Bewegungsempfindens durchführen?

Was haben Tänzer:innen in ihrer Ausbildung gelernt?

Können wir unser motorisches Bewusstsein bereits in einer einzigen introspektiven Sitzung verbessern?

… und viele mehr!


Hintergrund

"Science on the Dance Floor" ist and der Schnittstelle zwischen kognitiver Neurowissenschaft und Bewegungspraxis. Die Neurowissenschaft hat uns dabei geholfen, im Detail zu verstehen, wie unser Gehirn den Körper bewegt. Doch der Großteil dieser Forschung konzentriert sich darauf, wie das Gehirn Bewegungsbefehle sendet und korrigiert – und vernachlässigt dabei unsere subjektive Erfahrung, in einem sich bewegenden Körper zu sein.

  • Wie weiß das Gehirn eigentlich, wie es unseren Körper bewegt?
  • Wie viel kann das Gehirn überhaupt bewusst über diesen Prozess wissen – und was läuft unbewusst ab?
  • Gibt es Grenzen unserer Introspektion?

 

Das Konzept der motorischen Metakognition

Das Projekt erforscht motorische Metakognition – also die bewusste Wahrnehmung und Einschätzung der eigenen Bewegungen – durch eine Verbindung von wissenschaftlicher Forschung und Tanzpraxis


Ein Projekt des Hector-Instituts für Empirische Bildungsforschung, Eberhard Karls Universität Tübingen, unter der Leitung von Dr. Elisa Filevich.
Gefördert durch die Volkswagen Stiftung. 
Mit freundlicher Utnerstützung durch das Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik, Humboldt-Universität zu Berlin.