Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung

Aktuelles

31.07.2014

Abgeschlossene Promotionen

In den Jahren 2013 und 2014 haben folgende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Empirische Bildungsforschung und Pädagogische Psychologie ihre Promotion erfolgreich abgeschlossen:

Christiane Fiege promovierte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena zum Thema „Faire Vergleiche in der Schulleistungsforschung – Methodologische Grundlagen und Anwendung auf Vergleichsarbeiten“. In ihrer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Arbeit zeigte sie unter anderem, dass die derzeit im Kontext von landesweiten Vergleichsarbeiten eingesetzten statistischen Adjustierungsverfahren zur Berechnung „fairer Vergleiche“ den Anforderungen an kausale Schlüsse nicht gerecht werden. Realistisch hingegen sind „fairere Vergleiche“, die als deskriptive Maße im Kontext von Low-Stakes Assessment Systemen informativen Nutzen haben.

Anna-Lena Dicke schloss ihre Promotion an der Abteilung Empirische Bildungsforschung und Pädagogische Psychologie am 10. Mai erfolgreich ab. Das Thema ihrer Doktorarbeit lautet „Students' Academic Interests: Influences of Academic Tracking, Curriculum and the Teacher“. Dafür erforschte sie, inwieweit Merkmale der Schulorganisation sowie des Lehrerverhaltens die Entwicklung von schulischen Interessen bei Sekundarschülerinnen und -schülern beeinflussen. Auf der diesjährigen Konferenz der American Educational Research Association (AERA) in San Francisco gewann Anna-Lena Dicke einen Travel Award der Special Interest Group "Motivation and Education".

Bettina Sonnenberg promovierte im Fach Soziologie an der Freien Universität Berlin. Sie war Doktorandin und Stipendiatin der International Max Planck Research School on the Life Course (LIFE) sowie externe Doktorandin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (Abteilung Sozio-oekonomisches Panel SOEP). Im Rahmen ihrer Promotion verbrachte Bettina Sonnenberg einen mehrmonatigen Forschungsaufenthalt am Institute for Social Research (ISR) der University of Michigan, Ann Arbor, USA. Ihre Doktorarbeit mit dem Titel „Unemployment and Social Involvement: Dependencies and Mechanisms“ widmet sich auf Basis der Längsschnittdaten des Sozio-oekonomischen Panels der Frage, inwiefern Arbeitslosigkeit zu einem Rückzug aus sozialen Aktivitäten und Gruppen und damit zu einer Verringerung der sozialen Einbindung führt.

Norman Rose promovierte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Thema seiner Doktorarbeit sind fehlende Werte in psychologischen und bildungswissenschaftlichen Testverfahren. Dafür erforschte er deren Auswirkungen auf die Schätzung von Testwerten (Personenparameter) sowie Kennwerten zur Beurteilung von Tests bzw. Testaufgaben (Itemparameter). Er entwickelte modellbasierte Verfahren, um Verfälschungen in Testergebnissen aufgrund fehlender Werte zu korrigieren.

Eunike Wetzel promovierte von Januar 2011 bis Mai 2013 an der Professur für Psychologie mit Schwerpunkt Methoden der empirischen Bildungsforschung (Prof. Dr. Claus H. Carstensen) der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. In ihrer Dissertation mit dem Titel „Investigating response styles and item homogeneity using item response models“ untersuchte Eunike Wetzel drei Einflussfaktoren auf die Messung von Traits und Kompetenzen: 1) interindividuelle Unterschiede in der Verwendung der Antwortskala (response styles), 2) Differential Item Functioning zwischen Subgruppen von Probanden und 3) Messinvarianz von Items über Messzeitpunkte hinweg.

Alena Friedrich schloss am 14.02.2014 ihre Promotion erfolgreich ab. Der Titel ihrer Dissertation lautete "Lehrererwartungen im Unterricht: Dimensionalität, Vorhersagekraft für Schulleitungen und die Rolle von Schüler-Selbstkonzepten".

Richard Göllner konnte am 28.05.2014 seine Promotion erfolgreich abschließen. Seine Dissertation mit dem Titel „Persönlichkeit und emotionale Entwicklung im Kontext Schule“ beschäftigte sich mit der Frage, inwiefern die „Schule“ nicht nur Wissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten produziert, sondern gleichfalls Einfluss auf die gesamte „Persönlichkeit“ junger Menschen bzw. deren „psychosoziale Entwicklung“ nimmt.

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