Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung

PINGUIN

für Lehrkräfte und Grundschulen

Für Schulen und Lehrkräfte bietet PINGUIN die Möglichkeit, bereits früh im ersten Schuljahr differenzierte Informationen über Lernausgangslagen und kognitive Potenziale zu erhalten. Diese Informationen können helfen, Unterricht und Förderung gezielter auszurichten, Stärken sichtbar zu machen und Unterstützungsbedarfe früher zu erkennen. 

Für Lehrkräfte kann PINGUIN zudem eine strukturierte Grundlage bieten, um die Heterogenität in der Klasse systematischer zu betrachten. Die individuellen Rückmeldungen zu Beginn und am Ende der ersten Klasse eröffnen die Chance, Lernverläufe besser nachzuvollziehen und Entwicklungen im Blick zu behalten. 

Für Kinder ist PINGUIN kindgerecht angelegt. Die Aufgaben werden am Tablet bearbeitet, die Instruktionen erfolgen auditiv, und die Durchführung ist so gestaltet, dass sie verständlich und motivierend erlebt wird. 


Wie kann ich PINGUIN einsetzen?

PINGUIN befindet sich aktuell noch in der Entwicklung. Interessierte Schulen haben jedoch die Möglichkeit, das Instrument im Schuljahr 2026/2027 kostenlos mit ihren ersten Klassen zu erproben. 

Lehrkräfte erhalten dabei individuelle Rückmeldungen zur Lernausgangslage und zum kognitiven Potenzial der Kinder auf Modulebene – jeweils zu Beginn und am Ende der 1. Klasse.  

Der Einsatz erfolgt im Rahmen einer begleiteten, studienähnlichen Nutzung. 

Ablauf & Mitwirkung
  • Lehrkräfte nehmen verbindlich an einer vorbereitenden Online-Schulung teil (ca. 60–90 Minuten).
  • Die Testungen werden anschließend eigenständig in der Schule durchgeführt.
  • Lehrkräfte unterstützen die organisatorischen Abläufe rund um die Auswertung und führen Teilnahmelisten.
Organisation durch die Schule
  • Die Schule bzw. die Lehrkräfte führen Schüler*innenteilnahmelisten zur Dokumentation der Teilnahme.
  • Für die Zuordnung der Daten werden individuelle, pseudonymisierte Codes verwendet.
  • Die Teilnahme muss zuverlässig dokumentiert werden, damit die Ergebnisse korrekt zugeordnet werden können. 
Ergebnisrückmeldungen
  • Die Ergebnisrückmeldungen können derzeit noch nicht automatisiert über die Software bereitgestellt werden.
  • Sie werden vom Projektteam manuell aufbereitet und den Schulen anschließend zur Verfügung gestellt.
  • Die Rückmeldungen erfolgen auf Modulebene für jedes teilnehmende Kind. 

Inhalte des Tests

PINGUIN besteht aus den vier Modulen Kognitives Potenzial, Sprache, Schriftsprache und Mathematik. Die Module werden im Rahmen einer Sitzung am Tablet bearbeitet und sind kindgerecht gestaltet.
 

Hier können Sie und Ihre Schüler*innen einen kurzen Eindruck von PINGUIN gewinnen. In diesem kurzen Video lernen die teilnehmenden Kinder PINGUIN Flocke kennen. Gemeinsam mit seinen Freunden zeigt er, wie die Aufgaben und Spiele am Tablet ablaufen, sodass sich die Erstklässler*innen auf die Durchführung von PINGUIN einstellen können.

Zum Video


Voraussetzungen für interessierte Schulen

Damit PINGUIN im Schuljahr 2026/2027 eingesetzt werden kann, müssen einige technische sowie organisatorische Voraussetzungen erfüllt sein. Diese stellen eine reibungslose Durchführung und eine korrekte Ergebnisrückmeldung sicher.

Organisatorische und administrative Voraussetzungen
  • Die durchführenden Lehrkräfte nehmen verbindlich an einer vorbereitenden Online-Schulung teil, um den Ablauf vor Ort sicher umzusetzen.
  • Die Schule benennt eine Ansprechperson, die die Organisation koordiniert und mit dem Projektteam abstimmt.
  • Die Eltern werden vorab informiert und geben eine schriftliche Einverständniserklärung zur Teilnahme ihrer Kinder ab.
  • Die Schule bzw. die Lehrkräfte führen Schüler*innen-Teilnahmelisten, mit deren Hilfe die Ergebnisse den einzelnen Kindern korrekt zugeordnet werden können.
  • Die Teilnahme der Kinder wird über individuelle, pseudonymisierte Schüler*innen-Codes organisiert. 
Technische Voraussetzungen
  • Die Schule stellt ausreichend Tablets für die teilnehmenden Kinder zur Verfügung – eine Teilnahme ist nur mit Tablets möglich.
  • Die benötigte Software, um PINGUIN abspielen zu können, (Inquisit) muss auf den Geräten installiert werden können (Administratorrechte erforderlich).
  • Jedes teilnehmende Kind einer Kleingruppe benötigt Kopfhörer.
  • Ein stabiler Internetzugang ist wenigstens vor und nach der Testung erforderlich. Während der Testung selbst ist kein Internetzugang unbedingt erforderlich. 

Rückfragen und Kontakt

Für interessierte Lehrkräfte und Grundschulen bieten wir kurze Informationsveranstaltungen (ca. 20 Minuten) via Zoom. Bitte wählen Sie sich zum gewünschten Slot ein:

KW20, Dienstag, 12.05.2026, 16:00 Uhr

KW21, Montag, 18.05.2026, 16:30 Uhr 

Fragen & Antworten

Was ist PINGUIN?

PINGUIN steht für „Potenzialidentifikation IN der GrUndschule" und ist ein modular aufgebautes, tabletbasiertes Messinstrument zur Erfassung der Lernausgangslage und des kognitiven Potenzials von Erstklässler*innen. Die Testung ist kindgerecht gestaltet, in Gruppen durchführbar und dauert ca. 45 bis 60 Minuten. Lehrkräfte erhalten im Anschluss individuelle Ergebnisrückmeldungen auf Modulebene (Kognitives Potenzial, Sprache, Schriftsprache, Mathematik). 

Für wen ist PINGUIN gedacht?

PINGUIN richtet sich an Grundschulen bzw. Lehrkräfte der 1. Klasse, die ihre Schüler*innen zu Beginn der Schulzeit diagnostisch begleiten und standardisierte, handhabbare Informationen über die Lernausgangslage und kognitiven Potenziale ihrer Klasse erhalten möchten. 

Kann meine Schule PINGUIN im Schuljahr 2026/2027 einsetzen?

Ja – unter bestimmten Rahmenbedingungen. Da sich PINGUIN noch in der Entwicklung befindet, handelt es sich nicht um einen flächendeckenden Einsatz. Die Teilnahme ist freiwillig und setzt die Erfüllung technischer und organisatorischer Voraussetzungen voraus. Bitte füllen Sie bei Interesse das auf der Website verlinkte Formular aus. 

Handelt es sich beim Einsatz im Schuljahr 2026/2027 um eine wissenschaftliche Studie?

Das Vorgehen ist studienförmig organisiert, zielt aber nicht primär auf die Erhebung von Forschungsdaten. Hintergrund ist technischer Natur: Die automatisierte Bereitstellung individueller Ergebnisrückmeldungen über die App ist noch nicht verfügbar. Für die manuelle Aufbereitung und korrekte Zuordnung müssen die Testergebnisse auf einem zentralen Server zusammengeführt werden – das erfordert individuelle Pseudonyme und Einverständniserklärungen der Eltern. Der Aufwand für Schulen wird dabei so gering wie möglich gehalten. 
 

Welche technische Ausstattung wird benötigt?

Benötigt werden: ausreichend Tablets für alle teilnehmenden Kinder, eine Internetverbindung zum Herunterladen der App, Administratorrechte auf den Geräten zur Installation der App (Inquisit) sowie Kopfhörer für jedes Kind. Eine Installationsanleitung wird bereitgestellt. PINGUIN wird voraussichtlich ab August zum Herunterladen verfügbar sein. 

Welche organisatorischen Voraussetzungen muss die Schule erfüllen?

Erforderlich sind: Teilnahme an einer Online-Schulung zur Testdurchführung (ca. 60–90 Minuten), Einholung der Einverständniserklärungen der Eltern (Vorlagen werden bereitgestellt) sowie das Führen einer Teilnahmeliste mit Pseudonymen und einigen sozio-demographischen Angaben zu den Schüler*innen. Weitere Fragebögen oder zusätzliche Erhebungen – wie in der Begleitstudie des Entwicklungsprojekts – sind nicht vorgesehen. 

Wie aufwendig ist die Durchführung für Lehrkräfte?

Der Aufwand wird so gering wie möglich gehalten, eine gewisse Einarbeitung in die Tests lässt sich jedoch nicht vermeiden. Die eigentliche Testdurchführung dauert ca. 45 bis 60 Minuten pro Klasse. Hinzu kommen die Online-Schulung, das Vorbereiten der Geräte, das Einholen der Einverständniserklärungen und das Führen der Teilnahmeliste. Zusätzliche Fragebögen oder nennenswerter Mehraufwand sind nicht vorgesehen – im Vergleich zu einer klassischen Studie bleibt der organisatorische Aufwand damit minimal. 

Wann sollte PINGUIN in den Klassen eingesetzt werden?

Es ist vorgesehen, dass PINGUIN zwischen dem Beginn der Schulzeit und dem Beginn der Herbstferien eingesetzt wird. Nur so lassen sich die Ergebnisse aussagekräftig aufbereiten.

Welche Rückmeldungen erhalten Lehrkräfte?

Lehrkräfte erhalten individuelle Ergebnisrückmeldungen für jedes Kind ihrer Klasse, die zeigen, wie das einzelne Kind in den vier PINGUIN-Modulen (Kognitives Potenzial, Sprache, Schriftsprache, Mathematik) abschneidet. Ergänzt werden die Berichte durch ein Kurz-Kompendium evidenzbasierter Fördermaßnahmen für den unteren und oberen Leistungsbereich. Die Rückmeldungen werden derzeit nicht automatisiert über die App, sondern manuell vom PINGUIN-Team erstellt und den teilnehmenden Klassen kurz nach den Herbstferien zur Verfügung gestellt.

Müssen Eltern der Teilnahme zustimmen?

Ja. Da personenbezogene Daten (Testergebnisse) der Kinder verarbeitet werden, ist die schriftliche Einverständniserklärung der Eltern erforderlich; Vorlagen stellt das PINGUIN-Team bereit. Die Teilnahme ist für jedes Kind freiwillig – Kinder ohne Einverständniserklärung nehmen nicht an der Testung teil. Das Einholen der Einverständniserklärungen liegt in der Verantwortung der teilnehmenden Lehrkräfte.

Entstehen für die Schule Kosten?

Nein. Die Teilnahme an PINGUIN ist für Schulen kostenlos.

Ist PINGUIN bereits fertig entwickelt?

Nein. PINGUIN befindet sich noch in der Entwicklung. Das dreijährige Entwicklungsprojekt läuft von 2024 bis 2027. Das Instrument wurde allerdings bereits in mehreren Erprobungsphasen mit über 5.000 Kindern eingesetzt und zeigt sehr gute psychometrische Eigenschaften. Die Entwicklung umfasst jedoch weiterhin laufende Validierungs- und Normierungsarbeiten sowie technische Optimierungen. Die Möglichkeit, PINGUIN im Schuljahr 2026/2027 einzusetzen, besteht daher unter den beschriebenen Rahmenbedingungen.