Institut für Sportwissenschaft

Larissa Gaiser

Sportart: Speedskating
Studiengang: Englisch und Spanisch (Bachelor of Education)

Seit 2004 bin ich auf den acht Rollen unterwegs. Das Speedskaten kann man sich wie Eisschnelllaufen auf Rollen vorstellen, jedoch mit Starterfeldern von bis zu 50 Sportler gleichzeitig. Das Faszinierende für mich war am Speedskating schon immer die Geschwindigkeit (bis zu 40 km/h), aber auch das taktische Geschick und der Teamgedanke, den man bei großen Meisterschaften, z.B. Starts für das Nationalteam, mitbringen muss.

Lange habe ich in meinem Heimatort Bernhausen trainiert, bis dies ab einem gewissen Leistungsstand aufgrund nicht optimaler Trainingsstätten unmöglich wurde. Also habe ich den Verein ins etwa 30min entfernte Großbettlingen gewechselt und dort weitere zwei Jahre unter verbesserten, jedoch auch nicht optimalen Trainingsbedingungen trainiert. Die letzten zwei Jahre habe ich in Geisingen, nahe Tuttlingen, trainiert und gelebt, da dort mit einer überdachten Speedskatebahn optimale Bedingungen gegeben sind. Mein Trainingspensum beträgt bis zu 25 Wochenstunden, da eine gute Balance zwischen Kraft und Ausdauer geschaffen werden muss. Deshalb bin ich der Universität Tübingen jetzt schon dankbar, dass sie mich dabei unterstützt, Sport und Studium erfolgreich zu kombinieren.

Begonnen mit kleinen Erfolgen wie dem Sieg der Baden-Württembergischen Meisterschaften 2008 folgten schon im frühen Alter auch Medaillen bei Deutschen Meisterschaften und die Aufnahme in den D-Kader der Nationalmannschaft (2011). Mit 14 Jahren folgte die erste Teilnahme an den Europameisterschaften (2013), mit 17 Jahren die erste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft (2016).

Momentan ist mein größtes Ziel die Teilnahme beziehungsweise eine Medaille bei den World Games. Mein Ziel ist es, 2021 dabei zu sein und möglichst optimale Ergebnisse erzielen zu können. Nächstes Jahr wird unsere Sportart zum ersten Mal Teil der Youth Olympic Games sein. Die Hoffnung, einmal olympisch zu werden, ist groß und der Ansporn, dann dabei zu sein und dafür weiter zu trainieren, umso größer.