Uni-Tübingen

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24.09.2026

Neue Forschungsgruppe in der Medizin zu kutanem Lupus

Unter der Leitung der Tübinger Dermatologin Professorin Claudia Günther untersucht ein neuer Forschungsverbund der Deutschen Forschungsgemeinschaft die Krankheitsmechanismen des kutanen Lupus erythematodes – Ziel sind Grundlagen für neue therapeutische Ansätze

Claudia Günther von der Universitäts-Hautklinik Tübingen ist die Sprecherin der neuen Forschungsgruppe.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert eine neue Forschungsgruppe zur Erforschung des kutanen Lupus erythematodes, einer Autoimmunerkrankung der Haut. Sprecherin des Verbundprojekts „Untersuchung der Immunpathogenese des kutanen Lupus erythematodes“ (FOR 6059) ist Professorin Claudia Günther von der Universitäts-Hautklinik Tübingen. Hauptmitbeteiligt ist die Universitäts-Hautklinik der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Mit Forschungsgruppen fördert die DFG die Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die gemeinsam aktuelle Fragestellungen ihres Fachgebiets bearbeiten und neue Forschungsrichtungen etablieren. Der Förderzeitraum umfasst in der Regel bis zu acht Jahre, aufgeteilt in zwei Förderperioden von je vier Jahren.

Der kutane Lupus erythematodes kann sich in unterschiedlichen Formen äußern und mitunter zu starken Schmerzen und Vernarbungen der Haut führen. Auch Haarausfall kann auftreten. Gerade die bleibenden und sichtbaren Veränderungen können die Lebensqualität der Betroffenen im Alltag erheblich beeinträchtigen. Trotz der klinischen Bedeutung der Erkrankung bestehen weiterhin große Wissenslücken. So sind die molekularen Grundlagen des kutanen Lupus bislang nur unvollständig verstanden. Auch die unterschiedlichen beobachtbaren Subtypen der Erkrankung sind nicht ausreichend definiert.

Hier setzt die neue Forschungsgruppe an. Sie will die Immunpathogenese des kutanen Lupus genauer untersuchen und damit besser verstehen, welche molekularen und immunologischen Mechanismen den unterschiedlichen Erscheinungsformen zugrunde liegen. „Der kutane Lupus wird in der Forschung häufig im Zusammenhang mit dem systemischen Lupus betrachtet. Die Erkrankung der Haut bringt jedoch eigene Krankheitsbilder und Mechanismen mit sich, die wir gezielt untersuchen müssen“, sagt Günther. „In unserer Forschungsgruppe führen wir deshalb unterschiedliche klinische, translationale und grundlagenwissenschaftliche Perspektiven zusammen. Unser Ziel ist es, die verschiedenen Formen des kutanen Lupus besser zu verstehen und damit langfristig die Voraussetzungen für gezieltere Therapien zu schaffen.“ An dem Projekt arbeiten Forschende verschiedener Standorte und Fachgebiete zusammen.

Karin Mainusch/UKT