Uni-Tübingen

Außenstellen und externe Forschungsstationen der Universität

Außenstellen

Die Universität Tübingen unterhält drei Außenstellen in Ostasien:

Hauptziel der Außenstellen in China, Japan und Korea ist, Tübinger Studierenden der Sinologie, Japanologie und Koreanistik sowie Studierenden einiger anderer Fachdisziplinen die Möglichkeit zu bieten, als integralen Bestandteil ihres Bachelor-Studiengangs die Sprache und Kultur Chinas, Japans und Koreas vor Ort kennenzulernen. Die drei Außenstellen nehmen darüber hinaus eine Plattformfunktion für die internationalen Kooperationen der Universität Tübingen mit den betreffenden ostasiatischen Ländern in Forschung und Lehre wahr.

Tübinger Zentrum für Japanstudien (TCJS)

Seit fast 25 Jahren besteht das Tübinger Zentrum für Japanstudien. Als europaweit erste universitäre Zweigstelle in Japan wurde es 1993 in Kyōto eröffnet. Seine Gastgeberin Dōshisha ist eine der angesehensten Privatuniversitäten in ganz Japan.

Für Tübinger Japanologen stellt der 2-semestrige Aufenthalt in Kyōto einen integralen Bestandteil ihres Bachelor-Studienganges dar, sodass die Tübinger Japanologie dank ihres Zentrums in Kyōto ihren Studierenden die europaweit einzigartige Möglichkeit bietet, bereits sehr früh im Studium vor Ort die Sprache und Kultur Japans zu erlernen und zu erleben.

"Während ihrer Zeit am Tübinger Zentrum sind alle Kursteilnehmer in japanischen Gastfamilien untergebracht. Nicht nur aus sprachlicher Sicht, sondern auch für die Kulturvermittlung wird dem Gastfamilien-Aufenthalt große Bedeutung beigemessen, da dieser sonst nur schwer erfahrbare, tiefe Einblicke in die Lebensweise des Gastlandes ermöglicht."

Aus der Broschüre des TCJS

Anprechpartner: Dr. Michael Wachutka, Geschäftsführer TCJS, michael.wachutkaspam prevention@uni-tuebingen.de
Homepage des „Tübinger Zentrums für Japanstudien“

European Centre for Chinese Studies at Peking University (ECCS)

Das ECCS wurde im Jahre 2001 von den Universitäten Tübingen und Kopenhagen, in Verbindung mit der Philosophischen Fakultät der Peking-Universität, gegründet.

Für Tübinger Studierende des BA-HF-Studiengangs Sinologie/Chinese Studies ist das 4. Semester am ECCS als integraler Bestandteil des Curriculums obligatorisch. Der sehr intensive, anwendungsorientierte Sprachunterricht am ECCS ist ein Eckpfeiler des Gesamtkonzepts der sinologischen Sprachausbildung, die ein Markenzeichen der Tübinger Sinologie ist.

"Mir sind so viele alltägliche Situationen in Erinnerung geblieben. Ich glaube, das war und ist für mich der wichtigste Erkenntnisgewinn, den ich in China gemacht habe: All das in seinen alltäglichen, realen Ausprägungen zu sehen, über das man bisher nur gelesen oder gehört hatte. Die Notwendigkeit sein eigenes „Weltbild“ einmal zu überdenken, wenn man die Dinge „live“ sieht.

Austauschstudent am ECCS

Ansprechpartner: Dr. Alexander Jost, Geschäftsführer ECCS, alexander.jostspam prevention@aoi.uni-tuebingen.de
Homepage des „European Centre for Chinese Studies“

Tübingen Center for Korean Studies at Korea University (TUCKU)

Das Tübingen Center for Korean Studies at Korea University (TUCKU) in Seoul wurde 2012 eröffnet und ist auf dem Campus der Korea University untergebracht. Die Korea University zählt zu den ältesten und renommiertesten Privatuniversitäten in Korea.

Für Studierende der Koreanistik in Tübingen ist ein einjähriger Aufenthalt am TUCKU im 4. und 5. Semester integraler Bestandteil des BA-Hauptfachstudiums. Neben einem intensiven Sprachstudium nehmen die Studierenden an inhaltlichen Lehrveranstaltungen teil, um ihre sprachliche und regionalwissenschaftliche Kompetenz zu vertiefen.

"Für mich war das Auslandsjahr an der Korea Universität eine fantastische Erfahrung, bei der ich nicht nur meine Sprach- und Kulturkenntnisse erweitern konnte, sondern auch neue Freundschaften knüpfen und mich persönlich weiter entwickeln konnte."

Austauschstudentin am TUCKU

Ansprechpartner: Dr. Unsuk Han, Geschäftsführer TUCKU, unsuk.hanspam prevention@aoi.uni-tuebingen.de
Homepage des „Tübingen Center for Korean Studies“

Externe Forschungszentren

Außerdem besitzt die Universität Tübingen zwei externe Forschungszentren,

Centre de Recherches Médicales de Lambaréné (CERMEL), Gabun

Das Zentrum in Lambaréné geht auf die dritte Generation des 1913 gegründeten Albert Schweitzer Krankenhauses in Lambaréné  (Gabun) zurück. 2011 wurde es von diesem unabhängig und umbenannt in „Centre de Recherches Médicales de Lambaréné“ (CERMEL). Das Forschungszentrum betreibt angewandte klinische Forschung in Epidemiologie sowie Grundlagenforschung in Immunologie und Molekularbiologie von Infektionskrankheiten und chronischen Erkrankungen, die für die Region typisch sind.

Die Universität Tübingen hat im Oktober 2016 erstmals eine Professur in Afrika eingerichtet, die vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) und der Regierung von Gabun unterstützt wird. Berufen wurde Dr. Ayola Akim Adegnika, derzeitiger Co-Direktor am Centre de Recherches Médicales (CERMEL) in Lambaréné. Die DZIF-Professur befasst sich mit der Immunepidemiologie und der klinischen Infektionsforschung in den Tropen und wird am Forschungszentrum CERMEL angesiedelt. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt in der Malariaforschung und in der Entwicklung neuer Impfstoffe und Therapien.

Ansprechpartner: Dr. med. Bertrand Lell, Kodirektor CERMEL, bertrand.lellspam prevention@cermel.org; Dr. med. Dr. rer. nat. Carsten Köhler, Direktor Kompetenzzentrum Tropenmedizin Baden-Württemberg, carsten.koehlerspam prevention@uni-tuebingen.de

Homepage des „Centre de Recherches Médicales de Lambaréné“

Center for Research and Nature Conservation, Pró-Mata, Brazil

Die Araukarienwaldstation in Pró-Mata entstand in Zusammenarbeit mit der Pontifícia Universidade Católica do Rio Grande do Sul (PUCRS, Porto Alegre), mit der die Universität Tübingen seit 1983 kooperiert.

Die Station bietet Raum für etwa 45 Studierende und Lehrende und besitzt Labore, Lehr- und Seminarräume. Zusammen mit der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg wurden Methoden für die Wiederaufforstung und Wiederbewaldung mit Araucaria angustifolia in zerstörten Waldregionen entwickelt. Zudem entsenden die Universität Tübingen und die Hochschule Rottenburg Studierende für Praktika in den Araukarienwald. Seit 1996 entstanden aus dieser Zusammenarbeit über 100 Diplom-, Master- und Promotionsarbeiten.

Tübinger Lehrveranstaltungen: Seit 1998 wird Pró-Mata für Teile der seit 1989 durchgeführten vierwöchigen Zoologischen Exkursion genutzt, seit 2002 jährlich für das dreiwöchige Geoökologische Gelände-Praktikum.

Ansprechpartner: Dr. Rainer Radtke, Baden-Württembergisches Brasilien-Zentrum der Universität Tübingen, rainer.radtkespam prevention@uni.tuebingen.de

Homepage „Pró-Mata, die Tübinger Forschungsstation im Araukarienwald“ beim Baden-Württembergischen Brasilien-Zentrum der Universität Tübingen

Außenstellen von Partneruniversitäten in Tübingen

Die Universität Tübingen ist auch Standort einer Außenstelle der Dōshisha University. Mit der Dōshisha im japanischen Kyoto besteht eine langjährige Partnerschaft. Im Februar 2019 hat der "Dōshisha EU Campus" seine Arbeit in Tübingen aufgenommen.

Repräsentanz der Dōshisha University

Die Repräsentanz der Dōshisha University, der "Dōshisha EU Campus", wurde im Februar 2019 eröffnet. Sie ist die europaweit einzige Außenstelle der renommierten japanischen Universität – und zugleich das Gegenstück zum Tübinger Japanzentrum in Kyoto. Die Repräsentanz koordiniert den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen der Dōshisha und der Universität Tübingen. Darüber hinaus initiiert und begleitet sie Kooperationen und Projekte der Dōshisha mit Partnern in ganz Europa.

In Zusammenarbeit mit Tübingen soll der "Dōshisha EU Campus" unter anderem Konferenzen organisieren, Sprachprogramme und interkulturelles Training für japanische Studierende durchführen und den wissenschaftlichen Austausch vorantreiben.

Die Universität Tübingen stellt der Dōshisha University Büro- und Seminarräume in der Keplerstraße 2 zur Verfügung. Eine Mitarbeiterin aus Japan ist dort für die Dōshisha University tätig: von Februar bis August 2019 Frau Mari Taneichi vom Office of International Affairs der Dōshisha.

Ansprechpartnerin: Dr. Karin Moser v. Filseck, Dezernat Forschung der Universität Tübingen, Internationale Forschungskooperationen, karin.moserspam prevention@uni-tuebingen.de

Informationen zum Doshisha EU Campus auf der Webseite der Doshisha University

Doshisha Week 2019 in Tübingen

Vom 25. bis 29. November findet an der Eberhard Karls Universität Tübingen die Doshisha Week 2019 statt. Zu dem Event kommen der Vize-Präsident für Forschung der Doshisha University, Prof. Dr. Ryuichi Yokogawa, und ca. 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Doshisha, von anderen japanischen, ost- und südostasiatischen sowie europäischen Universitäten, die an drei aufeinanderfolgenden Symposien teilnehmen werden. 

Am Eröffnungstag, Montag, 25.11., präsentiert die Doshisha University in der Alten Aula ihr Space-DREAM Projekt (Doshisha Research Project for Active Life in Space Engineering and Medical Biology). Am 26.-28.11. findet im Fürstenzimmer von Schloss Hohentübingen eine rechtswissenschaftliche Tagung zum Thema „Modernity’s Challenges to Law and Dispute Resolution“ statt. Der abschließende Tag, 29.11., widmet sich Aspekten der frühkindlichen Entwicklung unter dem Titel „Baby Science: Past, Present, and Future“.

Die Doshisha Week wird gemeinsam durch die in Kyoto ansässige Doshisha University, den Doshisha EU Campus in Tübingen sowie die Universität Tübingen organisiert und findet in diesem Jahr zum ersten Mal in Tübingen statt. Das Datum steht in Verbindung mit dem Gründungstag der Doshisha am 29. November 1875.

Der Doshisha EU Campus an der Universität Tübingen hat im Februar dieses Jahres mit einem internationalen interdisziplinären Symposium zum Thema „Challenges for Aging Societies: Interdisciplinary Approaches in Comparative Japanese, German and European Perspectives“ seine Tätigkeit aufgenommen. Im Sommersemester 2019 war eine erste Studierendengruppe der Doshisha zu einem Semesterprogramm (Deutschkurs und interkulturelle Studien) in Tübingen. Für das kommende Jahr sind bereits zahlreiche weitere Aktivitäten geplant, so im Februar 2020 ein interdisziplinäres Symposium an der Doshisha in Kyoto mit dem Titel „Challenges Toward Building Societies Filled with Respect for ‚Diversity‘“, Semesterprogramme in Tübingen für Studierende der Doshisha im Sommersemester 2020 und Wintersemester 2020/21 sowie ein Austausch von WissenschaftlerInnen in beide Richtungen. 

Das EU Campus-Büro arbeitet in allen Planungen eng mit der Tübinger Abteilung für Japanologie des Asien-Orient-Instituts (AOI, Philosophische Fakultät) und der Abteilung für Internationale Forschungskooperationen von Dezernat II Forschung zusammen. Die Japanologie besitzt bereits seit dem Jahr 1993 eine Außenstelle an der Doshisha University in Kyoto, das Tübinger Zentrum für Japanstudien, TCJS.

Link zum Programm der Doshisha Week

Kontakt:

Prof. Dr. Klaus Antoni
Abteilung für Japanologie (AOI)
Wilhelmstr. 90 – 72074 Tübingen
 +49 7071 29-73990
antonispam prevention@japanologie.uni-tuebingen.de 

und:

Dr. Karin Moser v. Filseck
Dezernat II Forschung
1.2 Internationale Forschungskooperationen
Keplerstr. 2 – 72074 Tübingen
 +49 7071 29-77353
karin.moserspam prevention@uni-tuebingen.de

„Hanami“ in Tübingen – Semesterprogramm für Dōshisha-Studierende an der Universität Tübingen

Mit Start des Sommersemesters hat das erste Kursprogramm für eine Gruppe von zehn Studierenden der Dōshisha University (Kyoto) an der Universität Tübingen begonnen. Bis Anfang August werden die japanischen Studentinnen ein vielfältiges Unterrichtsprogramm erleben, das gemeinschaftlich durch die Abteilung für Deutsch als Fremdsprache und Interkulturelle Programme des Dezernats V International Office und die Abteilung für Japanologie des Asien-Orient-Instituts (AOI) entwickelt wurde und zusammen durchgeführt wird. 

Neben einem Deutsch-Intensivkurs mit Unterstützung durch Tutorinnen und studentische Buddys aus der Japanologie, lernen die Japanerinnen in Kursen zur Landeskunde und bei Exkursionen nach Stuttgart, zum Europäischen Parlament in Straßburg und an den Bodensee viel Neues, Erstaunliches und Ungewohntes über die deutsche und europäische Kultur und Gesellschaft kennen.

Ergänzt wird das Programm durch ein Joint Seminar zu Interkulturellen Studien, das von Frau Dr. Michaela Oberwinkler aus der Japanologie gegeben wird.

  • „Seit meiner Zeit als Leiterin des Tübinger Zentrums an der Dōshisha war es mir ein Anliegen, dass größere Studierendengruppen von der Dōshisha nach Tübingen kommen. Ich freue mich sehr darüber, dass ich nun das erste Joint Seminar leiten kann, in dem deutsche und japanische Studierende gemeinsam auf Japanisch studieren und miteinander auf Augenhöhe diskutieren. Eine einzigartige Chance und Bereicherung für die Studierenden beider Universitäten!“ 

Michaela Oberwinkler

In der abschließenden Woche Anfang August rundet ein Intensivkurs, der von zwei Professoren der Dōshisha, Prof. Dr. Katsuhiro Kohara und Prof. Dr. Yoshihiko Wada,  in Tübingen ausgerichtet wird, das Semesterprogramm 2019 ab.

Die Dōshisha-Studentinnen bekommen auch Gelegenheit, Tübinger Studierende aus ihren eigenen Fachgebieten zu treffen, etwa der Theologie und Philosophie, der Kunstgeschichte und Kulturwissenschaft, der Psychologie, Sportwissenschaft und Ökonomie.

Das Semesterprogramm Frühjahr-Sommer 2019 wird im Rahmen des Doshisha EU-Campus an der Universität Tübingen durchgeführt, der im Februar dieses Jahres mit einem internationalen interdisziplinären Symposium seine Tätigkeit aufgenommen hat. Für das nächste Jahr wird ein ähnliches Semesterprogramm im Sommersemester für Dōshisha-Studierende geplant, auf das im darauffolgenden Wintersemester ein speziell für die Dōshisha entwickeltes International & European Studies Program (IES-Programm) folgen soll.

Diesen Herbst wird der Doshisha EU-Campus in der letzten Novemberwoche erstmals eine „Doshisha Week“ in Tübingen durchführen (25. – 29. November 2019). Dazu werden zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Fakultäten und Fachgebieten der Dōshisha nach Tübingen kommen. Nähere Informationen zur „Doshisha Week“ werden Sie demnächst hier finden.

Kontakte: 

Doshisha EU Campus: 
Mari Taneichi, Dōshisha University   
Keplerstr. 2, 72074 Tübingen 
+49 7071-29 77610
mtaneichspam prevention@mail.doshisha.ac.jp 

Donato Tangredi
Abteilung Deutsch als Fremdsprache 
und Interkulturelle Programme 
Dezernat V International Office, Abt. 2  
Wilhelmstr. 22, 72074 Tübingen
+49 7071 29-74392
donato.tangredispam prevention@uni-tuebingen.de

Prof. Dr. Viktoria Eschbach-Szabo
Abteilung für Japanologie (AOI)
Wilhelmstr. 90, 72074 Tübingen
+49 7071 29-76894
eschbachspam prevention@japanologie.uni-tuebingen.de 

Dr. Michaela Oberwinkler
Abteilung für Japanologie (AOI)
Wilhelmstr. 90, 72074 Tübingen
+49 7071 29-73996
michaela.oberwinklerspam prevention@uni-tuebingen.de

Martina Drijkoningen und Heike Glantz-Schückle 
Abteilung für Japanologie (AOI)  
Wilhelmstr. 90, 72074 Tübingen 
+49 7071 29-76985 und +49 7071 29-76959
drijkonspam prevention@japanologie.uni-tuebingen.de 
heike.glantz-schuecklespam prevention@uni-tuebingen.de  

Dr. Karin Moser v. Filseck
Dezernat II Forschung
1.2 Internationale Forschungskooperationen
Keplerstr. 2, 72074 Tübingen
7071 29-77353
karin.moserspam prevention@uni-tuebingen.de